20.07.2021 - 10:13

Achtung vor Kriminellen! Mieser geht's nicht: So bereichern sich Betrüger durch die Flutkatastrophe

Mit solchen Bildern wie diesem versuchen Kriminelle illegal an Spenden zu kommen, die sie sich selbst in die Tasche stecken.

Foto: IMAGO / Hannes P. Albert

Mit solchen Bildern wie diesem versuchen Kriminelle illegal an Spenden zu kommen, die sie sich selbst in die Tasche stecken.

Es sind bereits verschiedene Betrügereien, die im Zusammenhang mit den Überschwemmungen auftreten, der Polizei bekannt. Fallen Sie nicht auf diese Tricks herein!

Die Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands ist eine Tragödie. Menschen sind gestorben, es gibt immer noch Vermisste und vieles liegt in Trümmern. Da ist Helfen angesagt. Und das tun glücklicherweise viele Menschen, denen das Schicksal der Betroffenen auch ans Herz geht. Doch traurigerweise gibt es ebenso Kriminelle, die gerade durch das dort entstandene Chaos ein Geschäft wittern. Einfach nur widerlich und abstoßend und genau deshalb darf man diesen Betrügern, die die Flutkatastrophe für ihre gaunerischen Zwecke missbrauchen, keine Chance lassen. Nun warnt die Polizei.

Skrupellos: Betrüger nutzen Flutkatastrophe, um sich zu bereichern

Warum nur gibt es solche Menschen? Diese Fragen können wir Ihnen nicht beantworten. Wir können nur versuchen, so viele Personen wie möglich vor den Betrügern zu warnen, die derzeit die Hochwassertragödie nutzen, um an Geld zu kommen – damit ihre miesen, abzockerischen Spielchen keine Chance mehr haben. Wie t-online.de und die Deutsche Presse-Agentur berichteten, sind der Polizei mehrere Betrügereien im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe bekannt. Bei diesen kamen vom Hochwasser Geschädigte, aber auch Menschen, die spenden wollten, zu Schaden.

Falscher Spendenaufruf im Netz

Wo könnte besser abgezockt werden als im Internet? Daher wurde leider bei Facebook ein Spendenaufruf eingestellt, der Geld von spendenbereiten Bürgerinnen und Bürgern in die eigenen Taschen der Kriminellen fließen lassen sollte. Mittlerweile existiert diese Bitte um Spenden dort nicht mehr. Die Polizei Köln befindet sich derzeit in den Ermittlungen. Der Aufruf zeigte eines der schlimmen Bilder des Hochwassers: eine zerstörte Wohnung. Die Täter nutzten unerlaubterweise dieses Foto, um ihren Betrug durchzuführen. Durch solche moralisch höchst verwerflichen Taten werden nun sicher einige Menschen in ihrer Spendenbereitschaft verunsichert sein und sich fragen: "Kommt mein Geld überhaupt auch da an, wo es helfen soll"? Verständlich, doch enorm traurig und es ist ein extrem übler Verdienst dieser Gauner ohne Gewissen.

Betrag für Waren oder Dienstleistungen vorab kassieren

Ein ebenso bedauerlicher Betrug sind die beiden folgenden, vor denen Sie sich in Acht nehmen sollten. Es gab nun im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe den Fall, dass eine Elektriker-Firma für Reparaturen aufkommen wollte. Dafür nahm sie die Bezahlung per Vorkasse entgegen. Leistete dann aber nicht die vereinbarten Instandsetzungen.

Nicht weniger schlimm ist die momentane Existenz von "Fake-Online-Shops", die es auf die Opfer der Flutkatastrophe und alle Helfenden abgesehen haben. Beispielsweise werden dort Bautrockner angeboten. Bei Bestellung wurde vorab gezahlt. Ein Fehler, denn danach waren die Online-Shop-Betreiber einfach nicht mehr erreichbar. Besser ist es, Waren nur bei seriösen, bekannten Seiten zu kaufen und keine vollständigen Vorabzahlungen zu leisten. Nur leider kann man sich auch so nicht immer schützen. Dass es hier nun aber ausgerechnet auch noch die Menschen trifft, die eh schon fast alles verloren haben, ist besonders bitter.

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Worauf Sie beim Spenden unbedingt achten sollten

Sind Sie auch Opfer einen Betrugs geworden, kann es hilfreich sein, die eigenen Rechte zu kennen. Unsere Themenseite Ratgeber Recht gibt darüber Auskunft.

Möchten Sie für die Betroffenen der Flutkatastrophe spenden? Dann können Sie das auch im Rahmen der Sat.1-Spendengala für die Hochwasseropfer, die Daniel Boschmann moderieren wird.

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