Aktualisiert: 10.05.2021 - 12:14

Kurswechsel Neue Nutzungsbedingungen: Macht WhatsApp einen Rückzieher?

Bereits seit Längerem möchte WhatsApp neue Nutzungsbedingungen durchsetzen. Jetzt gewährt das Unternehmen den Nutzern mehr Zeit.

Foto: Getty Images/ Oliver Rossi

Bereits seit Längerem möchte WhatsApp neue Nutzungsbedingungen durchsetzen. Jetzt gewährt das Unternehmen den Nutzern mehr Zeit.

Am 15. Mai treten die neuen WhatsApp-Nutzungsbedingungen in Kraft. Was passiert, wenn man diesen nicht zustimmt?

Viel wurde in den letzten Wochen und Monaten bereits über die neuen WhatsApp-Nutzungsbedingungen berichtet, die am 15. Mai in Kraft treten sollen. Bis dahin müssten Nutzer des Messenger-Dienstes diesen zustimmen, ansonsten sei die Nutzung nur noch stark eingeschränkt möglich – zumindest war das bisher die Position des Unternehmens. Jetzt sieht es allerdings ganz so aus, als ob es seine Meinung geändert hätte. Was passiert denn nun, wenn man den neuen WhatsApp-Nutzungsbedingungen nicht zustimmt?

WhatsApp-Nutzung weiterhin möglich – auch ohne neue Nutzungsbedingungen

Bislang hieß es: Wer den neuen WhatsApp-Nutzungsbedingungen nicht zustimme, solle Nachrichten und Anrufe, die über den Messenger-Dienst eingehen, zwar noch sehen, aber nicht mehr darauf reagieren können.

Jetzt macht WhatsApp jedoch einen Rückzieher – zumindest vorerst: Wie das Digital-Magazin t3n berichtet, können Nutzer, die den neuen Bedingungen nicht bis zum 15. Mai zustimmen, die App weiterhin ohne Einschränkungen nutzen. Auch die Nutzerkonten bleiben bestehen.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben…

Nachdem das Unternehmen die Deadline zum Akzeptieren der neuen Nutzungsbedingungen bereits einmal verschoben hatte – ursprünglich war der 15. Februar vorgesehen – folgt nun also die zweite Verzögerung. Dass die Nutzung der App ohne das Akzeptieren der Bedingungen trotzdem nicht als Dauerzustand gedacht ist, steht für das Unternehmen aber fest.

Zwar ist noch keine neue Deadline bekannt, in einem offiziellen Statement kündigt WhatsApp jedoch an, Nutzern in den nächsten Wochen weitere Erinnerungen zu senden, in denen sie dazu aufgefordert werden, den neuen Bedingungen zuzustimmen.

Neue Nutzungsbedingungen – was ändert sich?

Wie WhatsApp bereits im Januar in einem Blogeintrag auf der Unternehmenswebsite erklärte, gebe die Aktualisierung dem Unternehmen nicht die Berechtigung, Daten mit Facebook zu teilen – das war und ist offenbar eine der größten Befürchtungen der WhatsApp-Nutzer. Auch an der Verschlüsselung ändert sich laut Unternehmen nichts.

Stattdessen bezögen sich die neuen Nutzungsbedingungen auf Unternehmensfunktionen: Diese beträfen unter anderem die Kommunikation zwischen Privatpersonen und Unternehmen, beispielsweise im Rahmen von Kundenservices. Doch auch Shopping via WhatsApp werde dadurch möglich.

Lesen Sie hier nach, wie wir in der Vergangenheit über die strikte WhatsApp-Änderung berichtet haben.

Mehr über ihre Rechte als Verbraucher finden Sie auf unserer Themenseite Ratgeber Recht. Hier erfahren Sie unter anderem, welche Änderungen im Mai auf Sie zukommen. Außerdem wichtig: So schützen Sie sich vor PayPal-Betrug!

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