16.07.2021 - 14:26

Mehr als 100 Tote Sie wollten helfen, starben dann selbst: Feuerwehrmänner kommen bei Flutkatastrophe um

Ein Mann kämpft sich in Rheinland-Pfalz durch das brusthohe Wasser. Bereits über hundert Tote hat es schon gegeben. Die Rettung der betroffenen Gebiete ist erforderlich. Dabei starben bereits zwei Feuerwehrmänner.

Foto: IMAGO / Eibner

Ein Mann kämpft sich in Rheinland-Pfalz durch das brusthohe Wasser. Bereits über hundert Tote hat es schon gegeben. Die Rettung der betroffenen Gebiete ist erforderlich. Dabei starben bereits zwei Feuerwehrmänner.

Die Flutkatastrophe im Westen des Landes ist verheerend: zerstörte Gebiete & hunderte Tote und Tausende Vermisste. Auch zwei Feuerwehrmänner überlebten die Überschwemmungen nicht. Nun folgten Reaktionen verschiedener Prominenter auf das folgenschwere Hochwasser-Unglück.

Es sind schockierende Meldungen, die derzeit die Medien beherrschen: Die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands hält das Land in Atem. Unwetter verursachten Überschwemmungen und Erdrutsche, die Häuser und Autos mitrissen und ein großes Feld der Verwüstung hinterließen. Die Zahl der Toten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz steigt weiter an. 103 Verstorbene sind aktuell im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe zu vermelden (Stand 16. Juli 12:20 Uhr). Um den Menschen im Unglücksgebiet zu helfen, wagen sich Einsatzkräfte vor und tun was sie können, damit die Zahl der Menschenleben, die wir betrauern, nicht noch weiter steigt. Dabei wurden die Wassermassen jetzt im Märkischen Kreis zwei Feuerwehrmännern zum Verhängnis. Sie starben, während sie helfen wollten.

Flutkatastrophe im Westen Deutschlands: Zwei Feuermänner sind tot

In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sorgte heftiger Regen für Überschwemmungen. Die Folge sind vollgelaufene Keller, Stromausfälle, unpassierbare Straßen und das Schlimmste: Es sterben in den Wassermaßen Menschen. Unter den Todesopfer sind auch zwei Feuerwehrmänner, die bei Rettungsarbeiten ums Leben kamen.

Erst riss die Wasserflut im Sauerland, in Altena, einem 46-jährigen Feuerwehrmann die Beine weg. Er wurde fortgespült und ertrank. Dies wurde gestern von einem Polizeisprecher im Märkischen Kreis bestätigt. Nur zwei Stunden nach dem Unglück kollabierte beim Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen ebenfalls ein Feuerwehrmann. Der 52 Jahre alte Retter wurde laut Angaben der Polizei reanimiert – erfolglos, er verstarb am Mittwochabend.

Die zwei Feuerwehrmänner gehören zu den über 100 Toten, die die Flutkatastrophe bis jetzt forderte. Damit liegt die Todesopferzahl jetzt schon massiv höher als die der Jahrhundertflut von 2013, bei der 21 Menschen starben. Traurigerweise ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Verstorbenen sich noch erhöhen wird, denn Tausende Personen werden derzeit noch vermisst. Nur im Kreis Ahrweiler beispielsweise werden 1300 Menschen gesucht. Leider ist die Gefahr auch noch nicht vorüber. "Die Lage ist weiterhin extrem angespannt in unserem Bundesland. Das Leid nimmt auch gar kein Ende", sagte die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz Malu Dreyer heute in Trier während des Besuches der Leitstelle der Berufsfeuerwehr, wie t-online.de berichtete. (Stand 16. Juli, 13:05 Uhr)

Reaktionen Prominenter auf die unsagbare Flutkatastrophe

Auf die unvorstellbaren Bilder und Berichte, die aktuell aus den Krisengebieten gesendet werden, reagieren das Land und auch das Ausland mit Bestürzung. Papst Franziskus betete für die vermissten und verstorbenen Menschen und sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier meldete sich zu Wort: "Viele Menschen haben verloren, was sie sich ein ganzes Leben lang aufgebaut haben. Ganz Orte sind von der Katastrophe gezeichnet. Dass so viele Menschen ihr Leben verloren haben, macht mich fassungslos. Ich bin in Gedanken bei den Hinterbliebenen. Ihr Schicksal trifft mich ins Herz. Ich werde mir zu gegebener Zeit ein Bild über die Lage vor Ort machen."

Ebenso beschäftigt das brisante Thema auch den Sohn der Formel-1-Legende Michael Schumacher. Rennfahrer Mick Schumacher veröffentlichte seine unterstützenden Worte für die Opfer der Flutkatastrophe in einer Story auf Instagram: "Die Bilder von Deutschland und West-Europa machen mich sprachlos. Ich möchte allen, die von diesen Unwettern betroffen sind, Mut zusprechen und einen Funken Hoffnung schicken – gerade auch in meine zweite Heimat Kerpen".

Quellen: tagesschau.de, rtl.de, t-online.de, dpa, Reuters

Die Flutkatastrophe hat auch Schäfer Heinrichs getroffen. Sein Hof leidet unter den Unwettern.

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