18.07.2018

So geht's ganz einfach Zimmerpflanzen umtopfen: Das sollten Sie beachten

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Für ein gesundes Wachstum müssen Zimmerpflanzen regelmäßig umgetopft werden. Wir verraten, wie's geht.

Foto: iStock/brizmaker

Für ein gesundes Wachstum müssen Zimmerpflanzen regelmäßig umgetopft werden. Wir verraten, wie's geht.

Wer seine Schützlinge regelmäßig mit neuen Töpfen und frischer Erde versorgt, schenkt ihnen neue Energie und verlängert die Lebenszeit. Doch von der richtigen Topfgröße bis zur angemessenen Erde gibt es einiges zu beachten. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Zimmerpflanzen erfolgreich umtopfen.

Auch Zimmerpflanzen spüren den Sommer: Das Licht regt ihr Wachstum an, die Wurzeln brauchen jetzt mehr Platz. In zu kleinen Töpfen können sie sich nicht ausbreiten, auch Staunässe und Wurzelfäulnis drohen schneller. Deshalb sollten sie rechtzeitig umgetopft werden. Mit unserer Anleitung zum Zimmerpflanzen umtopfen geht das ganz einfach.

1. Zimmerpflanzen umtopfen: Der richtige Zeitpunkt

Wann Sie Ihre Zimmerpflanze umtopfen sollten, erkennen Sie an der Größe des Wurzelballens. Wenn die Wurzeln die Erde verdrängen oder aus dem Abflussloch wachsen, muss ein größerer Topf her.

Auch wenn die Erde erkennbar kein Wasser mehr aufnimmt oder sich die Pflanze aus dem Topf hebt, ist es Zeit, sie mit neuem Freiraum und frischer Erde auszustatten.

Jungpflanzen müssen oft in kleineren Abständen umgetopft werden, als ältere Gewächse. Als Faustregel gilt: Alle drei bis fünf Jahre sollten Sie Ihre Pflanzen umtopfen.

2. Die richtigen Blumentöpfe

Wählen Sie Blumentöpfe, die etwa 15 bis 25 Prozent größer als die alten Töpfe sind. Achten Sie darauf, dass der neue Blumentopf Abflusslöcher hat, sodass keine Staunässe entsteht. Tontöpfe eignen sich hierfür perfekt, da sie langlebiger als Kunststofftöpfe sind und überschüssiges Wasser leichter aufnehmen.

3. Frische Blumenerde macht den Unterschied

Wählen Sie hochwertige Zimmerpflanzenerde – sie ist keimfrei und wurzelfreundlich und perfekt auf die Bedürfnisse von Zimmerpflanzen abgestimmt. Achtung: Bestimmte Pflanzen benötigen spezielle Erde, zum Beispiel Orchideen oder Kakteen. Lassen Sie sich dazu am besten im Fachhandel beraten.

Wussten Sie übrigens, dass manche Zimmerpflanzen giftig für Ihr Haustier sein können?

3. Töpfe wässern

Bevor Sie Ihre Zimmerpflanzen umtopfen, sollten Sie die Tontöpfe einige Stunden in Wasser legen – sonst entziehen sie den Wurzeln Feuchtigkeit. Auf den Boden Blähton oder Tonscherben als Drainage geben. Das schützt die Pflanzen vor Staunässe.

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4. Wurzelballen lockern

Entfernen Sie nun braune und faulige Wurzeln und lockern sie das stark verfilzte Wurzelwerk vorsichtig auf. Achten Sie hier besonders auf den Rand, denn das fördert neue Wurzeltriebe. Eingetrocknete Pflanzenballen anschließend großzügig in Wasser tauchen.

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5. Einpflanzen

Um Schmutz zu vermeiden, eignet sich eine größere Plastikwanne oder auch ganz einfach die Badewanne zum stressfreien Umtopfen ihrer Pflanzen. Schütteln Sie alte Erde vom Wurzelballen ab. Der eingesetzte Ballen sollte knapp mit der oberen Topfkante abschließen. Anschließend die Erde an den Rändern auffüllen.

Den Topf anschließend mehrmals auf den Tisch aufstoßen, damit sich Lücken und Löcher füllen. Eventuell Erde nachfüllen, gut andrücken und abschließend solange gießen, bis das Wasser aus dem Abflussloch fließt. Düngen ist bei hochwertigen Blumenerde erst nach etwa zwei Monaten nötig.

Tipp: Nutzen Sie das Umtopfen ihrer Zimmerpflanze, um besonders schöne Exemplare mit Ablegern zu vermehren. Oft reicht es, Triebspitzen abzuschneiden und die frischen Pflanzenteile in ein mit Wasser befülltes Behältnis zu stellen. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, können diese in frische Erde eingepflanzt werden.

Noch mehr praktische Haushaltstipps finden Sie auch auf unserer Themenseite.

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