Aktualisiert: 12.07.2021 - 21:49

Typische Begriffe Wörter einer Generation: Kennen Sie diese Jugendwörter?

Von der Redaktion

"YOLO" ist eine typische Abkürzung der Generation Y. Doch es gibt noch mehr Jugendwörter, die für eine ganze Generation stehen.

Foto: Getty Images/Deyan Georgiev / 500px

"YOLO" ist eine typische Abkürzung der Generation Y. Doch es gibt noch mehr Jugendwörter, die für eine ganze Generation stehen.

Gehören Sie zu den Babyboomern oder Generation X? Jugendwörter prägen Menschen mit dem Zeitpunkt ihrer Geburt. Hier sind typische Begriffe.

Wann Sie geboren wurden, erkennt man nicht nur am Geburtsjahr in Ihrem Personalausweis, sondern auch an Ihrer Sprache. Denn jede Generation ist geprägt durch bestimmte Begriffe, die vor allem in der Jugend benutzt wurden. Der Gebrauch gewisser Wörter kann so einen Hinweis darauf geben, wann jemand geboren wurde.

Von Babyboomern bis Generation Z: Hier lesen Sie, welche Begriffe und Jugendwörter typisch für Ihre Generation waren. Wetten, dass Sie sich darin wiederfinden werden?

Jugendwörter: Diese Begriffe sind typisch für Ihre Generation

Die Sprachlern-App "Babbel" hat in Kooperation mit dem Nachrichtenportal "t-online.de" ermittelt, welche Begriffe für welche Generation sinnbildlich stehen. "Slangbegriffe sind quasi eine Widerspiegelung von größeren gesellschaftlichen Bewegungen oder Ereignissen", erklärte Todd Ehresmann, Sprachwissenschaftler bei "Babbel".

Man könne bei der Sprache vor allem die Entwicklung hin von der analogen in die digitale Welt beobachten. Unter die Lupe genommen wurden diese Generationen:

  • Babyboomer (geboren ca. 1946 bis 1967),
  • Generation X (geboren ca. 1965 bis 1979),
  • Generation Y bzw. Millennials (geboren ca. 1980 bis 1999) und
  • Generation Z (geboren ca. 1999 bis 2010).

"Flippig": die Babyboomer

Die Babyboomer haben die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt: Vom Wirtschaftswunder, über die Mondlandung bis hin zur deutschen Teilung in Ost und West. Dieser Reichtum an Geschichte spiegelt sich laut den Experten von "Babbel" auch in den Soziolekten dieser Generation in den 60er und 70er Jahren wider.

"Schwofen" als Wort für tanzen, "flippig" für locker, "Fete" statt Party. Jeans werden von dieser Generation "Röhren" genannt, Hippies "Gammler" und eine attraktive Frau "steiler Zahn". Babyboomer sagen auch nicht cool, sondern "steil" – und "poofen" statt schlafen.

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"Voll geil": die Generation X

Bei der Generation X stand aus historischer Sicht die atomare Bedrohung sowie steigende Arbeitslosenquoten im Fokus. Doch auch die Werbung hatte in den 80er Jahren immer größeren Einfluss und so nahmen auch Musik, Disco und Popkultur eine größere Rolle im Leben junger Menschen ein. Die ersten Handys und Computer prägten diese Generation ebenso.

Sagt man heute "chillen", hieß es früher "abhängen". Wer betrunken war, war im Slang der Generation X "voll breit" oder "hacke". "Mucke" war der Inbegriff für Musik und statt tanzen "hottete man ab". "Voll geil" oder "oberaffengeil" sagen auch heute noch Menschen dieser Generation, genauso wie "miteinander gehen" statt eine Beziehung führen.

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"YOLO": die Generation Y bzw. Millenials

In den späten 90ern sowie den 2000er Jahren feierte die Generation Y ihre Jugend. Und die war schon deutlich digitaler als bei den Generationen davor. Das Handy und soziale Netzwerke gehörten dazu, es wurde durch Kurznachrichten nicht mehr jedes Wort ausgeschrieben, sondern lieber abgekürzt oder direkt als Emoji verschickt. Außerdem hielten englische Begriffe Einzug in die Sprachkultur der Millenials. Dadurch entwickelte sich auch die Sprache weiter.

"Knorke" oder "fett" als Begriff für cool und "ever" als Begriff für jemals sind typisch für Millenials. Abkürzungen wie "lol" ("laughing out loud") oder "YOLO" ("you only live once") haben sich genauso durchgesetzt wie "HDGDL" ("Hab dich ganz doll lieb") oder "BF" ("best friend"). Betrunken wird kaum gesagt, stattdessen lieber "richtig voll". "Chatten" steht für eine Konversation führen oder miteinander schreiben. Und wer so richtig versagt hat, spricht gerne von einem "Fail".

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"Woke": Generation Z

Die Generation Z steckt zum Großteil gerade noch mitten in der Jugend und ist höchstens Anfang Zwanzig. Hier hat die digitale Welt komplett zugeschlagen: Instagram und TikTok sind nicht mehr wegzudenken. Doch auch der Klimawandel, Gesellschaftspolitik und Bewegungen wie "Fridays for Future" sind große Themen dieser Zeit. Auch Krisen wie die aktuelle Corona-Pandemie sind Teil der aktuellen Generation Z und bewirken, dass sie nach Sicherheit strebt. All das hat Einfluss auf die Sprache.

Menschen der Generation Z sagen "lost", wenn etwas verwirrend ist und "stabil", wenn etwas in Ordnung ist. Crazy wird verkürzt zu "cray". Und wenn etwas nicht beleidigend gemeint ist, heißt es "no front". Wer etwas Besonderes für jemanden macht, wird "Ehrenfrau" oder "Ehrenmann" genannt und wer auf großem Fuß lebt, heißt schlicht "Gönnjamin". Auch populär: der Begriff "woke", der Wachsamkeit gegenüber Diskriminierung und Ungerechtigkeit einfordert.

Die Sprache hat sich über viele Jahrzehnte entwickelt. Viele Jugendwörter bleiben auch nach einigen Generationen noch bestehen. Mal sehen, welche Begriffe in einigen Jahren noch im Trend sind.

Quelle: "t-online.de", "Babbel"

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