Aktualisiert: 05.08.2021 - 12:01

Daten der DAK Weniger Fehltage durch Homeoffice – aber dieses Leiden nahm zu!

Viele waren im Homeoffice weniger von Atemwegserkrankungen betroffen. Aber die Häufigkeit eines anderen Leidens wuchs stattdessen an.

Foto: Getty Images/Westend61

Viele waren im Homeoffice weniger von Atemwegserkrankungen betroffen. Aber die Häufigkeit eines anderen Leidens wuchs stattdessen an.

Corona-Regeln und Homeoffice haben Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Wir leiden weniger an Atemwegserkrankungen, aber seelisch ging es bergab.

Na, arbeiten Sie auch schon eine Weile im Homeoffice? Ist Ihnen dabei vielleicht aufgefallen, dass Sie sich weniger im Job krankmelden mussten? Erkältet waren Sie vielleicht schon lang nicht mehr. Dafür fühlen Sie sich aber seelisch nicht mehr ganz so wohl? Das scheint vielen so zu gehen, wie nun die Krankenkasse DAK herausgefunden hat. In der ersten Jahreshälfte sollen in niedersächsischen Unternehmen weniger Fehltage zusammengekommen sein, dafür hat an einer anderen Stelle das Leiden zu genommen. Dies betrifft die psychische Komponente der Versicherten.

Mehr Homeoffice führte zu weniger Fehltagen, aber ein Leiden verschlimmerte sich

Laut der Deutschen Presse-Agentur und RTL hat die Krankenkasse DAK für die erste Jahreshälfte ermittelt, dass in zahlreichen niedersächsischen Betrieben das Arbeiten im Homeoffice dazu beigetragen hat, die Krankentage zu reduzieren. 10 Prozent weniger Fehltage hat es in diesem Zeitraum im Vergleich zum selben im Jahr 2020 gegeben.

Atemwegserkrankungen haben einen Rückgang erfahren, wie das Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) in Berlin herausfand. In der Häufigkeitsliste belegen sie nur noch den vierten Platz mit 5,8 Prozent. Zuvor lagen sie auf dem dritten Platz mit 16,1 Prozent. Infektionen waren ebenso rückläufig. Lag der Wert vorher bei 5,1 Prozent, betrug er schließlich nur noch 2,9 Prozent. Die Maßnahmen also, die eingeführt wurden, um die weltweite Pandemie in den Griff zu bekommen, tragen auch andernorts Früchte. Darauf wies auch Dirk Vennekold, DAK-Landeschef, hin: "Wir sehen hier deutlich, wie Abstands- und Hygieneregeln nicht nur vor Corona schützen".

Psychische Leiden und Rückenleiden auf dem Vormarsch

Dass Atemwegserkrankungen und Fehltage rückläufig sind, ist eine gute Nachricht. Diese wird jedoch getrübt, wenn man einen Blick auf die Leiden wirft, die wiederum in letzter Zeit Aufschwung erfahren haben. Die psychischen Erkrankungen stiegen von 17,1 Prozent auf 19,5 Prozent an. Liegen aber weiterhin auf dem zweiten Platz.

Ebenso zunehmend zeigten sich neben Kreislaufproblemen auch Muskel- und Knochenbeschwerden, worunter auch Rückenbeschwerden fallen. Diese verzeichneten einen Anstieg um 4,4 Prozent (von 21,4 Prozent auf 25,8 Prozent). Mit diesem Leiden mussten sich die meisten aus dem Homeoffice krankmelden.

Leiden Sie auch an Rückenschmerzen? Dann schauen Sie mal in unser Video, was Sie dagegen tun können:

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