Aktualisiert: 31.07.2021 - 19:40

Beliebtes Zahlungsmittel So viel Bargeld horten die Deutschen zu Hause

Von der Redaktion

Bargeld findet sich bei vielen Deutschen im Portemonnaie und büßt kaum an Beliebtheit ein. So viel horten wir davon!

Foto: Getty Images/ Thomas Ruecker

Bargeld findet sich bei vielen Deutschen im Portemonnaie und büßt kaum an Beliebtheit ein. So viel horten wir davon!

Es ist das meistgenutzte Zahlungsmittel: Bargeld. Warum es so beliebt ist und wie viel davon in Deutschland gehortet wird, erfahren Sie hier.

In Zeiten der Corona-Pandemie hat bargeldloses Zahlen zugenommen, denn so lassen sich Kontakte reduzieren. Immer mehr Menschen nutzen Giro- oder Kreditkarten oder begleichen Rechnungen sogar mit dem Handy. Haben sich die Verbraucher also vom Bargeld verabschiedet? Keineswegs!

Trotz digitaler Zahlmethoden und wachsendem Online-Handel wird immer noch gerne mit Cash bezahlt. Die Deutschen setzen weiterhin stark auf Bargeld – und horten es daheim. Wieviel Bares in den eigenen vier Wänden gesammelt wird, erfahren Sie hier.

Bargeld: So horten die Deutschen zu Hause

Obwohl während der Pandemie digitales Zahlen zugenommen hat, sind immer noch viele Scheine und Münzen im Umlauf, wie die Bundesbank mitteilte. Vorstand Johannes Beermann sagte: "Ich vermute, dass die Menschen in der Corona-Krise aus Verunsicherung und wegen fehlender Möglichkeit, Geld auszugeben, Bargeld gehortet haben."

Die Unsicherheit durch Corona sei zu groß. Laut Angaben der Bundesbank werde ein Großteil des Bargeldes zusammengehalten. Vermutet wird, dass etwa 40 Prozent der Bargeldnachfrage in Deutschland im Inland gehortet wird.

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Strafzinsen schrecken Bankkunden ab

Doch was ist der Grund dafür? Geschäfts- und Privatkunden von Banken werden immer häufiger mit Negativzinsen abgeschreckt. 0,5 Prozent Strafzinsen fallen für Geschäftsbanken im Euroraum an, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ablegen. Diese Kosten werden oftmals an die Kunden weitergegeben.

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Insgesamt wird Bargeld noch immer als sicheres Wertaufbewahrungsmittel gesehen. Zu Beginn der Pandemie im März 2020 stieg der von der Bundesbank ausgegebene Wert der Scheine um 9,5 Prozent. Das ist außergewöhnlich hoch, einen ähnlich hohen Anstieg gab es zuletzt im Jahr 2014.

Bargeld ist meistgenutztes Zahlungsmittel

Noch sei nicht abzuschätzen, wie sich der Bargeld-Trend in Zukunft entwickle, so Beermann. Aktuell würden die Bargeldeinzahlungen und -auszahlungen aber zunehmen. Die Bundesbank gab Banknoten im Wert von 839 Euro aus, die Ende Mai 2021 in Umlauf waren. Das waren rund 52 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

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Bargeld ist also immer noch attraktiv. Laut der Bundesbank ist es mit einem Anteil von 60 Prozent das meistgenutzte Zahlungsmittel in Deutschland. Auch wenn die Kartenzahlung durch die Pandemie zugenommen hat, ist Bargeld aus dem öffentlichen Leben wohl kaum wegzudenken. Denn dafür wird es zu viel gehortet.

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