12.04.2019

Kleine Oster-Geschichtsstunde Was ist Ostern? – Über Ursprung, Bräuche und Symbole

Feiertags-Check: Darum feiern wir Ostern wirklich

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Di, 11.04.2017, 16.19 Uhr

Feiertags-Check: Darum feiern wir Ostern wirklich

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Während die meisten Ostern mit der Ostereiersuche verbinden, bedeutet die Zeit für gläubige Christen den höchsten Feiertag im Gedenken an Jesus. Viele haben es heute vergessen: Was ist Ostern eigentlich?

Am Tag seiner Auferstehung finden vielerorts Prozessionen und Ostermessen statt, geweihte Osterfeuer brennen, an denen Gläubige Osterkerzen entzünden. Doch welcher Zusammenhang besteht zwischen diesen christlichen Ritualen, bunten Eiern, hoppelnden Hasen und frühlingsfrischer Osterdeko? Wer das alles zusammen betrachtet, stellt sich schnell die Frage: Was ist Ostern überhaupt? Denn hier kommen weit mehr Bräuche zusammen, als die meisten von uns denken!

Was ist Ostern? Wir erklären die Ursprünge, Bräuche und Ostersymbole

Das Osterfest, so wie wir es heute feiern, hat mehrere Wurzeln. Im Vordergrund steht heute jedoch das Gedenken an die Auferstehung Jesu. Das ist das zentrale Ereignis im Christentum.

Gleichzeitig erinnert das christliche Osterfest daran, dass der Tod im christlichen Glauben auch ein Neuanfang ist. Damit steht es in enger Verbindung zu den heidnischen Frühlingsfesten aus vorchristlicher Zeit, die das Erblühen der Natur feiern.

Ostern und antike Völker: Was hat es damit auf sich?

Frühlings- und Fruchtbarkeitsfeste kannten schon antike Völker: Zum Frühlingsanfang weckten sie die Natur und zelebrierten allerlei Rituale, um die Sonne und damit das Wachstum auf die Erde zu holen.

Nicht zuletzt wurzelt das heutige Ostern auch im Pessachfest der Juden, dem Gedenken an die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei (Exodus).

So ist unser Osterfest eine Mischung aus uralten Traditionen, die mit christlichem Glauben gefüllt wurden.

Symbol und Brauch: Ostereier und die Eiersuche

Bei der Suche nach der Antwort auf die Frage "Was ist Ostern?", tauchen schnell verschiedene Symbole auf. Die berühmtesten Ostersymbole sind die bunten Eier. Wie die meisten volkstümlichen Bräuche ist der Ursprung nicht mehr ganz genau nachzuvollziehen. Allerdings gibt es Theorien, die diesen Brauch nachvollziehbar machen.

  • Theorie Nummer eins: Die 40-tägige Fastenzeit endet am Karsamstag. Alle Eier, die die Hühner während dieser Zeit legten, und die nach christlicher Tradition nicht verzehrt werden durften, wurden zum Haltbarmachen gekocht. Angemalt wurden sie, damit man sie später von den frischen Eiern unterscheiden konnte.
  • Theorie Nummer zwei: In vielen Religionen und Kulturen stehen Eier als Symbol für Wiedergeburt und neues Leben. Schon in der Zeit der heidnischen Frühlingsfeste wurden sie verziert und verschenkt.

Doch warum werden die Eier versteckt? Zu der Zeit, als der Osterhase als "Eierbringer" auftauchte, im 17. Jahrhundert, entstand auch der Brauch, die Ostereier zu verstecken. Woher dieser Brauch genau stammt, ist bis heute unklar. Eine mögliche Erklärung ist, dass den Eiern durch das Verstecken und Suchen durch die Kinder ein größerer Wert zugeschrieben wird.

Tier als Symbol: Osterhasen

Der Osterhase ist das berühmteste Ostertier. Seit dem 17. Jahrhundert hoppelt er mit prall gefülltem Eierkorb auf dem Rücken durch die Ostertage. Der Hase gilt als ein Sinnbild für Fruchtbarkeit und stammt aus dem ehemals heidnischen Frühlingsfest. Zum christlichen Ostergedanken hat er aber ursprünglich keine Verbindung.

Während die Eltern im Frühling die bunten Ostereier im Garten versteckten, waren auch Hasen auf Futtersuche unterwegs. Deshalb und weil Meister Lampe zudem einfach flinker als eine Henne ist, wurde er zum Eierverteiler erklärt – außerdem legen Hühner schließlich keine bunten Eier, das wussten natürlich auch schon die Kinder.

Das Osterlamm: Symbol für Jesus

Ein anderes Ostertier ist das Lamm. Es ist auf einen Brauch aus dem jüdischen Pessachfest zurückzuführen, an dem traditionell ein Lamm geschlachtet und gegessen wird. Das Fest erinnert an den Auszug aus Ägypten und die Befreiung der Israeliten. In der christlichen Tradition steht das Osterlamm für Jesus und dessen Auferstehung.

Übrigens: Wie Sie das Osterlamm selbst backen, sehen Sie im Video:

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Zu Ostern kommt traditionell entweder ein echter Lammbraten, beispielsweise mit Granatapfelkernen und Gemüse oder ein leckeres gebackenes Osterlamm als Kuchen auf die Festtafel.

Mehr leckere Rezepte fürs Osterfest finden Sie in unserer Bildergalerie:

Brauch der Zusammenkunft: Das Osterfeuer

Das Osterfeuer wurde schon zu heidnischer Zeit als Frühlingsfeuer entzündet und verehrt. Als Symbol für Wärme, Wachstum und Fruchtbarkeit sollten die großen Feuer zum Frühjahr die Sonne auf die Erde locken. Dieser Brauch ging in die christliche Ostertradition über. Heute treffen sich die Menschen in vielen Dörfern und Städten zum Osterfeuer, um gemeinsam zu feiern.

Symbol für das Licht des Lebens: Osterkerze

Das kleine Feuer der Kerze steht für das Licht des Lebens, genauer für das Leben Jesu, der den Tod überwunden hat. Bereits im 4. Jahrhundert entstand die Tradition der Osterkerze im Christentum.

In der Nacht von Karfreitag auf Ostersamstag wird die Osterkerze am Osterfeuer entzündet und dann in einer Prozession in die Kirche getragen. An der Osterkerze entzünden die Gläubigen weitere Kerzen. Das Erleuchten der dunklen Kirche mit Kerzen, versinnbildlicht das Lichtwerden auf Erden mit der Auferstehung Jesu.

Was ist Ostern also? Ein Fest, das sich aus vielen verschiedenen kulturellen Bräuchen zusammensetzt, um so zu werden, wie es heute gefeiert wird. Bleibt nur noch eine Frage:

Was haben eigentlich die Osterinseln mit Ostern zu tun?

Ganz einfach: Die Inselgruppe im Pazifik, die für ihre riesigen, mysteriösen Steinköpfe berühmt ist, wurde zufällig an einem Ostersonntag von einem niederländischen Seefahrer "entdeckt". Das war im Jahr 1722. Selbstverständlich waren die Inseln schon früher besiedelt – von Polynesiern, die die Moai-Statuen erbaut hatten.

Weltweit gibt es übrigens die unterschiedlichsten Osterbräuche und Sitten. Einiges wird Ihnen bekannt vorkommen, anderes sicherlich auch etwas fremd. Aber wie das mit Kultur ist, entwickelt sie sich stetig weiter und vermischt sich auch gerne.

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