21.06.2019

Endlich keine Stiche mehr Mückenschutz-Kleidung: So finden Sie den richtigen Schutz

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Dichtgewebte Mückenschutz-Kleidung hält Stechmücken physisch davon ab, zuzustechen. Es gibt aber auch Alternativen mit Imprägnierung. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten.

Foto: iStock/Dmitry Vdovichenko

Dichtgewebte Mückenschutz-Kleidung hält Stechmücken physisch davon ab, zuzustechen. Es gibt aber auch Alternativen mit Imprägnierung. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten.

Suchen Sie nach einem geeigneten Schutz gegen Mücken, der über herkömmliche Sprays hinausgeht? Dann ist Mückenschutz-Kleidung nicht nur der ideale Kompromiss. Eine Kleidung, die Mücken und Co abwehrt, ist meist sogar besser – und Ihre Haut dankt es Ihnen auch.

Es brummt, summt und krabbelt überall – und so richtig wollen die Insektenschutzmittel auch nicht helfen. Gerade, wer viel draußen in der Natur unterwegs ist, kann fiesen Stechmücken aber mit der passenden Mückenschutz-Kleidung Einhalt gebieten. So kommen Sie selbst stich- und juckreizlos durch den Sommer. Wir haben Ihnen ein paar Tipps zusammengestellt, die vor allem wichtig sind, wenn Sie Urlaub in einer Gegend machen, in denen Mücken Infektionen wie Malaria übertragen.

Kleidung gegen Mücken: Diese Möglichkeiten gibt es

Ganz normale lange Kleidung hilft vor allem an Sommerabenden schon zumindest zum Teil. Jedoch passieren rund 40 Prozent aller Insektenstiche durch die Kleidung. Ein dünnes Baumwollshirt hält die Blutsauger leider nicht vollends fern. Und gerade Strumpfhosen wirken anziehend auf die Stechtiere.

Stichfeste Kleidung dagegen ist besonders engmaschig gewebt. Die Mücke kommt so gar nicht mehr durch den Stoff durch. Chemisch muss ein solcher Stoff nicht behandelt werden, aber gerade wenn es besonders warm ist, wird es unter der Kleidung schnell stickig, da der Stoff entsprechend wenig luftdurchlässig ist. Also eher etwas für die Nacht. Es gibt auch Kleidung mit Lüftungsschlitzen – aber die bieten dann wiederum Angriffsfläche für Mücken.

Es gibt aber auch imprägnierte Kleidung, meist behandelt mit der Chemikalie Permethrin. Moskitos mögen diesen Wirkstoff nicht. Für den Menschen ist er äußerlich angewendet laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nicht schädlich. Es gibt entsprechendes Imprägniermittel auch für die normale Kleidung bzw. zum Nachbehandeln nach dem Waschen der Mückenschutz-Kleidung. Mückenschutzmittel für die Haut ist aber ungeeignet. Es verflüchtigt sich auf Stoffen zu schnell und kann zudem Flecken verursachen oder die Fasern angreifen.

Extratipp: An den Füßen und Knöcheln kommen viele Mücken besonders schnell und gut in den Genuss frischen Blutes. Um sich davor zu schützen, raten wir zu imprägnierten Socken.

So wählen Sie die richtige Kleidung

Vorneweg: wer nicht vollbekleidet den Sommerurlaub verbringen will, sollte ein gutes Anti-Mücken-Spray zusätzlich dabei haben. Auch Mückenschutz-Kleidung gibt es in kurzärmelig oder beinfrei, wobei es einige Punkte bei der Auswahl zu beachten gilt:

  • Die Bekleidung sollte möglichst hell sein. So kommen Sie auch bei Sonne nicht zu sehr ins Schwitzen.
  • Erkundigen Sie sich auch, ob die Kleidung bereits einen UV-Schutz hat. Gerade bei dünner Mückenschutz-Kleidung kann dies wichtig sein.
  • Funktional sollten die Kleidungsstücke auch sein: Achten Sie auf strapazierfähige Stoffe und vernähte Taschen. Auch abziehbare Hosenbeine können sehr praktisch sein.
  • Achten Sie bei der Auswahl auch darauf, dass es nicht zu luftig ist. Für Männer eignet sich ideal ein dünner Hoodie, der als Überwurf dienen kann, wenn eine Jacke zu warm ist.
  • Da gerade sensible Kinderhaut nicht alle Mückensprays verträgt, gibt es auch für die kleinen Outdoorsportler geeignete Mückenschutz-Kleidung. Wichtig hier: Meist ist die Kleidung recht teuer, also lieber eine Nummer größer kaufen, so haben Ihre Kinder länger davon.

Vor dem Kauf ist nach dem Kauf: Pflege von Mückenschutz-Kleidung

Heutzutage ist Funktionskleidung gegen Mücken nicht mehr nur im Safari-Look zu haben. Es kann und darf auch modisch sein. Auch wenn sich die Farbauswahl meist auf unauffällige und beige Töne beschränkt, bekommen Sie nahezu jedes brauchbare Kleidungsstück auf auch mit Anti-Mücken-Schutz. Aber auch nach dem Kauf können Sie vieles tun, damit Ihre neu erworbenen Outfits lange halten – und auch wirksam sind.

  • Damit die Kleidung lange hält, sollten Sie sie nicht zu oft waschen und lieber öfters Auslüften oder mit klarem Wasser spülen.
  • Vermeiden Sie Weichspüler und parfümiertes Waschmittel. Dasselbe gilt für den Trockner und das Bügeleisen.
  • Möchten Sie Ihre Anti-Mücken-Kleidung neu imprägnieren, verwenden Sie nur geeignetes Kleidungsspray. Einfaches Imprägnierspray kann wie erwähnt die Fasern angreifen und verringert so die Wirksamkeit.

Für die Haut eignet sich übrigens auch selbstgemachtes Insektenspray, das auf natürlichen Stoffen basiert und die Haut nicht chemisch belastet. Für Urlaube in Risikogebieten sind selbstgemachte Mittel aber möglicherweise zu schwach. Hier sollten Sie sich doch lieber beraten lassen und auf ein hochwirksames Mittel zurückgreifen.

Um fiese Brummer von Wohnung, Haus und Garten fernzuhalten, eignen sich auch Hausmittel gegen Mücken, die die Tiere aufgrund ihres Geruchs abschrecken. Und wenn's dann doch passiert ist und ein Stich da ist? Dann muss die passende Behandlung her. Wir helfen Ihnen dabei, den Insektenstich zu erkennen und richtig zu versorgen.

Mehr Informationen zum Imprägnierstoff Permethrin auf Mückenschutz-Kleidung finden Sie beim BfR.

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