07.05.2021 - 14:42

Impfung zu Semesterbeginn Impfpflicht für Studierende: Diese Universitäten machen den Anfang

Die US-Elite-Universität Harvard führt ab nächstem Semester eine Corona-Impfpflicht ein. Ist eine solche auch in Deutschland möglich?

Foto: Getty Images/ LUNAMARINA

Die US-Elite-Universität Harvard führt ab nächstem Semester eine Corona-Impfpflicht ein. Ist eine solche auch in Deutschland möglich?

In den USA planen Universitäten die Rückkehr zum Normalbetrieb. Eine Impfpflicht soll verhindern, dass Seminare zu Superspreader-Events werden.

Eine Pflicht, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, wird es in Deutschland voraussichtlich nicht geben. Es ist aber durchaus möglich, dass private Unternehmen ihre Dienstleistungen und Einrichtungen nur geimpften Personen zugänglich machen werden, um die Eindämmung der Pandemie voranzutreiben und keine Menschen zu gefährden. Und nicht nur das: In den USA führen jetzt auch immer mehr Universitäten eine Corona-Impfpflicht für Studierende ein.

Corona in den USA: Immer mehr Universitäten setzen auf Impfpflicht

Der Universitätsbesuch ist ohne das Knüpfen und Pflegen von Kontakten nur schwer vorstellbar. An Universitäten kommen zahlreiche junge Menschen zusammen – und die wollen eben mit anderen jungen Menschen zusammensein. Seit Beginn der Pandemie halten Universitäten auf der ganzen Welt notgedrungen Online-Vorlesungen ab – doch dieser Zustand soll nicht ewig anhalten.

Wie aber kann man verhindern, dass, sobald der Regelbetrieb an den Universitäten wieder begonnen hat, Seminare, Gruppentreffen und andere studentische Aktivitäten zu Superspreader-Events werden? Viele private und öffentliche Universitäten in den USA haben diese Entscheidung bereits getroffen: Künftig soll eine Coronavirus-Impfpflicht für Studierende gelten.

Auch Elite-Universitäten sind mit dabei

Wie das Nachrichtenportal NPR berichtete, war die Rutgers-Universität in New Jersey die erste US-Universität, die Ende März angekündigt hatte, eine Corona-Impfpflicht für Studierende einzuführen. Weitere Universitäten folgten, unter anderem die Elite-Universitäten Brown und Cornell. Mitte April zog die renommierte Yale-Universität nach, Anfang Mai hat die Elite-Uni Harvard bekanntgegeben, die Corona-Schutzimpfung ab Herbst zur Voraussetzung zu machen.

Wer zu Beginn des neuen Semesters an den Campus zurückkehren möchte, muss vollständig immunisiert sein, d.h. die zweite Impfung muss mindestens zwei Wochen zurückliegen. Alle von der Weltgesundheitsorganisation zugelassenen Vakzine werden akzeptiert. Internationale Studenten und andere, die im Moment noch keinen Zugang zu einer Impfung haben, sollen sie vor Ort erhalten können. Von Angestellten der Universität wird erwartet, sich impfen zu lassen, eine Pflicht gibt es allerdings vorerst nicht. Diese könnte jedoch noch eingeführt werden, das weitere Vorgehen wird derzeit diskutiert. Ausnahmen von der Corona-Impfpflicht sind nur aus medizinischen oder religiösen Gründen möglich.

Corona-Impfpflicht an Universitäten: Auch in Deutschland möglich?

Im Moment weist nichts darauf hin, dass deutsche Universitäten ebenfalls eine Impfpflicht einführen werden. Es ist allerdings möglich, dass die USA, bedingt durch die rasch voranschreitende Impfkampagne, in dieser Angelegenheit eine Vorreiterposition einnehmen. Aktuell ist es für die meisten Studierenden in Deutschland noch gar nicht möglich, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Sollte das so weit sein, könnte es sein, dass eine solche Regelung zumindest diskutiert wird.

Sie sind skeptisch gegenüber der Corona-Impfung? Müssen Sie nicht sein – aus diesen Gründen. Übrigens: Auch der alte Mythos, dass Impfungen Autismus auslösen, konnte mittlerweile wiederlegt werden. Hier können Sie noch einmal nachlesen, wie weit uns Impfungen bereits gebracht haben.

Einen Vergleich der zugelassenen Corona-Impfstoffe finden Sie hier.

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