Aktualisiert: 18.05.2021 - 19:43

Wie im Science-Fiction-Film Bezahlen mit Chipimplantat unter der Haut? Ja, das geht!

Von der Redaktion

Immer mehr Menschen tragen einen Mikrochip unter der Haut, mit dem man nicht nur bezahlen kann.

Foto: Getty Images/olegbreslavtsev

Immer mehr Menschen tragen einen Mikrochip unter der Haut, mit dem man nicht nur bezahlen kann.

Es klingt irre, ist aber tatsächlich möglich: Immer mehr Menschen haben Chipimplantate unter der Haut, mit denen sie kontaktlos bezahlen können!

Mit Bargeld den Einkauf an der Kasse begleichen? Das machen immer weniger Verbraucher. Kontaktloses Bezahlen mit der Karte oder sogar mit dem Handy ist immer mehr auf dem Vormarsch. Doch wenn Sie glauben, dass das die technische Zukunft, haben Sie sich getäuscht.

An der Supermarktkasse einfach die Hand vor einen Scanner halten und die Rechnung begleichen? Klingt irre, ist aber tatsächlich möglich! Immer mehr Menschen vertrauen auf Chipimplantate unter der Haut, mit denen man sogar bezahlen kann. Doch es ist noch viel mehr möglich mit der futuristischen Technologie.

Mit Chipimplantat unter der Haut: So bezahlen wir in Zukunft

Laut RTL haben bereits 30.000 Menschen in Deutschland einen Chip implantiert. Der Sender hat mit einer Frau gesprochen, die seit 2019 drei Chipimplantate unter der Haut hat. Juliane von der Ohe aus Niedersachsen hat sie sich in die linke und rechte Hand einsetzen lassen. Es klingt wie aus einem Science-Fiction-Film: Die Landwirtin kann damit nicht nur kontaktlos bezahlen, sondern auch ihren Computer entsperren und sogar die Haustür öffnen.

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"Katzen und Hunde werden ja schon lange gechipt, in Niedersachsen ist es Vorschrift, dass auch Pferde gechipt werden. Insofern ist es eine ganz alte erprobte Technologie", sagte die 60-Jährige ganz pragmatisch im Interview.

Aus medizinischer Sicht unbedenklich

Ein Mikrochip ist so groß wie ein Centstück und wird mit einer Spritze unter die Haut injiziert. Die Technologie heißt NFC, das ist die Abkürzung für "Near Field Communication". Auf Deutsch: Nahfeldkommunikation. Es handelt sich dabei um dasselbe Prinzip wie in Hotels. Wenn man eine Zimmerkarte an eine Energiequelle an der Tür hält, werden Daten ganz ohne Batterie versendet – und die Tür öffnet sich.

Von der Ohe kann diejenigen, die vor der Technologie Angst haben, wenig verstehen. "Ich schmunzle dann immer ein bisschen, weil das die Leute sind, die mit Google ihren Weg suchen oder die auf Facebook ihre ganzen Daten preisgeben."

Aus medizinischer Sicht spricht nichts gegen das Einsetzen solcher Chipimplantate. Bei RTL erklärte Medizin-Journalist Dr. Christoph Specht: "Dass jemand diese Daten auslesen kann, wenn man sich direkt im Umfeld befindet, ist theoretisch möglich. Allerdings sind die Daten ja auch verschlüsselt, das gilt aber auch für jede andere Karte, auf der digital irgendetwas gespeichert ist. Und von denen haben wir wahrscheinlich alle schon eine ganze Menge in den Portemonnaies."

Digitaler Impfausweis bald unter der Haut?

Hersteller sehen in dem Chip vor allem ein hilfreiches Produkt für körperlich benachteiligte Menschen, so könne ein guter Ausgleich geschaffen werden. Eine Chance neben dem kontaktlosen Bezahlen könnte – besonders in Pandemiezeiten – auch ein digitaler Impfausweis sein, den man so sicher unter der Haut tragen könnte.

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Und Juliane von der Ohe sieht noch einen weiteren großen Vorteil in der Mikrochip-Technologie: "Im Falle eines Notfalles könnte der Arzt unmittelbar und ganz schnell Daten über mich bekommen, die dann lebensrettend sein können", sagte sie im RTL-Interview. Deshalb will sie sich bald noch ein weiteres Chipimplantat mit medizinischen Daten einsetzen lassen. Dann kann sie mit den Mikrochips noch viel mehr als nur bezahlen.

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