Aktualisiert: 12.05.2021 - 21:57

Ist das alles überhaupt schaffbar? Unfassbares Stellenangebot: Babysitter soll sich in "Reinigungs-Nazi" verwandeln

Muss ein Babysitter stets die Kinder zum Lachen bringen? Eine außergewöhnliche Stellenbeschreibung beinhaltete dies.

Foto: Getty Images/filadendron

Muss ein Babysitter stets die Kinder zum Lachen bringen? Eine außergewöhnliche Stellenbeschreibung beinhaltete dies.

Diese Eltern lassen ihr Kindermädchen wohl nicht mal fünf Minuten einen Kaffee genießen. Es soll sich pausenlos um die Kinder kümmern und nebenbei zum "Reinigungs-Nazi" werden, wie eine Stellenausschreibung verrät.

Jobangebote sind heutzutage so eine Sache. Meist tauchen in den Stellenbeschreibungen lange Listen von Dingen auf, die im Job gefordert sind. Dass ein Jobanwärter qualifiziert und bereit sein muss, einiges zu leisten, verstehen wir ja. Aber dieses Babysitter-Stellenangebot, das nun auf Twitter gepostet wurde, übertreibt es bei den Anforderungen ein wenig – oder sagen wir es so: ganz schön stark. Die Frage kommt auf, ob all das überhaupt schaffbar ist. Denn die Nanny soll die Kinder nach exakten und strikt getakteten Vorgaben der Eltern betreuen und sich doch tatsächlich während deren Schlafenzeit in – wörtlich so formuliert im Stellenaushang – einen "Reinigungs-Nazi" transformieren. Aber sehen Sie sich diese unglaubliche Stellenausschreibung einmal selbst an. Diese Arbeit würden Sie doch auch niemals annehmen, oder?

Kurioses Jobangebot: Babysitter soll zum "Reinigungs-Nazi" werden

Was war Ihr schrägstes Jobangebot? Sollten Sie vielleicht Gratis-Arbeit leisten oder skurrile Kleidung vor den Kunden tragen? Sicher gibt es einige überzogene Jobanforderungen, eine von diesen ist ganz sicher diese hier, die Hollis Jane Andrews auf Twitter postete.

So viel sei schon mal gesagt: Die Jobsuchende nahm dieses Stellenangebot aus dem Jahr 2013 damals nicht an. Vielleicht auch besser so, denn das, was dort von der Nanny suchenden Familie gefordert wurde, ist nicht nur viel zu viel, sondern auch unmenschlich und wahnsinnig.

Denn die Eltern, die eine Betreuung ihrer Kinder suchten, schrieben doch tatsächlich in die Anzeige, dass der Babysitter zu einem "Reinigungs-Nazi" werden soll, wenn die Kleinen im Bett sind. Das bedeutet: Wenn der Nachwuchs zwischen 12:45 Uhr und 13:30 Uhr die Augen zumacht, geht es für das Kindermädchen erst richtig los. Es soll die Küche und die Kinderzimmer aufräumen, das Wohnzimmer saugen, Wäsche waschen, Müll und Kinderwaagen leeren und einiges mehr.

Alles erledigt? Dann suche nach weiteren Aufgaben!

Sollte irgendein Übermensch diese tausend Aufgaben in der Dreiviertelstunde schaffen: Hut ab. Aber dann wäre nicht das wohlverdiente Ausruhen angesagt. Nein, nicht einmal fünf Minuten zum Kaffeetrinken wären drin. Denn die Kinderbetreuung soll sich dann laut Stellenaushang gleich nach weiteren Aufgaben umsehen. Wie unmenschlich das Ganze...

Abgesehen von diesem Putzwahnsinn oder von diesem fragwürdigen Nazi-Vergleich könnte man doch aber der Zeit, die man mit den Kindern verbringt, noch etwas Schönes abgewinnen und sollte den Job deshalb annehmen, oder? Nein, auf keinen Fall. Denn auch hier herrscht ein strenges Regiment, das die Eltern gleich im Vorfeld in der Stellenbeschreibung ankündigten. Denn zwischen 7:30 Uhr und 13:30 Uhr stehen viele Aktivitäten in jeweils nur einem kurzen Zeitfenster an. Dabei darf ein Blick der Nanny auf ihr Handy keinesfalls vorkommen. Denn sie soll stets für fröhliche Kinder sorgen, die immer lachen. Weinende Kinder wolle man nicht haben und Ruhe im Haus sei auch wichtig.

Glückliches Zuhause nur, wenn Babysitter alles packt!

Um dem gerecht zu werden, soll das Kindermädchen beispielsweise gemäß den Vorgaben mit den Kids im Pool spielen oder Pferde füttern. Die Aktivitäten sind genau vorgeschrieben. Wo bleiben hier die Freiheiten, ein kreatives Spiel mit den Kindern selbst zu erfinden und dürften sich die beiden zu betreuenden Jungs auch mal untereinander nur zu zweit beschäftigen? Scheinbar nicht. Jedenfalls nicht, wenn man denn das Ziel erreichen will, das die Eltern auf der zweiten Seite ihrer Stellenausschreibung formulierten, das lautet: "Wenn Sie all das meistern, dann haben wir ein glückliches Haus". Wie viel Glückseligkeit da noch drin steckt, ist aus unserer Sicht fraglich. Vielleicht hat man dann ein gut funktionierendes, aber sicher noch lang kein glückliches Heim.

Die Nanny, die diesen Job annimmt, dürfte wohl heillos überfordert sein, außer sie ist ein Übermensch. Zumindest braucht sie sich aber nicht mit einem öden Büro-Alltag abkämpfen. Denn der kann auch ganz schön beschwerlich sein. Aber da haben wir etwas für Sie: So verbessern Sie Ihre Konzentration auf der Arbeit.

Bei einem stressigen Joballtag, egal welcher Art, ist übrigens die Selbstfürsorge umso wichtiger. 8 Tipps hierzu zeigen wir Ihnen im folgenden Video:

8 Tipps für mehr Selbstfürsorge im Alltag
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Und vielleicht sind all die geforderten Aufgaben in der Stellenbeschreibung ja doch zu schaffen – zumindest die, die mit Putzen und Aufräumen zu tun haben. Denn vielleicht braucht man einfach nur die richtigen Hacks. Diese finden Sie auf unserer Themenseite Haushaltstipps.

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