24.05.2016 - 17:38

Nachgefragt Heidi: Ein Film für die ganze Familie? Wir machen den Test!

Foto: Studiocanal

HEIDI, die Neuverfilmung des Klassikers gibt es ab heute (26.05.2016) fürs Heimkino. Wir haben den Film auf seine Kindertauglichkeit getestet.

Heidi, die junge Titelheldin der zwei Kinderbücher Heidis Lehr- und Wanderjahre und Heidi kann brauchen, was es gelernt hat aus der Feder der Schweizer Autorin Johanna Spyri, gehört zu den bekanntesten Heldinnen der Welt. Auch heute ist die Popularität des aufgeweckten Waisenmädchens und ihrer Abenteuer in den Schweizer Bergen - dank zahlreicher Neuauflagen und Neuinterpretationen - ungebrochen. Erst letztes Jahr begeisterte die 10jährige Schweizerin Anuk Steffen in der Rolle der Heidi an der Seite von Schauspiellegende Bruno Ganz als verbitterter Alpöhi ein Millionenpublikum in den deutschen Kinos - in Alain Gsponers malerisch bebildertem, schwärmerischen Heimatfilm Heidi.

Heute, am 26.05.2016, erscheint der Familienfilm auf DVD und Blu-Ray für die heimische Kino-Couch. Wir haben uns Feedback zum Film direkt von der Zielgruppe geholt, einer Familie bestehend aus einem Elternpaar und ihren zwei Söhnen (5 und 7 Jahre alt).

So empfanden die Eltern den Film

"Wie bei den DVDs heutzutage üblich gab es zu Anfang zuviel Werbung, durch die man sich durchklicken musste, um endlich das Menü zu sehen. Das Klicken lohnt sich aber, denn das Menü überzeugt mit einer schönen Aufmachung und leicht verständlicher Menüführung.

Die 107 Minuten Spielzeit erwiesen sich für eine Altersfreigabe ab 0 Jahren als recht sportlich. Unseren Kindern war das etwas zu lang, so dass eine Pause zwischendurch notwendig wurde. Auch die im Schweizerdeutsch gehaltenen Dialoge des Films waren am Anfang noch etwas schwer zu verstehen für die Kinder, was sich aber im Laufe des Films legte.

Uns hat der Anfang des Films mehr berührt als die Kinder, vor allem als Heidi (Anuk Steffen) das erste Mal auf den Großvater (Bruno Ganz) trifft und er sie zurückschicken will zur Tante (Anna Schinz) und sie verzweifelt schreit: „Sie will mich doch auch nicht“.

Der Film hat bei uns das Thema Heimweh aufgeworfen. Die Kinder kannten den Begriff nicht und sie haben dies wohl auch noch nie gefühlt. Darüber haben wir uns während des Film und danach noch unterhalten."

So empfanden die Kinder den Film

Die Kinder kannten die Geschichte von Heidi vor dem Film nur in Auszügen aus der bekannten Zeichentrickserie. Für sie war es sehr bewegend, als Heidi von der Tante einfach nach Frankfurt entführt wurde, also dem Großvater wieder entrissen wurde... ein Kind war sogar so traurig, dass es geweint hat: "Ich finde den Heidi-Film blöd, weil ich mag, das Heidi beim Großvater bleibt."

Der Film hat den Kindern sehr gut gefallen, vor allem die große Rolle, die ein Steinadler und die Natur im Film spielen. Nicht zuletzt konnten sie auch interessante Informationen darüber mitnehmen, wie "man früher gelebt und gearbeitet hat". Und: "Ich weiß jetzt wie eine Sense funktioniert. Ich habe davor nur davon gehört, jetzt weiß ich, wie sie das Gras mäht."

Die Kinder würden den Film auch anderen Kindern empfehlen, "weil er vorbildlich ist. Wenn man was Schlimmes getan hat, wie das mit dem Rollstuhl den Berg runterwerfen, dann bekommt man Ärger, aber dann ist es auch wieder gut." Noch einmal anschauen würden sie ihn aber nicht, da sie ihn als "ein bißchen zu gruselig" empfanden: "Zum Beispiel das mit dem Geist oder wo die Kinder abgehauen sind."

Als Fazit würden die Kinder gerne festhalten, dass sie den Film der Zeichentrickserie vorziehen würden. Warum? Kinder (7 Jahre): "Ja, weil die Menschen da echter aussehen." Einleuchtend, oder?

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HEIDI gibt es absofort im Handel.

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