13.07.2021 - 09:22

Erhöhtes Aufkommen Baden in der Ostsee: Vorsicht vor Quallen!

Quallen kommen derzeit in der Ostsee schon recht häufig vor. Nur die harmlosen oder auch andere?

Foto: Getty Images/NurPhoto / Kontributor

Quallen kommen derzeit in der Ostsee schon recht häufig vor. Nur die harmlosen oder auch andere?

Da wird das Badevergnügen gebremst: bei Quallen im Wasser. Leider gibt es in der Ostsee derzeit schon recht viele.

Urlaub am Meer – wie traumhaft. Lieben wir nicht alle den Sandstrand, das kühle Nass und schönes Wetter? Doch wer sich jetzt für Ferien an der Ostsee entschieden hat, muss beim Baden gut aufpassen. Es wird auf ein erhöhtes Quallenaufkommen hingewiesen: Die für Menschen ungefährlichen Ohren- und Rippenquallen schwimmen vermehrt im Wasser der Ostsee, leider aber auch die Feuerqualle.

Mehr Quallen in der Ostsee – beim Baden aufpassen

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete, wird dieser Sommer an der Ostsee ein Quallensommer. Die Tierchen sind jetzt schon in hoher Zahl da, obwohl man sie erst Mitte bis Ende dieses Monats erwartet hatte. Den meisten Quallen, denen man beim Baden begegnen könnte, sind harmlos. Die Feuerqualle aber eben nicht. Kommt man mit ihr in Berührung, kann es zu brennenden und geröteten Stellen auf der Haut kommen. Eine allergische Reaktion können sie auch auslösen. Deswegen ist beim Baden Vorsicht geboten – bei einem Zusammenstoß mit einer Feuerqualle sollten erst die Rettungsschwimmer, dann der Arzt aufgesucht werden.

Nordsee: Quallenvorkommen weniger problematisch

Wer sich hingegen für einen Nordseeurlaub entschieden hat, hat weniger Probleme. Hier kommen die schwimmenden Tierchen weniger häufig vor als in der Ostsee. Imke Zwoch von der Wattenmeer-Nationalparkverwaltung gab bekannt: "Derzeit gibt es vor der niedersächsischen Küste kein signifikant erhöhtes Quallenaufkommen".

Warum gibt es derzeit so viele Quallen in der Ostsee?

Jedes Jahr kann das Quallenaufkommen in der Ostsee unterschiedlich sein. Dieses Jahr ist es hoch. Die Kieler Meeresbiologin Jamileh Javidpour nennt diesen Grund hierfür: Der milde Winter und der kalte Frühling seien schuld. Denn "Quallen brauchen einen Temperaturschock. Wenn sie unter Schock stehen, dann produzieren sie viel mehr Medusen." Und diese treiben in Bereiche mit optimalen Bedingungen. Deswegen kann es passieren, dass wir in einem Bereich des Wassers einen ganzen Haufen der glibbrigen Tiere entdecken, während ein bisschen weiter deutlich weniger zu sehen sind.

App nutzen: Forscher erhalten Daten zu Quallen

Ärgerlich, wenn der eigene Urlaub nun durch die vielen Quallen weniger Badespaß bringt. Da fragen Sie sich sicher, warum hat man das nicht vorher gewusst? Dass man vorher Aussagen über das Quallenaufkommen im Sommer treffen kann, könnte schon bald möglich sein. Aber dazu müsste jeder fleißig mithelfen. Und das geht per App namens "Jelly Spotter". Mit dieser können Sie Forschern Quallenbilder aus der Ostsee senden. So kommen mehr Informationen zur Quallenpopulation zu den richtigen Leuten – diese können dann daran arbeiten, dass sich künftig Vorhersagen zum Quallenaufkommen treffen lassen.

Geht Ihr Urlaub nun nicht mehr an die Ostsee? Wo möchten Sie dann diesen Sommer hin? Am besten lassen Sie sich noch schnell auf unserer Themenseite Reisen inspirieren.

Und haben Sie sich dann entschieden, dann geht's ans Kofferpacken. Wie Sie das wie ein Profi durchziehen, verraten wir Ihnen im folgenden Video:

Koffer packen wie ein Profi - so geht’s!
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Jetzt die Quallen – vorher gab es schon Meldung über ein anderes Problem: Was ist das für ein gelb-grüner Teppich in der Ostsee?

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