Aktualisiert: 09.09.2021 - 12:32

Zitterpartie um beliebte Telenovelas Das Geld fehlt: Aus für "Sturm der Liebe" und "Rote Rosen"?

Von Redaktion

Zahlreiche Fans, vor allem Frauen, dürften extrem erzürnt darüber sein, wenn die Serien "Sturm der Liebe" und "Rote Rosen" aus Geldgründen tatsächlich abgesetzt würden...

Foto: Getty Images / gpointstudio

Zahlreiche Fans, vor allem Frauen, dürften extrem erzürnt darüber sein, wenn die Serien "Sturm der Liebe" und "Rote Rosen" aus Geldgründen tatsächlich abgesetzt würden...

Schon länger heißt es, dass die ARD ihre Serien "Sturm der Liebe" und "Rote Rosen" eindampfen könnte. Wie sich Mitwirkende äußern, wie Fans dagegen vorgehen.

Seit vielen Jahren gehören die Telenovelas zum täglichen TV-Programm, erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Und dennoch steht im Raum, den Serien "Sturm der Liebe" und "Rote Rosen" könnte das Aus drohen: Das nötige Geld dafür soll fehlen. Wie der Stand der Dinge ist, wie sich Mitwirkende und Fans äußern.

"Sturm der Liebe" und "Rote Rosen": Was ist dran am Aus für die Serien?

Herz, Schmerz, Tränen und Glück: Für viele ist Fernsehen ohne "Sturm der Liebe" und "Rote Rosen" kaum denkbar. Ein Glück hat die ARD in der Vergangenheit immer wieder ja zu neuen Folgen gesagt – auch in diesem Frühjahr. So hieß es im März 2021, jeweils mehr als 300 Folgen bis Ende 2022 seien gewiss. Eigentlich hatte auch niemand mit einer anderen Entscheidung gerechnet.

Doch die neue ARD-Programmdirektorin Christine Strobl lässt erste Zweifel am Weiterbestehen aufkommen. Dem TV-Magazin Hörzu sagte sie erst kürzlich: "Wir sind auf der Suche nach Lösungen finanzieller Natur, aber auch nach Ersatzprogrammen." Sie wisse, dass die beiden täglichen Serien "sowohl im klassischen Fernsehen als auch in der Mediathek sehr beliebt" seien. Bestätigen könne sie die Einstellungen noch nicht. Aber dass das Geld für "Sturm der Liebe" und "Rote Rosen" fehle, sei zutreffend.

Zu diesen Äußerungen befragt, sagt "Rote Rosen"-Produzent Jan Diepers im Interview mit dem Online-Magazin dwdl.de, es sei ein ganz normaler Prozess, jedes Jahr Inhalte und Kosten neu zu verhandeln und um eine Verlängerung zu kämpfen – entsprechend bestehe natürlich die Möglichkeit, dass "Rote Rosen" und "Sturm der Liebe" nach 2022 nicht fortgeführt werden. Doch er macht auch Hoffnung: "Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass die ARD das Feld von täglichen Serien künftig komplett RTL überlassen möchte."

Das sagen Schauspieler:innen zum drohenden Aus

Nico Gutjahr hatte in seiner Webtalkshow auf YouTube erst kürzlich zwei Mitwirkende der beiden Serien als Talkgäste eingeladen. Schauspieler Stefan Hartmann, der die Rolle des Maximilian Richter bei "Sturm der Liebe" spielt, sagte zum möglichen Ende der Serie: "Man denkt drüber nach. Das hat ja schon was mit meiner persönlichen Arbeit zu tun – ob die weiterhin stattfinden kann oder nicht." Und weiter: "Ich hoffe, wenn man gute Arbeit leistet – und ich denke, das tun wir –, wird die Serie fortgesetzt. Wir haben eine sehr sehr große Fan-Gemeinde, und ich hoffe, dass wir nicht zum Auslaufmodell werden und weiter Leute unterhalten können."

Auch Yun Huang war bei Nico Gutjahr zu Gast. Sie verkörpert Ellen Reichard bei "Rote Rosen." Angesprochen auf die Quote, die für eine Serie relevant sei, sagte sie, die Diskussion darüber mache "nicht so viel" mit ihr – die Schauspieler:innen seien für ihren Teil der Geschichte verantwortlich. Aber es gebe noch so viel mehr Mitarbeiter:innen am Set und hinter den Kulissen, da könne man nur einen kleinen Teil beeinflussen. Und sie findet: "Quoten haben so viele Faktoren. Allein, wie die Quoten gemessen werden… da kann man auch hinterfragen, ob das die zeitgemäße und perfekte Methode ist und ob das auch wirklich zuverlässig ist."

So reagieren Fans auf das mögliche Ende der Serien

Die zahlreichen Fans der Telenovelas sind erbost – und wollen das drohende Aus nicht einfach so hinnehmen. Auf der Seite change.org haben sie zwei Petitionen gestartet, die eine Absetzung von "Sturm der Liebe" verhindern sollen. Wer ebenfalls gegen das Ende der Serie ist, kann sich dort eintragen: je mehr zusammenkommen, desto besser.

Auf Social Media und den Webseiten der Verantwortlichen wettern sie ebenfalls und machen aus ihrem Frust keinen Hehl. So äußert sich ein Fan auf der Webseite der ARD entrüstet: "Wenn diese beiden Serien abgesetzt werden, könnt ihr den ganzen Sender gleich verschrotten. Wie kann man nur darüber nachdenken, die beiden erfolgreichsten Sendungen zu kappen?" Auf der Fanpage von "Sturm der Liebe" heißt es etwa: "Wir zahlen doch Gebühren? Was soll das? Diese beiden Serien sind doch sehr beliebt." Und bei "Rote Rosen" auf Facebook schreibt ein Fan: "rote Rosen muss bleiben, dann eher SdL einstellen".

Bleibt abzuwarten, ob die ARD tatsächlich das Ansinnen in die Tat umsetzt, die Serien abzusetzen. Wie sagte Christine Strobl im Interview mit Goldene Kamera? "Im klassisch-linearen Fernsehen setzen wir auf Verlässlichkeit." Für einen Gutteil der deutschen Bevölkerung, die diese Form von TV schätzt, dürften die beiden Serien zu dieser Verlässlichkeit absolut dazugehören!

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