Aktualisiert: 05.08.2021 - 20:10

Enkeltrick übers Smartphone Fallen Sie nicht auf diesen WhatsApp-Betrug herein!

Von der Redaktion

Betrüger nutzen WhatsApp, um sich als angebliche Enkel auszugeben und um Geld zu bitten.

Foto: Getty Images/SOPA Images / Kontributor

Betrüger nutzen WhatsApp, um sich als angebliche Enkel auszugeben und um Geld zu bitten.

Ältere Menschen werden mit dem Enkeltrick abgezockt. Dieser Betrug wird auch über WhatsApp begangen. Hier lesen Sie, wie Sie sich davor schützen.

Um an Bares zu kommen, gehen Betrüger oft sehr perfide vor. In den vergangenen Jahren hat sich dabei der sogenannte Enkeltrick etabliert. Betrüger geben sich als Enkel aus, rufen ältere Menschen an und bitten sie um Geld oder Wertgegenstände wie Schmuck. Leider fallen viele Senioren darauf herein und werden skrupellos abgezockt.

Doch Kriminelle lassen sich immer neue Methoden einfallen, um an Geld zu kommen. Sie rufen nicht mehr als vermeintliche Enkel an, sondern agieren über Messenger-Dienste. Die Polizei warnt deshalb nun vor Betrug mit dem Enkeltrick über WhatsApp. Hier erfahren Sie, wie die Betrugsmasche abläuft und wie Sie sich davor schützen.

WhatsApp: So verhindern Sie Betrug mit dem Enkeltrick

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat beschrieben, wie die Betrüger vorgehen, um an Geld zu gelangen. Sie schreiben Senioren per WhatsApp an. Zunächst beginnen die Chatverläufe harmlos. Der angebliche Enkel gibt vor, dass das Handy kaputt gegangen sei und man deswegen mit einer neuen Telefonnummer schreibe. Die alte Nummer des angeblichen Enkels könne einfach gelöscht werden.

Das ist ein erstes Warnzeichen, hier handelt es sich um einen Trugschluss. Denn sollte ein Handy tatsächlich den Geist aufgeben, könnte man mit der SIM-Karte die gleiche Nummer weiter nutzen. Kriminelle gehen im Laufe des Chats dazu über, die betroffene Person zu bitten, eine bestimmte Summe Geld auf ein Konto zu überweisen.

Es gibt noch mehr heimtückische Betrugsmaschen: Diesen WhatsApp-Zahlencode sollten Sie nicht weitergeben. Außerdem erklären wir hier, wie sich WhatsApp vor fremden Blicken schützen lässt.

Kriminelle geben sich als Enkel, Sohn oder Tochter aus

Der Vorwand dahinter: Es handelt sich um eine angebliche Rechnung, die der angebliche Enkel nicht selber überweisen kann, weil Onlinebanking nicht möglich ist. Spätestens hier sollten die Alarmglocken bei Betroffenen läuten.

Laut des Faktenprüfportals "Mimikama" sollen sich die Betrüger bei WhatsApp nicht nur als Enkel ausgeben, sondern auch als Söhne oder Töchter der betroffenen Senioren. Sie sollten deshalb genau prüfen, ob es sich bei der Nachricht, die Sie erhalten, wirklich um eine Mitteilung Ihres Enkels oder Ihres eigenen Kindes handelt.

Hier lesen Sie, wie WhatsApp-Bilder nicht mehr automatisch gespeichert werden.

So schützen Sie sich vor Betrug

Doch wie können sich WhatsApp-Nutzer vor dem Enkeltrick-Betrug abschirmen? Sie sollten die Nummern unbekannter Personen zunächst nicht automatisch speichern, empfiehlt die Polizei Nordrhein-Westfalen. Es sollte nachgefragt werden, ob das Handy wirklich kaputtgegangen ist.

Wer Kriminellen auf die Spur gekommen ist, sollte außerdem in seinem Umfeld Freunde, Bekannte und Verwandte vorwarnen. Denn leider fallen trotz Hinweisen immer wieder Menschen, vor allem Ältere, auf die fiese Betrugsmasche herein und verlieren dadurch viel Geld. Das sollte dringend verhindert werden.

Ungenutzte Accounts und Online-Konten löschen

Grundsätzlich sollten Sie achtsam mit Ihren Daten wie der Handynummer umgehen. Leider lässt sich aber nicht immer vermeiden, dass Betrüger an sensible Informationen gelangen. Oft sind es Datenlecks bei Unternehmen, die dazu führen, dass Kriminelle an Ihre Nummern herankommen. Überlegen Sie deshalb auch, in welchen Foren oder bei welchen Onlinehändlern Sie noch alte, ungenutzte Konten haben und löschen Sie diese umgehend.

Außerdem sollten Sie Ihre Privatsphäreeinstellungen auf WhatsApp überprüfen. In einigen Fällen können unbekannte Nummern über den Messenger Ihr Profilbild einsehen. So können Informationen über Betroffene gesammelt oder erraten werden. Anhand von Fotos lässt sich zum Beispiel das Alter einschätzen, sodass Kriminelle eine persönliche Anrede wie "Oma" anwenden können, um Vertrauen zu gewinnen und ihre Masche anzuwenden.

Diese neue Funktion bei WhatsApp erlaubt nur ein einmaliges Ansehen von Fotos. Und hier erfahren Sie mehr zum Datenschutz bei WhatsApp und wie mehr Privatsphäre beim Messenger garantiert werden soll.

Seien Sie also vorsichtig und durchaus skeptisch bei Nachrichten von neuen Nummern. Dahinter könnte sich der perfide Enkeltrick über WhatsApp verbergen, mit denen Betrüger Sie abzocken wollen.

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