Aktualisiert: 26.07.2021 - 16:02

Die letzte Ruhe "See des Todes": Dieses deutsche Ehepaar wird auf dem Mond bestattet

Von der Redaktion

Der Mond übt auf viele Menschen eine ganz besondere Faszination aus. Ein deutsches Ehepaar wird nun sogar im Mondsee "See des Todes" beigesetzt.

Foto: Getty Images/ Mark Newman

Der Mond übt auf viele Menschen eine ganz besondere Faszination aus. Ein deutsches Ehepaar wird nun sogar im Mondsee "See des Todes" beigesetzt.

Zeit ihres Lebens übte das Weltall eine große Faszination auf Irmgard und Karl-Heinz aus. Nun sollen sie auf dem Mond ihre letzte Ruhe finden.

Zugegeben: In Zeiten, in denen Milliardäre regelrechte Weltraum-Wettrennen veranstalten und die Besiedelung des Mars vielen wie der nächste logische Schritt in der Geschichte der Menschheit erscheint, mag das All für viele an Zauber eingebüßt haben. Nicht jedoch für Irmgard und Karl-Heinz aus Neuss. Ihre Faszination für den Weltraum blieb ihr Leben lang ungebrochen – nun soll dessen ewige Stille sie auch nach ihrem Ableben begleiten. Die Asche des deutschen Ehepaars wird im "See des Todes" bestattet – auf dem Mond!

Bestattung auf dem Mond: "See des Todes" ist letzte Ruhestätte für deutsches Ehepaar

Wie die Bild-Zeitung berichtete, werden Irmgard († 64) und Karl-Heinz († 58) aus Neuss bald als erste Deutsche auf dem Mond beerdigt. Zu Lebzeiten teilte das Paar die Faszination für die unendlichen Weiten des Kosmos und die Science-Fiction-Serie "Star Trek" – und auch nach ihrem Tod sollte der Weltraum für das Paar eine entscheidende Rolle spielen: Es war der letzte Wunsch der beiden, gemeinsam auf dem Mond beigesetzt zu werden.

Dieser Wunsch wird jetzt Realität. Zwar wurden die Urnen mit der Asche der beiden bereits im Familiengrab bestattet, einige Gramm der Asche treten jedoch schon bald die Reise zum Mond an. In einer Kapsel mit der Aufschrift "together forever" ("für immer zusammen") soll die Asche von Irmgard und Karl-Heinz in dem Mondsee "Lacus Mortis" ("See des Todes") beigesetzt werden. Schon nächstes Jahr soll es so weit sein…

So teuer ist die Mond-Bestattung

Darum, dass der letzte Wille des Ehepaars Wirklichkeit wird, kümmert sich die Neusser Bestatterin Anna Lutter. Sie arbeitet mit dem US-Unternehmen "Celestis" zusammen, das Platz auf den Mondraketen der NASA erwirbt. Ganz billig ist ein solcher letzter Wunsch natürlich nicht: Der Transport eines Gramms Asche kostet 12.500 Dollar. Somit ist wohl nicht nur die Weltraumreise zu Lebzeiten, sondern auch die Bestattung auf dem Mond nur etwas für Gutsituierte…

Doch finanziell gutgestellte Weltraum-Fans gibt es offenbar einige: Irmgard und Karl-Heinz sind nicht die einzigen Menschen, die den Mond als ihre letzte Ruhestätte auserkoren haben. Auch die Asche 60 anderer Menschen aus aller Welt wird im "See des Todes" bestattet. Ein Nachteil dieser Bestattungsart: Freunde und Verwandte können der Zeremonie leider nicht beiwohnen. Sie werden aber beim Start der Rakete dabei sein, die die Asche des Liebespaars in die unendlichen Weiten transportiert...

Auf dem Mond ist also möglich, was nicht einmal überall auf der Erde erlaubt ist: In der norwegischen Stadt Longyearbyen ist Sterben verboten – und das aus gutem Grund…

Übrigens: Kremationsasche kann auf viele weitere, ungewöhnliche Arten beigesetzt werden. So hat zum Beispiel dieser Witwer aus der Asche seiner verstorbenen Frau einen Baum gezogen. Viele Tierbesitzer fragen sich auch: Dürfen Mensch und Tier gemeinsam bestattet werden? Mehr über Tierbestattungen erfahren Sie hier.

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