12.05.2021 - 08:00

Kulikitaka-Challenge Kuh läuft vor Zug und stirbt – ist eine TikTok-Challenge schuld?

Sind die nicht niedlich? Offenbar wurde eine Allgäuer Kuh Opfer der sogenannten Kulikitaka-Challenge: Sie wurde vor einen Zug getrieben und starb bei der Kollision.

Foto: Getty Images/ K_Thalhofer

Sind die nicht niedlich? Offenbar wurde eine Allgäuer Kuh Opfer der sogenannten Kulikitaka-Challenge: Sie wurde vor einen Zug getrieben und starb bei der Kollision.

Im Allgäu scheuchten zwei Mädchen offenbar eine Kuh vor einen Zug. Musste die Kuh wegen einer Online-Challenge sterben?

Soziale Medien werden heute längst nicht mehr nur genutzt, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, sondern erfüllen viele verschiedene Funktionen: Sie bieten Selbstdarstellern eine Bühne und Aktivisten einen Treffpunkt, fungieren aber auch als Werbeplattform und Sammelplatz für neue Trends. Und dann gibt es ja auch noch den Unterhaltungsaspekt: Auf diesen stützt sich vor allem die Videoplattform TikTok. Allerdings nimmt das Entertainment nicht nur positive Formen an: Immer wieder sorgen haarsträubende Online-Challenges für Kritik. So auch die sogenannte Kulikitaka-Challenge – ist sie schuld daran, dass eine Allgäuer Kuh vor einen Zug rannte und starb?

Kuh von Zug erfasst: War sie ein Opfer der Kulikitaka-Challenge?

In der Öffentlichkeit angekommen ist der Trend der Social-Media-Challenges spätestens seit der Ice-Bucket-Challenge vor einigen Jahren, die auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam machen sollte. Doch nicht alle Challenges verfolgen ein solches Ziel, manche dienen auch nur der Unterhaltung. In jedem Fall filmen sich die Nutzer, die an der Herausforderung teilnehmen, dabei und laden das Video später auf ihrem Account hoch, wobei sie weitere Teilnehmer nominieren.

Das Phänomen der Kulikitaka-Challenge ist nicht neu: Bereits letzten Sommer sorgte die beliebte TikTok-Aktion für Kritik. Der Merkur bezeichnete die Challenge im August 2020 als "nicht nur total verrückt, sondern auch noch lebensgefährlich". Das Ziel der Challenge: Tiere aufscheuchen und ihre Reaktion filmen.

Augenzeugin deckt mutmaßlichen Unfall auf

Offenbar war auch die Kulikitaka-Challenge der Grund dafür, dass zwei Mädchen im Allgäu nun den Tod einer Kuh zu verantworten haben. Laut einer Pressemeldung der Bundespolizeidirektion München stehen die beiden unter Verdacht, Kühe auf einer Weide absichtlich aufgeschreckt und vor einen fahrenden Zug getrieben zu haben. Eine der Kühe kollidierte mit dem Zug und wurde getötet, es entstand weiterhin ein Sachschaden in Höhe von mindestens 20.000 bis 30.000 Euro.

Zuerst ging man von einem Unfall aus – bis sich eine Augenzeugin bei der Bundespolizeiinspektion Kempten meldete. Ihr waren am Tag des Zwischenfalls zwei Mädchen aufgefallen, die im Partnerlook gekleidet neben der Weide tanzten und herumsprangen. Als die beiden bemerkten, dass ihr Verhalten den Tieren Angst machte, stoppten sie nicht, sondern intensivierten ihre Bemühungen sogar.

Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Mädchen an der Kulikitaka-Challenge teilgenommen haben, und warnt vor der Teilnahme an solch fragwürdigen Trends. Nach den Verantwortlichen wird derzeit gesucht.

Viele Online-Herausforderungen sind dumm und im schlimmsten Fall sogar gefährlich. Wie wäre es stattdessen mit diesen sieben Challenges für mehr Motivation? Dabei kommt garantiert niemand zu Schaden! Cameron Diaz hingegen hat die Wein-Challenge für sich entdeckt…

Bekannt wurden Social-Media-Challenges durch die Ice-Bucket-Challenge. Letztes Jahr ist Patrick Quinn, der Mitbegründet der Ice-Bucket-Challenge, gestorben.

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