01.04.2020 - 12:32

Arzneimittel, Mieten, Adoption Das ändert sich im April 2020

Gerade in der Corona-Krise droht ein Lieferengpass bei einigen Arzneimitteln. Mit einer Neuerung ab April soll das vermieden werden.

Foto: iStock / artisteer

Gerade in der Corona-Krise droht ein Lieferengpass bei einigen Arzneimitteln. Mit einer Neuerung ab April soll das vermieden werden.

Kommenden Monat treten wieder einige Änderungen in Kraft. Hier erfahren Sie, welche Neuerungen auf Verbraucher im April 2020 zukommen.

Schon drei Monate des neuen Jahres sind vergangen – und auch ab diesem Monat stehen Verbrauchern wieder einige wichtige Neuerungen bevor. Wir geben Ihnen einen Überblick und zeigen, welche Änderungen im April 2020 auf Sie und Ihre Familie zukommen.

Diese Änderungen kommen im April 2020 auf Sie zu

Mit dabei sind Änderungen, die sich auf die aktuelle Corona-Krise beziehen, aber auch solche, die bereits weit im Voraus beschlossen wurden.

Pharmaindustrie: Neue Regeln für Medikamenten-Vorräte

Das Coronavirus hat auch die Pharmaindustrie fest im Griff. Es wird befürchtet, dass es zu Lieferengpässen bei bestimmten Medikamenten kommen kann. Nun gibt es eine gesetzliche Änderung, um genau das zu verhindern. Die Behörden verpflichten Pharmakonzerne jetzt, Informationen über Lagerbestände, Produktion und Absatz von bestimmten Präparaten preiszugeben.

Die Produktion soll nicht ausschließlich den Firmen überlassen werden. Sollte es zu Engpässen kommen, können sie verpflichtet werden, bestimmte Arzneimittel auf Vorrat zu lagern. Außerdem soll es ab April neue Regeln in den Apotheken geben mit Vorteilen für Verbraucher. Ist ein bestimmtes Präparat nicht lieferbar, sollen Apotheken auch ein anderes, teureres Mittel mit den gleichen Wirkstoffen anbieten – aber ohne dass der Patient mehr Geld dafür zahlen muss.

Ein Virologe klärt Fragen rund um das Coronavirus . Alle Informationen rund um die Pandemie finden Sie übrigens auf unserer Themenseite Coronavirus.

Alle wichtigen Fakten und Wissenswertes rund um den Coronavirus erfahren Sie in unseren Videos:

Coronavirus: Das alles sollten Sie jetzt wissen
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Höherer Mindestlohn am Bau

Gute Nachrichten für Arbeitnehmer im Baugewerbe: Der Mindestlohn steigt. Für Hilfsarbeiter wird die Lohnuntergrenze um 35 Cent von 12,20 Euro auf 12,55 Euro pro Stunde erhöht. Facharbeiter in Westdeutschland erhalten 20 Cent pro Stunde mehr, also 15,40 Euro.

Anders sieht es dagegen in den ostdeutschen Bundesländern (ausgenommen Berlin) aus, dort wird es keinen höheren Mindestlohn für Facharbeiter am Bau geben. Laut Gewerkschaft IG BAU bezieht jeder fünfte Bauarbeiter Mindestlohn. Übrigens: Auch der Mindestlohn für Pflegekräfte ist gestiegen .

Verschärfung der Mietpreisbremse

Sie wurde oft kritisiert – ab April gibt es jetzt eine verschärfte Form der Mietpreisbremse. Diese wurde bis 2025 verlängert. Die Regel besagt, dass Vermieter bei einem Wechsel des Bewohners nicht mehr beliebig viel Miete draufschlagen, sondern nur noch maximal zehn Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete fordern dürfen.

Und es gibt für einige Mieter weiteren Grund zur Freude: Zu viel gezahlte Miete kann man für bis zu zweieinhalb Jahre nachträglich zurückverlangen.

Flüge werden wohl teurer

Ab diesem Monat tritt eine neue Regelung der Bundesregierung in Kraft, um Fliegen unattraktiver zu machen und den Klimaschutz voranzubringen. Der Steuersatz für Inlandsflüge und Flüge in der EU wird für die Airlines erhöht.

Statt 7,50 Euro pro verkauftem Ticket werden künftig 13,03 Euro als Steuerabgabe fällig. Für längere Flüge ab 6000 Kilometer steigt der Steuersatz von 23,43 Euro auf 33,01 Euro und für die Langstrecke von 42,18 Euro auf 59,43 Euro. Unklar ist jedoch, in welchem Ausmaß die Airlines die Steuererhöhungen an die Kunden weitergeben… Hier können Sie noch mal detailliert nachlesen, wie teuer Flugtickets werden sollen.

Lockerung bei Adoption von Stiefkindern

Außerdem gibt es ab April 2020 eine wichtige Änderung für Familien. Sie haben ein Kind aus einer früheren Beziehung und leben mit ihrem neuen Partner seit mindestens vier Jahren eheähnlich zusammen – oder haben sogar bereits ein gemeinsames Kind?

Dann ist es nun möglich, dass unverheiratete Paare nun auch Stiefkinder adoptieren können. Schwierig wird es allerdings, wenn einer der beiden Partner noch mit einer anderen Person verheiratet ist. Dann ist eine Adoption von Stiefkindern nur in Ausnahmefällen möglich. Bisher musste ein Paar verheiratet sein, damit Stiefkinder adoptiert werden können.

Weitere Geschichten und Informationen finden Sie auf unserer Themenseite Ratgeber Recht.

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Und was uns außerdem noch im April erwartet: Beschert uns die nächste Woche den ersten Sommertag 2020? Die Wetteraussichten für Ostern

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