26.05.2021 - 10:20

Schockierend Schmutzkampagne: Youtuber sollten gegen Biontech hetzen!

Auch dem deutschen Youtuber Mirko Drotschmann wurde Geld dafür geboten, Fehlinformationen über den Corona-Impfstoff von Biontech zu verbreiten.

Foto: imago images/Arnulf Hettrich

Auch dem deutschen Youtuber Mirko Drotschmann wurde Geld dafür geboten, Fehlinformationen über den Corona-Impfstoff von Biontech zu verbreiten.

Hetzkampagne in Frankreich aufgeflogen! Youtubern wurde offenbar Geld dafür geboten, den Corona-Impfstoff von Biontech schlechtzumachen.

Noch immer sind sich viele Menschen unsicher bezüglich der Corona-Impfung. Ist sie wirklich unbedenklich? Wie schlimm sind die Nebenwirkungen? Gibt es eventuell unvorhersehbare Langzeitfolgen? Gegen die Impfskepsis hilft nur eines: aufklären, aufklären, aufklären. Doch bloße Unwissenheit ist eine Sache – weitaus schockierender ist es, wenn hinter dem Verbreiten von Fehlinformationen Kalkül steckt. Wie bei diesem Fall aus Frankreich, der jetzt bekannt wurde: Offenbar wurde mehreren Youtubern Geld dafür geboten, den Corona-Impfstoff von Biontech in ihren Videos zu verunglimpfen.

Warum sollten Influencer Biontech auf Youtube schlechtmachen?

Der Spiegel berichtete bereits über die Hetzkampagne gegen den Biontech-Impfstoff. Offenbar wurden mehrere, überwiegend französische Youtube-Bekanntheiten in E-Mails dazu aufgefordert, sich in ihren Videos negativ über den Corona-Impfstoff von Biontech zu äußern. Im Gegenzug sollten sie Geld erhalten.

Unter den Betroffenen waren auch der deutsche Youtuber Mirko Drotschmann, der unter anderem den Youtube-Kanal "MrWissen2go Geschichte" moderiert, sowie der französische Biologe Léo Grasset, der auf seinem Kanal populärwissenschaftliche Themen behandelt. Offenbar haben die Verantwortlichen gezielt Influencer ausgewählt, die aufgrund ihrer Verbindung zu Wissensthemen das Vertrauen vieler Menschen genießen.

"Informationskampagne": Angeblich mehrere Tote

Mirko Drotschmann veröffentlichte einen Screenshot der E-Mail auf seinem Twitter-Account. Unter dem Vorwand, ihn für eine "Informationskampagne" gewinnen zu wollen, nimmt eine angebliche Agentur auf ein geheimes, offenbar geleaktes Dokument Bezug, laut dem es im Zusammenhang mit den Biontech-Impfungen mehrere Tote gegeben haben soll.

Wer die E-Mails verfasst hat, weiß man nicht. Laut dem französischen Gesundheitsminister Olivier Véran ist nicht bekannt, ob sie aus Frankreich oder aus dem Ausland kommen. Die angebliche Agentur selbst gibt an, in London zu sitzen, die Mitarbeiter sollen vorher in Russland tätig gewesen sein.

Besteht eine Verbindung nach Russland?

Ob diese Verbindung ein Zufall ist, ob sie überhaupt tatsächlich existiert oder ob die E-Mails Teil einer größeren Desinformationskampagne gegen den Corona-Impfstoff von Biontech sind, steht noch nicht fest. Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete, versucht Russland offenbar, Stimmung gegen die Biontech-Impfungen zu machen, während der russische Impfstoff, Sputnik V, mit aller Kraft beworben wird.

Sputnik V ist derzeit in Europa – noch? – nicht zugelassen. Dennoch hat sich bereits der ein oder andere Deutsche seine Dosis besorgt. Das hat es mit den Impfreisen nach Russland auf sich. Reisen innerhalb der EU soll übrigens bald wieder einfacher werden: Im Sommer kommt das EU-Impfzertifikat!

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