Aktualisiert: 09.06.2021 - 20:01

Das Warten hat ein Ende 96-Jährige bekommt Verlobungsring – weil ein Fußballverein gewonnen hat

Blau und Weiß sind die Farben des Fußballvereins Leicester City – und die des Verlobungsrings der 96-jährigen Margaret Angell.

Foto: Getty Images/ Visionhaus

Blau und Weiß sind die Farben des Fußballvereins Leicester City – und die des Verlobungsrings der 96-jährigen Margaret Angell.

Nach 73 Jahren bekam Margaret endlich den ihr versprochenen Verlobungsring. Warum sie so lange warten musste, erfahren Sie hier.

Als Margaret Angell 1948 ihren späteren Mann Cecil kennenlernte, versprach dieser der damals 23-Jährigen: Sobald die gemeinsame Lieblings-Fußballmannschaft der beiden den FA-Cup holte, würde sie den Ring erhalten. Mehr als 73 Jahre später war es dann so weit: Der Fußballverein gewann und die heute 96-Jährige bekam endlich ihren Verlobungsring.

Fußballverein gewinnt – 96-Jährige freut sich über Verlobungsring

Wie die Schweizer Boulevard-Zeitung 20 Minuten berichtete, bekam Margaret Angell von ihrem Mann Cecil nie einen Verlobungsring. Das mag beim ersten Hören vielleicht wie ein Grund zur Empörung anmuten. Doch das Versäumnis lag keineswegs daran, dass Cecil böse Intentionen gehabt hätte. Es war in den 40er-Jahren finanziell gesehen einfach nicht sonderlich gut um das Paar bestellt.

Dass das Geld gerade nicht für einen Ring reichte, sollte jedoch nicht bedeuten, dass Cecils Frau ihren Ring niemals erhalten würde – aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben: Sobald die Lieblings-Fußballmannschaft des Paares, Leicester City, den FA-Cup (Football Association Challenge Cup) gewann, sollte Margaret ihren Ring erhalten. Das versprach Cecil ihr – und Margaret schien sich an dem fehlenden Ring ohnehin nicht groß zu stören: Wenig später heiratete das Paar.

Die Pechsträhne des Leicester City

Zu Margarets Unglück stand Leicester City eine lange Pechsträhne bevor – wie lang, das hatten vermutlich weder sie noch Cecil geahnt. Zwar schaffte es das Team bereits 1949, ein Jahr nachdem die beiden sich kennengelernt hatten, ins Endspiel, verlor aber kläglich gegen Wolverhampton. Auch in den nächsten Jahren schaffte es die Mannschaft nicht – und auch nicht in den nächsten Jahrzehnten. Irgendwann verstarb Cecil, ohne dass er das Versprechen, das er seiner Frau gegeben hatte, jemals hätte einlösen können.

Erst 2021 errang der Premier-League Club endlich den Sieg: Am 15. Mai gewann Leicester City 1:0 gegen den FC Chelsea und nahm den heißersehnten Pokal mit nach Hause. Margarets Sohn Mike, der die Geschichte des Verlobungsrings natürlich kannte, erfuhr von dem Sieg – und er war fest entschlossen, das Versprechen seines Vaters stellvertretend für ihn einzulösen.

Fußballteam ist gerührt von Geschichte

Sofort fuhr Mike mit seiner Mutter zum Juwelier. Dort durfte sie sich nach 73 Jahren endlich einen Verlobungsring aussuchen. Sie entschied sich für einen Ring in den Farben des Fußballclubs: blau und weiß.

Doch damit nicht genug: Auch Leicester City bekam Wind von der Geschichte. Ein Vertreter des Teams stattete ihr gemeinsam mit dem Pokal einen Besuch ab und überreichte ihr ein Trikot mit den Unterschriften aller Spieler. Ein rührender Abschluss der langen Verlobungsring-Odyssee – und ein Ende, das auch Cecil bestimmt gut gefallen hätte…

Besser spät als nie – das gilt nicht nur für die Geschichte von Margaret und Cecil. Diese Kanadierin wartete 15 Jahre, bis sie aus Pompeji gestohlene Artefakte zurückgab. In der Zwischenzeit war sie vom Pech verfolgt worden...

Auch bei dieser Geschichte kommen einem die Tränen: Ein 93-Jähriger wollte unbedingt noch einmal das Meer sehen – ein junger Mann erfüllte ihm diesen Wunsch.

Und dann ist da auch noch der Junge, der seine Pokémon-Sammelkarten verkaufen wollte, um seinen Hund zu retten…

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