Aktualisiert: 13.09.2021 - 20:32

Trotz Verschlüsselung Wussten Sie, dass WhatsApp Ihre Chats DOCH mitlesen kann?

Von der Redaktion

Was Sie über den Messenger WhatsApp wissen sollten

Was Sie über den Messenger WhatsApp wissen sollten

Weit über eine Milliarde Menschen nutzen den Dienst WhatsApp. Was der Messenger alles kann, wo er mehr kann und wer sein härtester Konkurrent ist, verrät dieses Video.

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Viele Nutzer glauben, dass WhatsApp ein sicherer Messenger sei. Doch in einigen Fällen können Chats mitgelesen werden. Hier erfahren Sie mehr.

WhatsApp-Nutzer:innen kommunizieren teilweise mehrere Stunden in der Woche über den Messenger mit Freunden und Familie. Dabei werden private Nachrichten ausgetauscht, Bilder und Videos verschickt. Viele gehen davon aus, dass der Dienst durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sicher ist und die Daten geschützt sind. Doch das stimmt nur teilweise.

Tatsächlich kann WhatsApp in einigen Fällen Chats mitlesen. Das dürfte viele Nutzer beunruhigen. Wir erklären, wann das der Fall ist und welche Informationen vom Messenger bei Bedarf abgefangen werden.

WhatsApp: Chats können in einigen Fällen DOCH mitgelesen werden

"t-online.de" bezieht sich auf einen Bericht des US-Magazins "ProPublica". Demnach erhält WhatsApp Zugriff auf Nachrichten, die von Nutzer:innen gemeldet wurden. WhatsApp selber hat darüber bereits informiert, kann als Folge Nutzende, die gegen Nutzungsbedingungen verstoßen, sogar sperren.

"Propublica" kennt weitere Details zu den Chats, die WhatsApp mitlesen kann. Demnach kann WhatsApp nicht nur die gemeldete Nachricht einsehen, sondern auch die vergangenen vier Nachrichten im Chatverlauf. Dazu gehören auch versendete Bilder und Videos. Insgesamt erhält WhatsApp also Zugriff auf die letzten fünf Nachrichten.

Kennen Sie schon die neue WhatsApp-Funktion für Emoji-Reaktionen? Und hier lesen Sie übrigens mehr zur neuen WhatsApp-Alternative, die komplett anonym sein soll.

1.000 Mitarbeiter werten Chats aus

Doch wer liest die Chats und wer wertet sie aus? Es sind keine WhatsApp-Mitarbeiter:innen, sondern dem Bericht zufolge über 1.000 Vertragsarbeiter:innen weltweit, die in Austin, Dublin und Singapur sitzen. Sie werden für den Job von der Unternehmensberatung "Accenture" akquiriert und erhalten pro Stunde 14 Euro – dafür müssen sie in unter einer Minute Entscheidungen treffen.

Doch das ist noch nicht alles. WhatsApp sammelt außerdem Metadaten seiner Nutzer:innen über einen Algorithmus und vergleicht sie mit "verdächtigen Kontoinformationen". "ProPublica" zufolge gehören dazu Name, Profilbilder, Handynummer und der jeweilige Status.

Fallen Sie nicht auf diesen WhatsApp-Betrug herein! Und übrigens: Diesen WhatsApp-Zahlencode sollten Sie nicht weitergeben.

WhatsApp greift sensible Metadaten ab

Auch die Zeitzone des Smartphones, Sprache, Akkustand, Handy-ID, IP-Adresse, die Stärke des Funksignals, das Betriebssystem und mögliche Facebook- und Instagram-Accounts werden erfasst sowie die Information, ob früher schon einmal gegen Nutzungsbedingungen verstoßen wurde.

Diese Metadaten sind extrem umfassend und können weitreichende Konsequenzen haben. Der berühmte US-Whistleblower Edward Snowden warnte bereits in der Vergangenheit davor, diese zu unterschätzen. Bekannt ist auch der Fall einer ehemaligen Mitarbeiterin des US-Finanzministeriums, die laut "ProPublica" Informationen über verdächtige Transaktionen an die Nachrichtenplattform "BuzzFeed News" weitergeleitet hatte.

Hier lesen Sie, wie WhatsApp-Bilder nicht mehr automatisch gespeichert werden. Und wussten Sie schon, dass eine neue Funktion nur nocj einmaliges Ansehen von Fotos auf WhatsApp erlaubt?

Frau landete wegen WhatsApp-Daten im Gefängnis

Die Frau als auch die Journalisten, mit denen sie zusammenarbeitete, kommunizierten über WhatsApp und dachten, der Messenger sei wegen der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sicher. Doch sie hatten sich getäuscht. WhatsApp leitete die Metadaten der Whistleblowerin an das FBI weiter, die Frau landete daraufhin im Gefängnis.

Die von WhatsApp gespeicherten Metadaten können also weitreichende Konsequenzen haben und Informationen über Nutzende Stück für Stück zu einem Puzzle zusammenfügen. Es macht deshalb Sinn, auf seine Daten und die Informationen, die man Preis gibt, aufzupassen.

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