26.05.2016 - 10:49

Das Abenteuer geht weiter Alice im Wunderland 2: Hinter den Spiegeln - Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt

Johnny Depp in der Rolle des Hutmachers

Foto: ©imago

Johnny Depp in der Rolle des Hutmachers

Auch der zweite Teil der spannenden Abenteuer der jungen Alice entführt die Zuschauer in eine märchenhafte Welt - wieder mit Johnny Depp als Hutmacher.

Einige Zeit ist vergangen seitdem Alice zuletzt das Wunderland besucht hatte und zusammen mit ihren Freuden der Terror-Herrschaft der Roten Königin ein Ende setzte. Sie hat die letzten Jahre auf hoher See verbracht und muss nach ihrer Rückkehr auf bittere Art feststellen, dass sich in ihrer Heimatstadt London nichts an dem konservativen Frauenbild geändert hat. Verzweifelt versucht sie nachzudenken, wie es weitergehen könnte. In diesem Moment entdeckt sie plötzlich den Schmetterling Absolem – der letzten Leinwand-Auftritt des verstorbenen Alan Rickman – der schon im ersten Teil der Saga als blaue Raupe zu sehen war und folgt ihm in einen Raum mit magischen Spiegeln.

Das Abenteuer beginnt, denn kaum im Wunderland angekommen, entsendet die Weiße Königin Alice zum Herrscher der Zeit, um die Vergangenheit zu ändern. Denn in der Gegenwart steht der Hutmacher kurz vor seinem Ende. Um dies zu verhindern, sieht es Alices Plan vor, den Tag an dem sich des Hutmachers Schicksal entscheidet mit allen Mitteln zu verhindern. Um jedoch in die Vergangenheit reisen zu können, benötigt sie die magische Metallkugel im Inneren der Großen Uhr, von der alle Zeit ausgeht, die sogenannte Chronosphäre. Im Laufe der Handlung stellt sich jedoch heraus, dass Alice nicht die Einzige ist, die an die Chronosphäre gelangen möchte. Die Rote Königin ist ebenfalls auf der Suche nach der Zeitmaschine, denn sie hat noch eine Rechnung mit ihrer Schwester offen...

Wird Alice es schaffen, an die Chronosphäre zu gelangen, den Hutmacher zu retten und gleichzeitig die Rote Königin an ihren bitterbösen Racheplänen an der Weißen Königin zu hindern? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Die auffälligste Stärke von James Bodin, der die Regie des zweiten Teils von seinem Vorgänger Tim Burton übernahm, ist die Verknüpfung der Saga mit realen gesellschaftspolitischen Ereignissen, allen voran des Feminismus, starken weiblichen Rollenbildern und die Diskussion um die Stellung der Frau in der Gesellschaft. Bodin spielt mit „Alice im Wunderland 2: Hinter den Spiegeln“ gewitzt mit patriarchalen Klischees und setzt in Wahrheit damit den Zuschauern einen Spiegel vor.

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Nicht nur Fantasy-Fans werden den Film lieben

Die Handlungsebene im Wunderland ist überraschenderweise jedoch die Unspannendste: Denn während Alice eigentlich in der Vergangenheit und im Zeitpalast die meisten Abenteuer erlebt und sich auf die Spuren des Hutmachers begibt, handelt die Gegenwart im Wunderland letztlich nur davon, den Hutmacher am Leben zu erhalten. Stellenweise bekommt man den Eindruck, dass Bodin der rote Faden entgleitet und nicht jede wichtige Figur (Stichwort Grinsekatze) bekommt ihren großen Moment. Andererseits muss man sagen, dass es eine schwierige Angelegenheit ist, die Geschichte in der Fülle ihrer komplexen Handlungsstränge auf Filmlänge zusammen zu kürzen.

Neben Mia Wasikowska als Alice und Helena Bonham Carter als Rote Königin, schlüpft Johnny Depp erneut in die skurrile und zugleich geniale Rolle des Hutmachers. Herrscher der Zeit, der auf fantastische Art und Weise von Sacha Baron Cohen gespielt wird, erweitert die Runde als Figur, die halb Mensch und halb Zeit ist.

Fazit: Alles in allem beweist Regisseur James Bodin, dass er nicht nur bei der Handlung versucht, aus dem Vollen zu schöpfen, denn auch die Special-Effects sorgen nicht zuletzt Dank 3D-Optik für atemberaubende Spannungssequenzen. Es ist schon sehr imposant wie Bodin mit dieser Fortsetzung in die großen Fußstapfen seines Vorgängers Tim Burton tritt. Mit „Alice im Wunderland 2: Hinter den Spiegeln“ setzt er nun sogar noch einen drauf.

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