12.04.2017

Häkeln & Stricken mit myboshi Häkeln lernen – so klappen die ersten Maschen

So einfach geht Häkeln!

Foto: myboshi

So einfach geht Häkeln!

Häkeln macht Spaß, entspannt und nebenbei entstehen viele wundervolle Dinge – höchste Zeit also endlich häkeln zu lernen.

Wenn Sie sich bisher noch nie an die Häkelnadel getraut haben oder die letzten Maschen schon einige Jahre her sind, helfen wir Ihnen auf die Sprünge. Mit ein paar grundlegenden einfachen Maschenarten, können Sie direkt loshäkeln. Häkeln lernen mit myboshi & bildderfrau.de – unsere Einsteigerlektion dreht sich um die richtige Handhaltung beim Häkeln, Luftmaschen, feste Maschen, halbe und einfache Stäbchen.

Die Handhaltung beim Häkeln & die Anfangsluftmasche

Bevor Sie die ersten „echten“ Maschen häkeln, ist es wichtig die richtige Handhaltung beim Häkeln zu kennen. Dazu nimmt man den Anfang eines Wollknäuels und wickelt den Faden zunächst von unten einmal um den Zeigefinger und anschließend von unten um den Daumen. Rechtshänder wickeln den Faden dabei um die Finger der linken Hand – Linkshänder häkeln genau umgekehrt. Die beiden Fadenenden können Sie mit den drei freien Fingern festhalten.

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Jetzt dürfen Sie die Häkelnadel zur Hand nehmen. Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass die Größe der Häkelnadel zur Stärke des Fadens passt. Einen Hinweis dazu finden Sie auf der Banderole des jeweiligen Wollknäuels.

Nun sticht man mit der Häkelnadel von unten durch die Daumenschlaufe, nimmt den Arbeitsfaden, also den langen Faden vom Wollknäuel, mit dem Haken der Häkelnadel auf und zieht ihn durch die Schlinge. Schon haben Sie die sogenannte Anfangsluftmasche gebildet.

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Beim weiteren Häkeln halten Sie die Häkelnadel in der rechten Hand ähnlich wie einen Stift. Den Wollfaden wickeln sie ein- oder zweimal um den Zeigefinger der linken Hand und lassen den weiteren Faden zwischen kleinem Finger und Ringfinger hindurchgleiten. So können Sie beim Häkeln die Fadenspannung regulieren.

Die Luftmasche

Sie bildet den Anfang jeder Häkelarbeit und könnte einfacher kaum sein – die Rede ist von der Luftmasche. Obwohl die Luftmasche zu den besonders einfachen Maschen zählt, ist sie doch eine der wichtigsten und grundlegendsten Häkeltechniken überhaupt.

Meistens sind diese Maschen die erste Reihe, sie werden aber auch gern im weiteren Verlauf eines Häkelprojektes verwendet um bestimmte Muster zu verwirklichen.

So funktioniert die Luftmasche:

Genau wie bei der Anfangsluftmasche nehmen Sie den Arbeitsfaden mit der Häkelnadel auf und holen ihn durch die bereits auf der Nadel liegende Schlinge. Nach diesem Prinzip können Sie eine ganze Luftmaschenkette oder einen Anfangsring häkeln, der zum Beispiel für Häkelmützen benötigt wird.

Die Wendeluftmasche

Eine weitere Variante der Luftmasche ist die Wendeluftmasche. Darunter versteht man eine ganz normale Luftmasche, die am Ende einer Reihe gehäkelt wird, um die Maschenhöhe der nächsten Reihe zu erhalten. Anschließend wendet man das Häkelwerk und häkelt in der Reihe zurück.

Die feste Masche

Feste Maschen kommen immer dann zum Einsatz, wenn das Häkelstück besonders fest und stabil werden soll.

So funktioniert die feste Masche:

Stechen Sie für die feste Masche mit der Häkelnadel in eine Einstichstelle oder Luftmasche ein und holen den Faden durch die Schlinge. Danach liegen 2 Schlingen auf der Nadel. Nun nehmen Sie den Faden noch einmal mit der Häkelnadel auf und ziehen den Faden jetzt durch beide Schlingen. Schon ist die erste feste Masche fertig!

Das halbe Stäbchen

Für das halbe Stäbchen legen Sie zunächst den Faden einmal um die Häkelnadel (= 1 Umschlag machen). Dann in die nächste Einstichstelle oder Luftmasche einstechen und den Faden durchholen. Es liegen 3 Schlingen auf der Häkelnadel. Den Arbeitsfaden erneut holen und durch alle 3 Schlingen ziehen. Fertig ist das erste halbe Stäbchen!

Das (einfache) Stäbchen

Für ein etwas luftigeres Maschenbild, verwendet man einfache Stäbchen oder auch nur Stäbchen genannt.

So geht das einfache Stäbchen:

Zunächst machen Sie wieder einen Umschlag um die Häkelnadel. Danach in die Einstichstelle einstechen und den Faden durch die Schlinge holen. Es liegen 3 Schlingen auf der Häkelnadel. Nun nehmen Sie den Arbeitsfaden erneut auf die Häkelnadel und ziehen ihn durch die ersten beiden auf der Nadel liegenden Schlingen. Es liegen noch 2 Schlingen auf der Häkelnadel. Den Arbeitsfaden ein letztes Mal mit der Nadel aufnehmen und durch die beiden letzten auf der Nadel liegenden Schlingen ziehen. Fertig ist das erste einfache Stäbchen.

Erklärvideo zum einfachen Stäbchen:

Da nur Übung den Meister macht, empfehlen wir Ihnen zunächst einmal diese einfachen Grundmaschenarten einzuüben, bevor Sie sich an Ihr erstes „richtiges“ Projekt trauen. Wer dann Lust hat loszulegen, kann mit Hilfe dieses Videos eine komplette Häkelmütze von Anfang bis Ende häkeln:

Welche Wolle soll ich als Häkelanfänger verwenden?

Für Ihr erstes Häkelprojekt empfehlen wir eine dickere Wolle (z.B. myboshi No.1 mit einer Nadelstärke von 6,0 mm). Das hat den Vorteil, dass Sie die gehäkelten Maschen leichter erkennen, vor allem wenn Sie am Anfang noch etwas unsicher sind. Außerdem kommen Sie mit einer dickeren Wolle viel schneller zu einem Erfolgserlebnis als mit einem sehr filigranen Garn.

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