03.03.2020 - 16:04

Verhandlungen abgebrochen Preiskampf: Rewe nimmt Barilla-Produkte aus dem Regal

Kein Barilla mehr bei Rewe: Grund dafür ist Uneinigkeit in Sachen Einkaufspreis. Vorübergehend müssen Kunden des Supermarktes daher auf die italienische Pastamarke verzichten.

Foto: imago images [M]

Kein Barilla mehr bei Rewe: Grund dafür ist Uneinigkeit in Sachen Einkaufspreis. Vorübergehend müssen Kunden des Supermarktes daher auf die italienische Pastamarke verzichten.

Nach langen Verhandlungen dennoch nicht einig geworden: Aufgrund von Uneinigkeiten über angemessene Einkaufspreise verzichtet Einzelhändler Rewe ab sofort auf Produkte des italienischen Pasta-Herstellers Barilla.

Leere Nudelregale sind derzeit nicht ausschließlich auf Hamsterkäufe aus Angst vor dem Coronavirus zurückzuführen. Aus einem ganz anderen Grund hat Rewe alle Produkte des Pasta-Herstellers Barilla aus dem Programm genommen. Das italienische Unternehmen hatte zuletzt eine Preiserhöhung gefordert, auf die man laut Rewe auch nach langen Verhandlungen nicht eingehen wolle.

Rewe nimmt Barilla aus dem Programm: Geforderter Einkaufspreis zu hoch

In einem Informationsblatt am leeren Nudelregal informiert der Einzelhändler darüber, dass man sich trotz langer Verhandlungen nicht mit Barilla auf einen angemessenen Einkaufspreis habe verständigen können. "Daher verzichten wir auch in Ihrem Interesse an stabilen Preisen vorübergehend auf eine Belieferung mit dem Artikel."

So ganz endgültig scheint das Nudel-Aus bei Rewe also nicht zu sein. Diese Reaktion ist übrigens auch nicht die erste ihrer Art. Schon früher hatten nicht nur Rewe, sondern auch andere Supermarktketten und Discounter auf bestimmte Produkte verzichtet, weil man sich mit dem Einkaufspreis nicht einig geworden war.

Preiskämpfe mit Herstellern sind keine Seltenheit

So hatte Edeka erst vor ein paar Wochen vorübergehend auf Coca-Cola-Produkte verzichtet – ebenfalls aufgrund von Uneinigkeiten in den Preis- und Lieferkonditionen. Man wolle die erhöhten Preise nicht an die Kunden weitergeben, sei aber letztendlich dazu gezwungen und verzichte daher vorübergehend lieber auf Produkte. Zuvor hatte sich Edeka schon einen Kampf mit dem Ketchup-Hersteller Heinz geliefert. Die beliebten Tomatensoßen sind mittlerweile aber wieder in den Regalen zu finden.

Es geht aber leider auch anders: Viele Hersteller ändern still und heimlich einfach die Produktgröße, um weniger für mehr zu verkaufen. Getarnte Preissteigerungen stehen als Mogelpackungen in der Kritik der Verbraucherschützer. Und nichtsdestotrotz werden Produkte immer mal teurer, wie zu Jahresanfang bei Aldi geschehen.

Es muss aber auch nicht immer das teure Markenprodukt sein: Es gibt auch Marken, die hinter Billig-Lebensmitteln stecken!

Streits um erhöhte Preise gibt es aber auch nicht nur im Lebensmittel-Bereich. Nachdem kürzlich die sogenannte Tamposteuer gesenkt worden war, haben Hersteller einfach die Preise für Damenhygiene-Produkte erhöht. Aber die Händler haben sich, ebenso wie Rewe jetzt bei Barilla, dagegengestellt.

Naja, gut, dass wir in Sachen Nudelgerichte nicht auf einen Pasta-Hersteller beschränkt sind. Sollten Sie noch Ideen für leckere Nudelmahlzeiten suchen, schauen Sie doch auf unserer Themenseite vorbei.

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