Aktualisiert: 25.05.2021 - 17:21

Digitalisierung Zug verspätet? So einfach kriegen Sie jetzt Ihr Geld zurück!

Wer kennt es nicht? Das Fahrgastrechteformular der Deutschen Bahn. Ab Juni soll die Rückerstattung im Falle einer Verspätung aber deutlich einfacher werden.

Foto: imago images / Steinach

Wer kennt es nicht? Das Fahrgastrechteformular der Deutschen Bahn. Ab Juni soll die Rückerstattung im Falle einer Verspätung aber deutlich einfacher werden.

Die Deutsche Bahn verkündete eine Nachricht, auf die Zug-Reisende bereits seit Jahren warten...

Wer mit der Bahn unterwegs ist und Verspätung hat, kann einen Teil des Fahrpreises zurückverlangen. Ganz unkompliziert ist das allerdings nicht: Bisher musste man zu diesem Zweck ein Fahrgastrechteformular ausfüllen und mit der Post an die Deutsche Bahn senden. Das soll sich nun ändern: Die Deutsche Bahn will die Rückerstattung bei Verspätung in Zukunft auch digital abwickeln.

Verspätung bei der Deutschen Bahn: Rückerstattung bislang nur mit Fahrgastrechteformular

Wer kennt das nicht? Gerade wenn man ausnahmsweise wirklich einmal pünktlich ankommen sollte, passiert irgendetwas. Es kommt zu einem Polizeieinsatz, einem Sturmschaden oder einer sonstigen Störung im Betriebsablauf und im Nu hat der Zug eine oder gar zwei Stunden Verspätung. Das ist ärgerlich, lässt sich aber nicht ändern. Immerhin bekommt man Geld zurück – vorausgesetzt, man verfügt über die notwendigen Informationen und Nerven für den Rückerstattungsprozess.

Wer nach einer Verspätung sein Geld zurückerhalten will, muss sich das Fahrgastrechteformular beschaffen, dieses ausfüllen und mit der Post an den Konzern senden oder in einem Reisezentrum abgeben – ein Prozess, der in Zeiten globaler Digitalisierungsbemühungen wie aus der Zeit gefallen anmutet.

Rückerstattung soll einfacher werden

Das hat nun offenbar auch die Bahn eingesehen: Ab dem 1. Juni können Reisende, die ihr Ticket online gekauft haben, ihre Rückerstattung über die Bahn-App "DB Navigator" oder über die Website der Deutschen Bahn einfordern. Da die meisten Daten des online erworbenen Tickets bereits voreingestellt sind, müssen Kunden keine Fahrkarten mehr einreichen oder Zugnummern heraussuchen. Der Rückerstattungsprozess soll so deutlich vereinfacht werden.

Übrigens: Auch Analog-Fans können aufatmen: Die Möglichkeit der digitalen Rückerstattung bedeutet nicht das Aus für das Fahrgastrechteformular. Wer möchte, kann dieses weiterhin für die Rückerstattung nutzen.

Ein Hoch auf die Digitalisierungsbestrebungen der Bahn! Doch dieser Prozess schreitet nicht überall gleich schnell voran: Gerade erst verkündete die Regierung von Oberfranken eine Änderung ihrer Faxnummern.

In Pandemie-Zeiten ist vieles anders – auch das Reisen mit der Bahn. Da einige das nicht einsehen wollten, verhängte die Deutsche Bahn im April die ersten Zugverbote für "Querdenker". Ein peinlicher Bahn-Fauxpas unterlief hingegen dem Bund: Obwohl es offiziell heißt, dass das Risiko einer Corona-Infektion im Zug gering ist, buchte der Bund leere Nachbar-Sitzplätze – zur Sicherheit.

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