Aktualisiert: 15.09.2021 - 21:03

Bei Bargeldeinzahlungen Das sind die neuen Regeln für Bank- und Sparkassen-Kunden

Von der Redaktion

Wer Bargeld einzahlen will, muss seit einigen Wochen neue Regeln beachten.

Foto: Getty Images/F.J. Jimenez

Wer Bargeld einzahlen will, muss seit einigen Wochen neue Regeln beachten.

Wer Kunde bei Bank oder Sparkasse ist, sollte sich über die neuen Regeln informieren. Hier lesen Sie, was sich bei Bargeldeinzahlungen ändert.

Mit Geld ist es so eine Sache: Viele Menschen wollen sich nicht damit beschäftigen und sind doch froh, wenn die Finanzen irgendwie geregelt sind. Doch manchmal kommt man nicht drum herum, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Erst recht, wenn die Institute Änderungen vornehmen, die einen selbst betreffen.

So ist es nun nämlich für viele Kunden von Banken und Sparkassen, die sich auf neue Regeln einstellen müssen. Welche das sind, seit wann sie gelten und worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie hier. Das ist nicht zuletzt auch für "Finanzmuffel" gut zu wissen.

Sparkasse und Banken: Das sind die neuen Regeln für Kunden

Seit dem 9. August 2021 sollten Bank- und Sparkassenkunden einige neue Dinge beachten. So wird bei Bargeldeinzahlungen über 10.000 Euro ein Herkunftsnachweis über den Einzahlungsbetrag notwendig. Diesen verlangt nun die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von den Kreditinstituten, um Geldwäsche zu verhindern.

Privatkunden müssen auch bei Teilbeträgen, die eine Summe von 10.000 Euro überschreiten, belegen, woher das Geld stammt. Nicht nur für Bargeld gilt die neue Regel, sondern auch für andere Bartransaktionen.

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Belege auch bei anderen Transaktionen notwendig

Ein Herkunftsnachweis, zum Beispiel für einen Edelmetallankauf, wird dann schon ab einer Höhe von über 2.500 Euro verlangt, wenn die Transaktion nicht über die eigene Bank lief. Wer die Herkunft des Geldes oder der Transaktion nicht belegen kann, muss damit rechnen, dass das Institut das Geschäft ablehnt. Das gilt nur für Privatkunden, nicht aber für gewerbliche Kunden.

Doch wie können solche Belege aussehen? Die BaFin gibt einige Möglichkeiten an für den Nachweis der Herkunft von Bargeldeinzahlungen. So ist für Kunden zum Beispiel ein aktueller Kontoauszug des eigenen Kontos bei einer anderen Bank oder Sparkasse erlaubt, wenn daraus die Barauszahlung zu entnehmen ist.

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Testament und Erbschein taugen als Nachweis

Möglich ist auch eine Barauszahlungsquittung einer anderen Bank oder Sparkasse oder aber das Sparbuch, wenn daraus die Barauszahlung hervorgeht. Außerdem kann man dem jeweiligen Institut Verkaufs- und Rechnungsbelege vorlegen, die eine große Summe Bargeld nachweisen, zum Beispiel aus einem Autoverkauf.

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Wer geerbt hat, kann als Nachweis auch ein Testament oder einen Erbschein angeben. Schenkungsverträge, Schenkungsanzeigen und Quittungen über Sortengeschäfte werden von den Instituten und der BaFin ebenfalls akzeptiert.

Diese neuen Regeln sollten Bank- und Sparkassenkunden unbedingt beachten, wenn das nächste Mal große Bargeldeinzahlungen anstehen sollten. Ohne Herkunftsnachweis wird es sonst nämlich schwer.

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