Aktualisiert: 05.05.2021 - 21:58

Weiß, blühend, schön Liebe seines Lebens gestorben – Witwer pflanzt Baum aus ihrer Asche

Wenn Birnbäume blühen, sieht das immer herrlich aus. Der Birnenstrauch eines Witwers ist durch die Asche seiner toten Ehefrau entstanden. (Symbolbild)

Foto: Getty Images/Westend61

Wenn Birnbäume blühen, sieht das immer herrlich aus. Der Birnenstrauch eines Witwers ist durch die Asche seiner toten Ehefrau entstanden. (Symbolbild)

Statt in einer Urne oder einem Sarg liegen die Überreste seiner geliebten Partnerin nun indirekt im Garten eines Witwers. Sie wurden dazu genutzt, einen Birnbaum zu ziehen.

2018 hatte Baustoffmarkt-Inhaber Thomas Firme einen schweren Verlust zu beklagen. Seine gebliebte Frau Irmgard starb. Auch wenn er sein restliches Leben nun nicht mehr mit ihr verbringen kann, so hat der Witwer doch irgendwie ihren Geist bei sich – im Garten in Form seines Birnbaums. Denn dieser ist mithilfe der Asche seiner Frau gewaschsen. Eine Geschichte, die über Liebe erzählt, die bis über den Tod hinausreicht.

Witwer hat Birnbaum im Garten – die Asche seiner Frau ließ ihn wachsen

Seine Frau Irmgard ist viel zu früh gegangen. Sie starb im Alter von 58 Jahren an einem Hirntumor, nachdem sie 36 Jahre lang die Ehefrau von Thomas Firme gewesen war. Dann sorgte ihr hinterbliebener Mann für eine besondere Erinnerung an sie, wie Bild berichtete. Er ließ ihre Asche mit Pflanzensubstrat mischen und so wächst nun ein Bäumchen heran. Es ist eine weißblühende Kupfer-Felsenbirne. Diese Schönheit kann er nun betrachten, wenn er aus seinem Küchenfenster hinaus in seinen Garten schaut. Im Sommer werden an dem Baum Früchte hängen. Der Plan des Witwers ist, diese dann zu Marmelade zu verarbeiten.

Niederländische Baumschule half beim Erschaffen der besonderen Erinnerung

Mit dem Birnbaum hat sich der Witwer nicht nur selbst eine außergewöhnliche Erinnerung an seine tote Frau geschaffen, sondern auch ihr einen Wunsch erfüllt. Denn er weiß, dass seine Irmgard am liebsten im Garten, den sie so sehr mochte, beerdigt werden wollte.

Weil das Vergraben von Asche im Garten in Deutschland nicht erlaubt ist, ging der Trauernde einen Umweg über die Niederlande. Für ca. 1500 Euro sendete er die Asche seiner verstorbenen Liebsten in eine Baumschule. Dort wurde sie mit dem Pflanzensubstrat vermengt, damit die gewünschte Baumart entstehen kann.

In Deutschland besteht Friedhofszwang. Daher kann die Asche Verstorbener nicht einfach irgendwo hingestreut werden. Aber in anderen Ländern gibt es ein paar Alternativen zur Beisetzung auf dem Friedhof. Lesen Sie, wie sich Kremationsasche auf ungewöhnliche Art beisetzen lässt.

Auch interessant zum Thema könnte die folgende Geschichte sein: Warum sich eine Frau mit dem Herzen ihres Mannes bestatten ließ.

Familie und Leben

Familie und Leben

Alles rund um Haus & Garten, Wissenswertes aus dem Alltagsleben und Ratgeberthemen sehen Sie in den Videos.

Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe