08.07.2021 - 07:38

Strategie erarbeitet Wie die Bundesregierung sich für das Stillen von Babys einsetzen will

Das Stillen ihres Babys in der Öffentlichkeit ist vielen Müttern unangenehm. Das will die Bundesregierung nun ändern.

Foto: Getty Images/Paulo Sousa / EyeEm

Das Stillen ihres Babys in der Öffentlichkeit ist vielen Müttern unangenehm. Das will die Bundesregierung nun ändern.

Deutschland zu einem stillfreundlicheren Ort zu machen – das hat die Regierung nun vor und dazu auch schon konkrete Vorstellungen:

Stillen in der Öffentlichkeit – ein Graus für viele Mütter. Die Leute gucken abfällig und drücken mit ihrer Miene aus: "Das kann man auch zu Hause machen". Stillende sind dann oft beschämt, stillen als Folge kürzer oder haben sich deswegen sogar komplett gegen das Stillen entschieden. Wie man sieht: ein heißes Thema in Deutschland, das noch ein hohes Nachbesserungspotenzial besitzt. Und diese Nachbesserung soll nun kommen. So möchte die Bundesregierung das Stillen von Babys fördern.

Mehr Akzeptanz für das Stillen in Deutschland – so soll's gehen!

Deutschland soll ein stillfreundlicheres Land werden, so dass das Stillen mehr akzeptiert wird. Dazu wurde gestern die "Nationale Strategie zur Stillförderung" vorgestellt, wie RTL berichtete. Und für diese Verbesserung scheint es höchste Zeit zu sein. Denn zwei Untersuchungen haben Folgendes gezeigt. Die erste namens "Becoming Breastfeeding Friendly", die von 2017 bis 2019 lief, zeigte, dass Deutschland traurigerweise lediglich mäßig stillfreundlich sei. Die zweite aus dem vergangenen Jahr schuf die Erkenntnis, dass sich 77 Prozent der Mütter unwohl fühlen, wenn sie in der Öffentlichkeit stillen.

Beruf und Stillen leichter kombinieren – das will die Bundesregierung möglich machen

Die Bundesregierung möchte den stillenden Müttern nun helfen. Dafür wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und dem Familienministerium ein passendes Konzept ausgearbeitet. Auch ein klares Ziel wurde formuliert: "Jede Frau nach ihrem ganz eigenen Bedarf zu unterstützen und ihr das Stillen zu vereinfachen. Die Stillmotivation soll gerade auch bei jenen Frauen erhöht werden, die bislang seltener oder kürzer stillen". Doch keine Frau soll davon unter Druck gesetzt werden. Es ist lediglich eine Unterstützung.

Finden Sie gut, aber Sie fragen sich, wie die Regierung dies umsetzen will? Auch darauf gibt es bereits eine Antwort, nämlich so:

  • Es soll "stillfreundlichere Umgebungen geben".
  • Eine Prüfung des Angebots zur Stillberatung soll es geben. Zudem soll sich dies vergrößern.
  • Eine bessere Verfügbarkeit wissenschaftlicher Stillinformationen soll geschaffen werden.
  • Job und Stillen sollen sich leichter vereinen lassen.
  • Beim medizinisches Personal und bei Menschen mit Berufen aus Gesundheit, Pflege und Familie soll für dieses Thema mehr Bewusstsein geschaffen werden.

Manchmal geht es beim Stillen in der Öffentlichkeit sogar so weit, dass Mütter nicht nur böse Blicke, sondern noch drastischere Folgen ertragen müssen, wie beispielsweise Nina Bott. Was ihr passiert ist, sehen Sie im folgenden Video:

Nina Bott beim Stillen aus Hamburger Café geworfen
Nina Bott beim Stillen aus Hamburger Café geworfen

Ob stillen oder nicht – darüber machen Sie sich derzeit Gedanken, weil Sie ein Kind erwarten? Und auch andere Fragen rund ums Baby und die Schwangerschaft interessieren Sie? Dann schauen Sie doch mal auf unserer Themenseite vorbei.

Und wie die Ernährung beim Stillen aussehen soll, das verraten wir Ihnen auch.

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