23.06.2021 - 08:04

CO2-Preis Anders als angekündigt: Diese Mehrkosten müssen Mieter jetzt allein tragen!

Der neue CO2-Preis soll Verbraucher zu klimafreundlicherem Verhalten anregen, auch beim Heizen. Nun sieht es so aus, als ob Mieter die höheren Kosten für Öl und Gas doch allein tragen müssen.

Foto: Getty Images/ Malorny

Der neue CO2-Preis soll Verbraucher zu klimafreundlicherem Verhalten anregen, auch beim Heizen. Nun sieht es so aus, als ob Mieter die höheren Kosten für Öl und Gas doch allein tragen müssen.

Die Kosten für Öl und Gas steigen. Anders als bislang vorgesehen, müssen Mieter diese Entwicklung nun wohl allein ausbaden…

Der neue CO2-Preis soll Verbraucher zu klimafreundlicherem Verhalten anregen. Durch ihn sind Benzin, Öl oder Gas deutlich teurer geworden – dies bekommen natürlich die Mieter zu spüren, die Öl oder Gas zum Heizen verwenden. Eigentlich sollten sich Mieter und Vermieter die Mehrkosten teilen – nun sieht es aber ganz so aus, als ob Mieter den CO2-Preis und die höheren Kosten für Öl und Gas allein tragen müssten.

Mieter müssen höhere Preise für Öl und Gas allein stemmen

Seit dem Jahreswechsel muss man für den Ausstoß von CO2 in den Bereichen Verkehr und Gebäude zahlen – also auch für die Nutzung von Öl und Gas in Privatwohnungen. Im Mai hatte die Bundesregierung beschlossen, dass Mieter und Vermieter jeweils die Hälfte der durch den neuen CO2-Preis entstehenden höheren Kosten für Öl und Gas übernehmen sollten – so wie es aussieht, wird daraus nun allerdings nichts.

Wie die Zeit berichtete, ist der Plan am Widerstand der CDU und CSU gescheitert. Die Union hatte es abgelehnt, die Vermieter an den höheren Kosten zu beteiligen. Nun sind es allein die Mieter, die die Mehrkosten stemmen müssen. Die Argumentation der Union: Vermieter hätten keinen Einfluss auf das Heizverhalten ihrer Mieter, weshalb es unfair sei, sie die Mehrkosten mittragen zu lassen. Im Vorfeld hatten Vermieter- und Eigentümerverbände gegen die Teilung der Kosten protestiert.

Co2-Preis: So viel mehr müssen Sie zahlen!

Die SPD hatte sich lange für den Kompromiss, die Kosten zu teilen, eingesetzt, bis es schließlich im Mai zu der Einigung gekommen war. Dass die Union sich nun quer stellt, stößt auf Kritik. SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich sagt: "So stellen wir uns sozialen Klimaschutz nicht vor."

Derzeit beträgt der CO2-Preis 25 Euro pro Tonne ausgestoßenes CO2. Wie die Verbraucherzentrale berechnet, verbraucht ein älteres Einfamilienhaus mit Gasheizung im Durchschnitt etwa vier Tonnen CO2 pro Jahr. Zusammen mit der Mehrwertsteuer fallen durch den neuen Co2-Preis Mehrkosten von 120 Euro jährlich an. Das Heizen mit Öl ist sogar noch teurer: Hier sind es 5,3 Tonnen CO2 pro Jahr und 158 Euro pro Jahr mehr.

Weitere informative Artikel rund um Rechts-, Finanz- und sonstige Verbraucherangelegenheiten finden Sie auf unserer Themenseite Ratgeber Recht. Hier erfahren sie mehr über die steigende Inflationsrate in Deutschland. Neben Öl, Gas und Benzin sind auch Baurohstoffe teurer geworden: Holz ist gerade so teuer wie nie zuvor!

Auch Tabakprodukte werden teurer, denn die Tabaksteuer wird drastisch erhöht. Und dann gab es ja auch noch die Preiserhöhung bei Haribo, bei der Lidl nicht mitmachen wollte…

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