27.07.2021 - 09:49

Neuer Name, neues Glück? Gibt es bald kein "Karstadt" und "Kaufhof" mehr?

Von der Redaktion

Gut möglich, dass wir diesen Schriftzug bald nicht mehr in unseren Innenstädten sehen werden. Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) plant im Rahmen der Umstrukturierung der Warenhäuser auch deren Umbenennung.

Foto: imago images/bodenseebilder.de

Gut möglich, dass wir diesen Schriftzug bald nicht mehr in unseren Innenstädten sehen werden. Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) plant im Rahmen der Umstrukturierung der Warenhäuser auch deren Umbenennung.

Die Umstrukturierung der Kaufhaus-Ketten Karstadt und Galeria Kaufhof ist in vollem Gang. Der Konzern plant sogar einen neuen Namen…

Bereits vor der Corona-Krise hatten Deutschlands Kult-Kaufhäuser eine lange Talfahrt hinter sich. Die Lockdown-bedingten Zwangsschließungen waren der Nagel des Sarges von Karstadt und Galeria Kaufhof. Doch die Warenhäuser sollen bald wieder in neuem Glanz erstrahlen – auch, wenn dafür umfassende Umstrukturierungen notwendig sind. Nun plant der Konzern Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) offenbar sogar eine Umbenennung: Verschwinden die vertrauten Schriftzüge "Karstadt" und "Kaufhof" bald endgültig aus unseren Fußgängerzonen?

Karstadt und Galeria Kaufhof bekommen einen neuen Namen

Der Vorstandschef von Galeria Karstadt Kaufhof, Miguel Müllenbach, kündigte im Gespräch mit dem Handelsblatt an, dass sich der Konzern "Ende Oktober mit unserem Konzept Galeria 2.0 strategisch neu aufstellen" wolle. Dazu sollen die Filialen nicht nur umstrukturiert und umgebaut werden, sondern in Zukunft auch gleich heißen – die Unterscheidung zwischen Galeria Kaufhof und Karstadt wird damit wohl der Vergangenheit angehören. Stattdessen werden die Warenhäuser wahrscheinlich den Namen Galeria tragen.

Weitere Details über die strategische Neuausrichtung des Konzerns sollen im Herbst bekanntgegeben werden. Drei Filialen in Frankfurt, Kassel und Kleve sollen bis dahin bereits vollständig umgebaut werden, insgesamt sollen zwischen 50 und 60 der insgesamt 131 Filialen in Deutschland folgen. Der Rest soll teilweise umgebaut werden. 600 Millionen Euro will GKK in dieses Vorhaben investieren. Bereits letztes Jahr wurde auch die Schließung einiger Filialen von Karstadt und Galeria Kaufhof angekündigt.

Online-Angebot soll ausgebaut werden

Ein Grund für die abnehmende Beliebtheit und den Umsatzrückgang der Warenhäuser ist der Siegeszug von Online-Händlern wie Amazon und Co. Bereits vor der Corona-Krise zeichnete sich dieser Trend deutlich ab, die Lockdowns befeuerten die Entwicklung dann zusätzlich. Unter anderem wurde deshalb letztes Jahr eine Paketsteuer für den Online-Handel diskutiert, die dem Innenstadtsterben entgegenwirken sollte.

Dem Online-Handel hatte GKK bislang keine besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen, Miguel Müllenbach spricht von "Versäumnissen von Jahrzehnten". Das soll sich nun aber ändern: GKK plant, auf den Online-Shopping-Zug aufzuspringen: 100 Millionen Euro sollen allein in den Ausbau des Online-Angebots investiert werden. Ab Herbst wolle man dann "online in einer ganz anderen Liga spielen". Auch Giganten wie Media Markt und Saturn schließen Filialen – und setzen stattdessen verstärkt auf Online-Shopping.

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