29.04.2014

Mischkultur Gemüsebeete mit reicher Ernte

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Ob Gemüse oder wunderschöne Blumenpracht, auf Hochbeeten können Sie Ihre Gartenträume auf kleinem Raum verwirklichen!

Möchten Sie verschiedene Gemüse gemeinsam auf einem Beet kultivieren, sollten Sie nicht nur die unterschiedlichen Nährstoffbedürfnisse berücksichtigen. Auch andere Faktoren gilt es zu bedenken.


Gute und schlechte Nachbarn

Wie in der Natur gedeihen auch im Garten nicht alle Pflanzenarten gleich gut nebeneinander. Manche Gemüse wachsen gern und gut in enger Nachbarschaft und schlagen sogar noch die Schädlinge der jeweiligen Nachbarkultur in die Flucht.

Viele Gemüsearten reagieren auch "allergisch", wenn Pflanzen aus derselben Familie nebeneinander oder mehrmals nacheinander auf dem gleichen Beet angebaut werden.


Hier punkten Hochbeete allerdings mit einem weiteren Vorteil: Auf normalen Gemüsebeeten setzt man die Pflanzen über Jahre in die gleiche Erde. Beim Gemüse-Hochbeet füllt man hingegen nach den ersten Jahren das abgesackte Beet mit neuer Erde auf. So entsteht für die Pflanzen ein ähnlicher Effekt, als würden sie auf einem neuen Beet wachsen, und die negativen Auswirkungen einer zu engen Fruchtfolge bleiben aus.

Planung ist die halbe Ernte

Um den Platz auf Ihrem Gemüse-Hochbeet optimal zu nutzen und eine reiche Ernte zu garantieren, gehen Sie am besten ganz systematisch vor.

  • Notieren Sie zunächst die Gemüsearten, die Sie auf Ihrem Hochbeet anbauen möchten, und schreiben Sie dazu, welche zu den Stark-, Mittel- und den Schwachzehrern gehören.
  • Dann überprüfen Sie anhand einer Mischkultur-Tabelle, ob sich auch keine ungünstigen Pflanzenkombinationen ergeben haben. Falls das doch der Fall sein sollte, tauschen Sie einzelne Arten aus.
  • Günstige Mischkultur-Kombinationen ermöglichen oft auch eine optimale Ausnutzung des vorhandenen Platzes. So teilt sich zum Beispiel schmalwüchsiger Lauch das Beet sehr gut mit buschigem, eher breitwüchsigem Sellerie.
  • Zusätzlich können Sie noch schnell wachsende mit langsam wachsenden Gemüsearten kombinieren. Während die eine Kultur heranwächst, benötigt die langsamere noch wenig Standraum, und beide bedrängen sich nicht auf dem Beet. Ist dies dann nach einigen Wochen doch der Fall, ist die schnellwüchsige Gemüseart schon erntereif und räumt den Platz.

Auf dem Bild oben sehen Sie ein Beispiel für eine Mischkultur auf einem Gemüse-Hochbeet:
1. Jahr: Zucchini, Kürbis
2. Jahr: Rotkohl, Tomaten, Palmkohl, Sellerie
3. Jahr: Salat, Mangold, Möhren, Zwiebeln, Kohlrabi
4. Jahr: Radieschen, Salat, Buschbohnen, Feldsalat



Text aus: Renate Hudak / Harald Harazim: 'Hochbeete' / GU Bild: © GU / Heidi Janicek

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