01.06.2021 - 08:54

Neuer Beschluss Nicht mehr "britische" oder "indische": WHO gibt Coronavirusvarianten neue Namen

Das griechisches Alphabet bietet die Vorlage für die Benennung der neuen Coronavirusvarianten.

Foto: Getty Images/mikroman6

Das griechisches Alphabet bietet die Vorlage für die Benennung der neuen Coronavirusvarianten.

Damit künftig keine Menschen eines Landes mit den Coronavarianten in Verbindung gebracht werden, gibt es für diese nun neue Namen.

"Britische" oder "indische" Variante hört und liest man in letzter Zeit ziemlich oft, wenn es um die neuen Coronavirusvarianten geht. Finden Sie nicht auch, dass das irgendwie diskriminierend anmutetet? Es könnte so ein wenig die Assoziation mitschwingen, dass in diesem Fall hier die Briten oder Inder etwas für die neue Mutation könnten, die in ihrem Land zum ersten Mal entdeckt wurde. Eine Art Stigma könnte sich breitmachen. Das soll keinesfalls so werden. Daher beschließt die WHO, den Coronavirusvarianten neue Namen zu geben.

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So sollen die Coronavirusvarianten laut WHO heißen

Die bisher gängigen Namen für die Varianten des Coronavirus, beispielsweise "britische" oder "indische" Variante, beziehen sich zu sehr auf Länder und Regionen, wie die Deutsche Presse-Agentur und t-online.de berichteten. Die Folge könnte sein, dass Menschen dieser Herkunft deswegen Diskriminierung erfahren. Um dieser Negativfolge vorzubeugen, beschloss die Weltgesundheitsorganisation nun, dass die Coronavirusvarianten neue Namen bekommen. Sie werden ganz einfach nach den Buchstaben des griechischen Alphabets benannt.

Alpha, Beta, Gamma – so heißen die Coronavirusvarianten jetzt

So heißt nun die zum ersten Mal in Großbritannien registrierte Virusvariante B.1.1.7 Alpha. Beta nennt sich die zuerst in Südafrika aufgetauchte Variante B.1.351. Die im bisherigen Sprachgebrauch genutzte "brasilianische Variante" P.1 wird zu Gamma umbenannt. Delta steht nun für die in Indien als allererst entdeckte Variante B.1.617.2. Zu diesen gibt es weitere "Varianten von Interesse", bei der die Namensgebung nach diesem Schema erfolgte.

Mehr zum Coronavirus erfahren Sie auf unserer informativen Themenseite. Dort lesen Sie auch, dass die Corona-Notbremse am 30. Juni enden soll. Merkel sprach sich dafür aus.

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