06.05.2019

Danke, Mama! Woher kommt der Muttertag?

An jedem zweiten Maisonntag im Jahr, können wir uns bei unseren Müttern bedanken. Doch woher kommt der Muttertag eigentlich?

Foto: ©iStock/Lesley Lister

An jedem zweiten Maisonntag im Jahr, können wir uns bei unseren Müttern bedanken. Doch woher kommt der Muttertag eigentlich?

Viele feiern ihn, doch die wenigsten wissen, woher er kommt: der Muttertag. Wo liegen die Wurzeln des Ehrentages für unsere Mütter? Wir verraten es Ihnen.

Mütter sind unentbehrlich – ob als Topmanagerinnen größerer und kleinerer "Familienunternehmen", Trostspenderinnen, Entertainerinnen oder Multitasking-Talente. Es gibt kaum eine Herausforderung des Alltags, der eine Mutter nicht schon gegenüberstand und die sie irgendwie gemeistert hat.

Definitiv ein Grund, dies zu feiern. Doch der Feiertag wurde nicht einfach so ins Leben gerufen. Woher kommt der Muttertag eigentlich? Wir verraten es Ihnen!

Woher kommt der Muttertag?

Zwar ist die Idee des Muttertags schon hunderte Jahre alt und tauchte zum Beispiel in Form von Verehrungsritualen bereits in verschiedenen Kulturen auf. So hatten bereits die alten Griechen ein Fest zu Ehren der Mütter veranstaltet. Doch der offizielle Muttertag, wie wir ihn heute kennen, stammt aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Die "Erfinderin" des heutigen Muttertages ist die US-Amerikanerin Ann Maria Jarvis (1864 - 1948).

Jarvis war eine US-amerikanische Frauenrechtlerin und organisierte zwei Jahre nach dem Tod ihrer Mutter, im Mai 1907, einen Gedenkgottesdienst – ein "Memorial Mothers Day Meeting", um genau zu sein.

Im darauffolgenden Jahr wiederholte sie diese Gedenkveranstaltung, diesmal stellvertretend für alle Mütter und verteilte dabei 500 weiße Nelken – die Lieblingsblume ihrer verstorbenen Mutter. Ann Jarvis machte es sich von nun an zum Ziel, einen offiziellen, landesweiten Muttertag durchzusetzen.

Mit viel Engagement gelang ihr dies schließlich im Jahre 1914 und der zweite Maisonntag wurde offiziell zum Feiertag in den USA. Rasch verbreitete sich die Tradition in viele Länder der Welt, auch bis nach Europa.

"Tag für Mütter" auch in Deutschland angekommen

1922 wurde der Muttertag schließlich in Deutschland eingeführt und wird seitdem zelebriert. Gleiches gilt für andere Ländern und Kulturen, allerdings fällt der Muttertag, je nach Land, auf einen anderen Tag und nicht den zweiten Maisonntag. Und genauso wie das Datum von Land zu Land variieren kann, sind auch die Traditionen mitunter recht verschieden – der Muttertag wird in aller Welt auf verschiedene Art begangen.

Wie aus einer Tradition Marketing wurde

Vielerorts wurde die Idee des Muttertags allerdings mit der Zeit von Blumenhändlern aufgegriffen, die mit Plakaten auf den Ehrentag aufmerksam machten. Dadurch trugen sie zwar einerseits zur Verbreitung des Muttertags bei, witterten aber vor allem ein gutes Geschäft.

Dies schien vorallem der Begründerin Ann Maria Jarvis negativ aufzustoßen, da Unternehmer und Verkäufer einen Vorteil aus dem Feiertag zogen. So versuchte Jarvis, den Ehrentag wieder verbieten zu lassen, damit er nicht an Bedeutung verliert. Allerdings scheiterte sie vor Gericht und so bewahrt der Muttertag noch bis heute seine Tradition und wird darüberhinaus mit zahlreichen Marketingstrategien besonders stark zelebriert.

Wussten Sie schon..? Interessante Fakten zum Muttertag

  • In Deutschland leben ca 11,3 Millionen Mütter. Darunter sind sowohl Mütter von kleinen als auch von erwachsenen Kindern (1991 waren es noch 13,2 Millionen).
  • Blühender Umsatz: In der Woche vor Muttertag erreicht der Blumenhandel einen Umsatz von bis zu 130 Millionen Euro – das Jahreshoch! Finden Sie nun heraus, mit welchen Blumen Ihnen das "Danke" sagen garantiert gelingt.
  • Blumen sind zwar mit Abstand das häufigste Muttertagsgeschenk, gefolgt von selbstgebastelten Geschenken, Muttertagsgeschenken direkt aus der Küche und gekauften Kleinigkeiten. Noch mehr freuen sich Mütter laut Umfrage jedoch über persönliche Geschenke wie Frühstück am Bett (17 Prozent), eine Auszeit (23 Prozent) oder einen schönen Tag mit der Familie (50 Prozent)! Eine Mutter-Tochter-Reise oder ein Tagesausflug zum Muttertag, sind Geschenke mit denen Sie ebenso viel Freude machen können.
  • Die US-Amerikaner geben am Muttertag durchschnittlich bis zu rund 120 Euro für Geschenke aus, nur an Weihnachten lassen sie sich die Geschenke mehr kosten. Deutsche "Kinder" legen rund 25 Euro zum Muttertag an.

Wem der Muttertag mal wieder zu plötzlich um die Ecke kommt, dem können wir beruhigend mitteilen: Auch wenn der Tag zu Ehren der Mama auf einen Sonntag fällt, für Blumenläden gilt an diesem Tag eine besondere Öffnungszeitenregelung. So dürfen Floristen ihre Läden am Muttertag in Deutschland öffnen. Eine Ausnahme gibt es in Baden-Württemberg: Dort gilt diese Regelung dann nicht, wenn der Tag auf einen offiziellen christlichen Feiertag fällt – Pfingstsonntag nämlich. Das ist allerdings erst im Jahr 2035 wieder der Fall.

Brauchen wir den Muttertag?

Bei der Frage, ob ein Muttertag wirklich nötig ist, spalten sich die Meinungen. Während viele Mütter die Aufmerksamkeit an ihrem Ehrentag genießen und den Feiertag zum Anlass für eine gemeinsame Zeit mit der Familie nehmen, so sind sich andere einig, dass ein respektvolles Miteinander selbstverständlich sein sollte – auch über den Feiertag hinaus.

Dennoch bietet der Muttertag die Möglichkeit, sich auf besonders nette Art und Weise bei der eigenen Mama zu bedanken, da dies im üblichen Alltag untergehen kann.

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