05.06.2020 - 12:42

Corona-Maßnahmen Mit Maske in die Achterbahn: Wie viel Spaß bieten Freizeitparks jetzt?

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Mit Maske auf der Achterbahn – klingt jetzt erst einmal nicht so spaßig. Doch die Corona-Auflagen im Freizeitpark bieten auch jede Menge Vorteile!

Foto: imago images / HMB-Media

Mit Maske auf der Achterbahn – klingt jetzt erst einmal nicht so spaßig. Doch die Corona-Auflagen im Freizeitpark bieten auch jede Menge Vorteile!

Die Freizeitparks öffnen wieder – aber unter Auflagen. Kann man da überhaupt die Seele baumeln lassen und Spaß haben? Wir verraten, wie das klappt – und warum die Einschränkungen den Besuch sogar besser machen können.

Endlich! Die Freizeitparks in Deutschland öffnen wieder ihre Tore! Doch das Coronavirus ist immer noch da. Deshalb muss es Auflagen geben. Aber mit Corona-Einschränkungen in den Freizeitpark – kann das überhaupt Spaß machen und erholsam sein? Ja! Denn die Lage bietet auch Vorteile!

Trotz Corona-Einschränkungen auf die Achterbahn: Das erwartet Freizeitpark-Besucher

Die erste Änderung kommt für die Besucher des Legolands in Günzburg früher als gedacht. An der noch geschlossenen Schranke vor dem Parkplatz kontrolliert eine Mitarbeiterin die Tickets der Autoinsassen. Denn der Freizeitpark, der am 30. Mai in die Saison startete, hat wegen der Corona-Pandemie die Besucherkapazität in der Anfangsphase auf 25 Prozent der eigentlichen Auslastung begrenzt – ein Besuch ist nur mit vorheriger tagesdatierter Reservierung möglich, die Tickets müssen online gekauft werden.

"Grundsätzlich kommt das Vorreservierungssystem sehr gut an, da der Gast weiß, dass er seinen Platz sicher hat und die gesetzten maximal 25 Prozent sich auf einer weitläufigen Fläche von 16 Hektar verteilen", heißt es von Legoland Deutschland auf Anfrage der Nachrichtenagentur spot on news. "Einige Gäste bedauern natürlich, dass damit die Spontanität genommen ist, die sonst das Freizeitparkgeschäft belebt. Aber aufgrund der aktuellen Situation akzeptieren die Besucher diese Beschränkung, die in vielen Bereichen gilt. Es gibt an allen Tagen in der kommenden Zeit noch Platz. Manche schauen doch gerne noch aufs Wetter und hoffen, dass sie noch spontan einen Platz ergattern."

Es gibt ein paar Dinge, die also beachtet werden müssen – aber auch ein paar Neuerungen, die dem einen oder anderen sicher ganz gut gefallen könnten.

Der wohl größte Vorteil: Kurze Wartezeiten

Das Wetter zum Saisonstart passt – und endlich müssen wir nicht mit Hunderten Familien vor dem Eingang warten, sondern dürfen als erste Gäste frühzeitig aufs Areal. Und eng wird es den ganzen Tag über kaum: Die Besucher können sich wegen der begrenzten Besucheranzahl tatsächlich gut aus dem Weg gehen. Die Wartezeiten vor den beliebten Fahrgeschäften halten sich dadurch ebenfalls sehr in Grenzen. Markierungen auf dem Boden helfen beim Anstehen überall, den Sicherheitsabstand einzuhalten. Vor den Augen der Parkmitarbeiter werden zudem bei allen Attraktionen die Hände desinfiziert.

Und natürlich ist auch im Freizeitpark das Tragen von Mund-Nasen-Schutz Pflicht – und zwar immer dann, wenn frische Luft fehlt und Abstand schwierig ist. Die Maskenpflicht gilt sowohl für Gäste ab sechs Jahren wie auch für Mitarbeiter, die genau darauf achten, dass die Masken in den Wartebereichen, in Innenbereichen und in den Fahrattraktionen getragen werden. "Maske!"-Rufe gehören jetzt genauso dazu wie die vergnügten Schreie der Leute in der Achterbahn. Wo Wasser im Spiel ist, gibt das Legoland Einwegmasken aus. Angst, dass die Masken stören, brauchen Achterbahn-Fans nicht zu haben. Ein gewöhnlicher Mund-Nasen-Schutz macht auch rasantere Fahrten mit. Schließlich soll er sowieso nicht zu locker sitzen.

Mehr Platz: Leere Reihen in der Achterbahn

Alles ist allerdings nicht gleich geöffnet: Auf einige wenige Highlights des Parks, wie das Spiegellabyrinth, müssen Besucher noch verzichten, hier ist es einfach zu eng und zu unbelüftet: "Im Legoland sind ca. 75 Prozent der Attraktionen geöffnet, manche mussten aufgrund der Hygienemaßnahmen noch geschlossen bleiben", heißt es. Bei Attraktionen, in denen eine Familie Platz findet, "bleibt die Familie unter sich und es wird nicht mit Einzelpersonen aufgefüllt. In Attraktionen mit mehreren Sitzreihen kann es auch mal sein, dass eine Reihe frei bleibt, bzw. wenn jemand in einer 'Zweiergondel' alleine sitzt, wird auch hier nicht mit einer fremden Person aufgefüllt. Jede Attraktion hat ihre spezifischen Maßnahmen, die dem Gast von unseren Mitarbeitern erklärt werden".

Da auch die Besucherzahl im großen Shop im Eingangsbereich beschränkt ist, sollte der Einkauf nicht erst auf die Zeit vor der Parkschließung verlegt werden, hier kann die Wartezeit schon länger werden.

Alles entspannt: "Die Besucher sind verständnisvoll"

Tagesdatierte Tickets vorab online kaufen, Maskenpflicht, Abstand halten – einer der wichtigsten Tipps fürs gesamte öffentliche Leben –, Hände desinfizieren – auch in anderen deutschen Freizeitparks wie dem Phantasialand, dem Heide Park, dem Europa-Park oder dem Movie Park Germany gelten unter anderem diese Regeln. Im Europa-Park liegt derzeit "die Besuchergrenze bei rund 10.000 Gästen pro Tag", erklären die Verantwortlichen des Freizeitparks in Rust. "Der Ansturm auf unser Ticketsystem war in den ersten Tagen enorm groß. Die Besucher schätzen das Online-Ticket, da damit ein sicherer Eintritt in den Europa-Park gewährt wird. Wir sind zwar sehr gut gebucht, aber es sind für fast alle Tage noch Tickets erhältlich." Also finden auch spontane Freizeitpark-Fans immer mal wieder noch ein Plätzchen.

"Es sind alle Fahrgeschäfte in Betrieb", heißt es zudem. "Wir weisen digital und analog sowie über Markierungen und zusätzliche Mitarbeiter auf die Abstandsregelung hin." Auch im Europa-Park sei man "sehr zufrieden" mit den ersten Tagen – "die Besucher sind verständnisvoll und verhalten sich entsprechend der geltenden Maßnahmen".

Nicht nur in Freizeitparks müssen wir uns aufgrund des Coronavirus ein wenig anpassen. Auch in Freibädern und Badeseen: Das gilt bei Badesaison in der Corona-Krise.

Und im Urlaub?

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