15.01.2016 - 16:32

Mutter mit 50 Kinderwunsch 2016 - Neuer Trend: "Social Freezing"

Foto: © iStock / DessieDavidova

Die Geburtenrate steigt laut dem Statistischen Bundesamt zwar an, das erste Kind kommt jedoch immer später. Das hat einen Grund.

Das Thema Kinder beschäftigt irgendwann jeden einmal. Will man welche oder nicht und wenn ja, wie viele und vor allem wann? Letzteres scheint laut einer neuen Forsa-Umfrage immer weniger problematisch zu sein. Der Technik sei dank.

Zwar nimmt die Fruchtbarkeit der Frau ab dem 35. Lebensjahr drastisch ab, doch das ist mittlerweile lange kein Grund mehr, bis dahin die Kinderplanung abgeschlossen zu haben. „Social Freezing“ nennt sich das Phänomen, das bei Frauen im gebärfähigen Alter offenbar immer beliebter wird.

Große Konzerne wie Facebook und Apple unterstützen seine Angestellten nicht nur bei der Kinderbetreuung, sondern bezahlen seinen Mitarbeiterinnen sogar das Einfrieren ihrer Eizellen, um die tickende, biologische Uhr erstmal zu stoppen.

Was amerikanischen Frauen gefällt, scheint auch deutschen Frauen zu gefallen. 64 Prozent von 1061 befragten Frauen mit Kindern oder Kinderwunsch zeigen sich gegenüber Social Freezing (dem Einfrieren ihrer Eizellen, um sie später befruchten zu lassen) aufgeschlossen, während es sich 31 Prozent sogar bei sich selbst vorstellen können oder es sogar schon gemacht haben.

Zu viel Veränderungen

Ein Grund, weshalb sich der Kinderwunsch so drastisch nach hinten verschiebt, wird ebenfalls in der Forsa-Studie aufgezeigt: Die Angst vor der Veränderung! 29 Prozent der Befragten befürchten durch ein Baby eine drastische Veränderung ihres Alltags, 22 Prozent glauben, weniger Zeit für sich zu haben und 16 Prozent finden, ein Kind würde fortan ihr Leben bestimmen. Nur 3 Prozent glauben, Nachwuchs sei eine Bereicherung und sorge für ein erfülltes und glücklicheres Leben.

Mama mit 50?

37 Prozent aller Befragten glauben, dass es in 20 Jahren nichts Außergewöhnliches mehr sein wird, erst mit 50 Jahren Mutter zu werden. Im Hier und Jetzt sind die Meinungen noch geteilt.

Dass Frauen auch Karriere machen wollen, ist verständlich. Noch nie haben Frauen so sehr wie heute mit Männern konkurriert und im Zuge der Emanzipation um Gleichberechtigung gekämpft. Aber sollte man deshalb die Natur austricksen? Die Meinungen sind geteilt. Schön ist aber, dass die Geburtenrate seit 1990 angestiegen ist. Im Jahr 2014 bekamen Frauen im gebärfähigen Alter durchschnittlich 1,47 Kinder mit durchschnittlich 29,5 Jahren.

Was denken Sie? Sollte man mit 50 noch ein Baby bekommen können? Äußern Sie sich gerne in den Kommentaren unter diesem Beitrag!

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