Aktualisiert: 10.09.2021 - 20:59

Zoff hinter den Kulissen McDonald's' Problem mit den kaputten McFlurry-Maschinen

Von der Redaktion

Kunden lieben den McFlurry von McDonald's. Doch bei der Eisproduktion kommt es immer wieder zu Ausfällen der Maschinen.

Foto: Getty Images/NurPhoto / Kontributor

Kunden lieben den McFlurry von McDonald's. Doch bei der Eisproduktion kommt es immer wieder zu Ausfällen der Maschinen.

Der McFlurry ist ein Verkaufsschlager bei McDonald's. Doch immer wieder streiken die Eismaschinen. Dahinter steckt ein erbitterter Rechtsstreit.

Bei McDonald's sind nicht nur Burger und Pommes Verkaufsschlager, sondern auch Eis. Der McFlurry ist ein Klassiker des Fast-Food-Riesen, der im Sekundentakt weltweit über die Verkaufstheke geht – wenn denn die Eismaschinen funktionieren. Und genau da liegt das Problem. In Kanada und den USA kann das berühmte Eis regelmäßig nicht hergestellt werden.

Die kaputten Maschinen, die den McFlurry produzieren, werden für McDonald's zum großen Problem. Worum es beim Ärger um die Eisproduktion geht und welcher juristische Streit dahinter steckt, erfahren Sie hier.

McFlurry-Maschinen: McDonald's hat Ärger mit der Eisproduktion

Sahniges Softeis mit Vanillegeschmack, am besten mit süßer Sauce und vielen bunten Toppings wie Keksstückchen oder Schokolade: So lieben McDonald's-Fans ihren McFlurry Doch 12,21 Prozent aller McFlurry-Maschinen sind in den USA und Kanada kaputt. Schön und gut, möchte man denken, das kommt auch bei großen Unternehmen nun mal vor. McDonald's gab sich zuletzt selbstironisch und scherzte über die defekten Geräte.

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Doch um das zartschmelzende Eis ist ein ernsthafter Streit entbrannt, weiß der "Stern". Sogar die Federal Trade Commission wurde nun auf das Problem aufmerksam. Die Behörde ist bundesweit für die Überwachung des Handels in den USA verantwortlich und hat eine offizielle Anfrage an McDonald's herausgeschickt, wie das "Wall Street Journal" berichtete.

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Maschinen vom Drittunternehmen sind fehleranfällig

Wie wohl auch viele Kunden will die Behörde wissen, weshalb die Eismaschinen so oft ausfallen. Experten zufolge spielt McDonald's dabei nur eine untergeordnete Rolle. Denn der Konzern bezieht die Geräte vom Drittunternehmen "Taylor".

Dessen Eismaschinen sind bei McDonald's-Mitarbeitern nicht sonderlich beliebt. Der Automat ist komplex, da er nicht nur Eis, sondern auch Milkshakes herstellt. Laut "Wall Street Journal" komme es bereits seit Jahren häufig zu Fehlern, selbst eine minimale Abweichung bei der Menge an Zutaten könne die ganze Maschine lahmlegen. Außerdem ist der Reinigungszyklus mit vier Stunden extrem lang und darf nicht unterbrochen werden, ohne das von vorne begonnen werden muss.

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Heftiger Rechtsstreit zwischen Drittunternehmen

"Taylor" hat bei der Wartung der Maschinen seine eigenen Prinzipien. Sind Maschinen defekt, soll nur eigenes Personal von "Taylor" sich um die Maschinen kümmern. Das bedeutet aber, dass die Automaten so lange stillstehen, bis jemand sich mit dem Problem vor Ort auseinandersetzt. Das kostet Zeit und behindert die McFlurry-Produktion.

Das Unternehmen "Kytch" hingegen ist ein Start-up, das ein Tool entwickelt hat, mit dem Fehlermeldungen defekter Eismaschinen auch von Dritten ausgelesen werden können. Viele McDonald's-Filialen setzen mittlerweile auf die Geräte von "Kytch", weil das eigene Personal Probleme damit selber beheben kann. Doch durch diese Technologie entwickelte sich bereits vor Jahren ein heftiger Rechtsstreit zwischen "Taylor" und "Kytch".

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"Taylor" wollte "Kytch"-Gerät kopieren

"Kytch" weigerte sich demnach, "Taylor" eines seiner Auslesegeräte bereitzustellen. Laut des Start-ups soll der Konkurrent es trotzdem über Tarnadressen versucht haben. Über einen McDonald's-Lizenznehmer sei "Taylor" schließlich an eines der "Kytch"-Geräte gekommen. Das führte zu einer einstweiligen Verfügung gegen den Eismaschinen-Produzenten. Denn es besteht der Verdacht, dass "Taylor" die Geräte kopieren will. Das Unternehmen muss erhaltene Geräte zurückgeben und darf nicht versuchen, neue zu erwerben.

Nun droht McDonald's Ärger mit der Handelsbehörde. Dem "Wall Street Journal" zufolge wurden bisher weder die sich duellierenden Unternehmen "Taylor" noch "Kytch" von der Federal Trade Commission kontaktiert. Es bleibt abzuwarten, wie das Eis-Problem in Zukunft gelöst werden kann.

Leidtragende des Zoffs hinter den Kulissen sind die McDonald's-Kunden, die ohne ihren McFlurry auskommen müssen, wenn die Eismaschinen wieder einmal stillstehen.

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