Aktualisiert: 03.06.2021 - 21:54

Teurer Kaffeehausbesuch Mann macht bei der Arbeit blau & wird erwischt – nun muss er 8000 Euro Detektivkosten blechen!

Nachdem ein Detektiv herausfand, dass der Angestellte nur vorgab, krank zu sein, folgte das dicke Ende. Der Mitarbeiter darf nun die Kosten für die Beschattungsprofis übernehmen. (Symbolbild)

Foto: Getty Images/krisanapong detraphiphat

Nachdem ein Detektiv herausfand, dass der Angestellte nur vorgab, krank zu sein, folgte das dicke Ende. Der Mitarbeiter darf nun die Kosten für die Beschattungsprofis übernehmen. (Symbolbild)

Ein Blaumacher ging lieber ins Kaffeehaus statt zur Arbeit. Das hatte Folgen, die ihn um eine Menge Geld ärmer machen.

Da hatte wohl so jemand gar keine Lust auf Arbeit: Ein Mann spielte bei der Arbeit krank. Sein Problem: Er wurde dabei erwischt. Um ihn zu ertappen, wurden Detektive engagiert. Die Kosten für diese darf er nun übernehmen.

Mann tut bei seiner Arbeit, als ob er krank wäre – nun muss er die Detektiv-Kosten zahlen

Gehen Sie immer gewissenhaft Ihrer Arbeit nach oder haben Sie sich auch schon mal krank gemeldet, obwohl Sie es gar nicht waren, nur um einen freien Tag zu haben? Sollten Sie Letzteres schon mal getan haben, haben Sie sich hoffentlich nicht dabei erwischen lassen. Anders als dieser Mann, der seinem Chef vorgaukelte, krank zu sein, dabei aber fit genug war, um in ein Kaffeehaus zu gehen, wie der Standard berichtete.

Der 20-Jährige war auffällig oft krank. Das machte seinen Arbeitgeber stutzig, der dann Detektive engagierte, als der Faulpelz mal wieder mit einer zweiwöchigen Krankschreibung ankam. Diese machten sich an die Arbeit, den angeblich Kranken zu observieren und konnten auch recht schnell Interessantes melden: Schon am ersten Überwachungstag ließ sich der Mann mittags mit dem Ziel eines Kaffeehauses abholen. Erst am Morgen des Folgetages kam er wieder zurück in seine eigenen vier Wände.

Nachdem der Arbeitgeber darüber in Kenntnis gesetzt worden war, folgten dennoch zwei weitere Überwachungstage. Hätte dieser eine Tag nicht gereicht oder hätte der Mitarbeiter für diesen einen "Ausrutscher" vielleicht doch noch eine nachvollziehbare Erklärung gehabt? Der Chef jedenfalls brach sein Kontrollmanöver noch nicht ab. Nach diesen beiden Tagen wurde die Überwachung aber schließlich aufgegeben, da genug Beweise vorhanden waren.

Observierung über mehrere Tage war angebracht – Angestellter trägt Detektivkosten

Es kam folglich zur Entlassung des Angestellten. Doch das ist noch nicht alles: Der Faulenzer soll nun die 8000 Euro für die Detektive aus eigener Tasche berappen. Die Gerichte und der Oberste Gerichtshof entschieden so. Die Kosten sind dem Arbeitgeber zu erstatten, weil die Anheuerung der Detektive nötig war. Wäre dem nicht so gewesen, weil bereits Beweise vorgelegen hätten, bekäme sein Chef nun kein Geld von ihm. Zwar stand bei dem Arbeit schwänzenden Mann bereits nach einem Tag fest, dass er kaum krank sein konnte, doch der Oberste Gerichtshof war der Meinung, dass das Weiterlaufenlassen der Ermittlungen hier angebracht gewesen sei, denn der Mitarbeiter hätte sich vielleicht sonst für diese eine Ausnahme rechtfertigen können.

Fast so dreist wie der Herr aus dieser Geschichte ist jener Mann, der 15 Jahre lang Gehalt bezog, ohne zu arbeiten.

Vielleicht konnte der Drückeberger aus dieser Story auch einfach den öden Büro-Alltag nicht mehr ertragen. Oder es lag daran, dass er bei der Arbeit immer wieder von Störfaktoren umgeben war, die ihn ablenkten und vor denen er flüchtete. Sie glauben, das ist auch bei Ihnen bald der Fall? Dann tun Sie frühzeitig etwas dagegen. So verbessern Sie Ihre Konzentration auf der Arbeit.

In diesem Fall hat der Boss des Blaumachers seinen Angestellten zu Recht verdächtigt. Das ist nicht immer so. Möchte Ihr Vorgesetzter Ihnen mal etwas unterstellen, wofür Sie gar nicht verantwortlich sind, können Sie sich wehren. Sie als Angestellte/r haben gewisse Rechte. Diese haben Sie nicht nur im Job, sondern auch in anderen Lebenssituationen. Wenn Sie mehr über Ihre Rechte erfahren möchten, besuchen Sie doch einfach mal unsere Themenseite Ratgeber Recht.

Auch interessant ist übrigens, ob eine Krankschreibung wegen Liebeskummer erlaubt ist.

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