Aktualisiert: 03.05.2021 - 17:11

Ob das was bringt? Mit diesem Trick wollen die Johanniter Unfall-Gaffer zum Nachdenken bringen

Bei einem Unfall zählt oft jede Minute. Doch wenn Unfall-Gaffer die Straße blockieren, kommt im schlimmsten Fall jede Hilfe zu spät. Mit einem QR-Code wollen die Johanniter Abhilfe schaffen.

Foto: imago images/Smith

Bei einem Unfall zählt oft jede Minute. Doch wenn Unfall-Gaffer die Straße blockieren, kommt im schlimmsten Fall jede Hilfe zu spät. Mit einem QR-Code wollen die Johanniter Abhilfe schaffen.

Man kann zwar alles fotografieren – sollte man aber nicht. Was gar nicht geht: Fotos und Videos von Unfallorten. Das finden auch die Johanniter.

Manche Menschen haben offensichtlich jedes Gespür dafür verloren, wann es angemessen ist, ein Foto zu machen und wann nicht. Fotos von Unfallorten und -fahrzeugen sind eindeutig der zweiten Kategorie zuzurechnen – und trotzdem gibt es immer noch viel zu viele Schaulustige, die diese zum Anlass nehmen, ihr Handy zu zücken und zu filmen. Die Hilfsorganisation der Johanniter will Unfall-Gaffer jetzt zum Nachdenken bringen – mit einer Botschaft per QR-Code

Extra für Unfall-Gaffer: Johanniter führen QR-Code ein

Die zahlreichen Vorteile von Smartphones, Tablets und Co sind nicht von der Hand zu weisen: Kontakt zu halten war noch nie so einfach, der Zugriff auf das Weltwissen noch nie so niedrigschwellig und dank Google Maps verlaufen wir uns auch deutlich seltener als früher.

Doch unsere elektronischen Endgeräte erleichtern uns das Leben nicht nur. Manchmal sind sie auch einfach nur nervig, zum Beispiel wenn jemand selbst während einer Konversation kaum von seinem Bildschirm aufblickt oder bei Großveranstaltungen über einem Meer aus Köpfen ein weiteres Meer aus Handys wabert.

Im schlimmsten Fall ist das Kleben am Handy jedoch nicht nur geschmacklos, sondern sogar gefährlich: Unfall-Gaffer, die unvorsichtig und im Schneckentempo am Unglücksort vorbeifahren und filmen oder fotografieren, blockieren die Straße und sabotieren so Rettungseinsätze – im schlimmsten Fall kommt dann für die Unfallopfer jede Hilfe zu spät. Das ist einer der Gründe dafür, warum Unfallfotos in Deutschland illegal sind und mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden.

Foto? Warnung!

Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat sich deshalb nun einen Trick einfallen lassen. Wie die Nachrichten-Website Heise berichtete, plant die Hilfsorganisation, in Zukunft einige ihrer Fahrzeuge sowie Sichtblenden mit einem QR-Code zu bekleben. Das Smartphone der Gaffer, die ihr Handy auf den Rettungswagen richten, erkennt den QR-Code automatisch und scannt ihn – prompt wird der Schaulustige auf eine Website mit einem Warnhinweis weitergeleitet: "Stop! Gaffen tötet!"

Diese Botschaft soll Gaffer darauf aufmerksam machen, wie gefährlich ihr Handeln ist und sie zum schnellen Weiterfahren animieren. Nach einer Testphase von mehreren Monaten will die Hilfsorganisation die Daten auswerten und entscheiden, ob das Projekt auf alle Fahrzeuge ausgeweitet werden soll.

Nicht nur die Johanniter-Fahrzeuge, auch Briefmarken ziert neuerdings ein Code! Das hat es damit auf sich. Und auch das neue Update der Corona-Warn-App hat mit QR-Codes zu tun…

Familie und Leben

Familie und Leben

Alles rund um Haus & Garten, Wissenswertes aus dem Alltagsleben und Ratgeberthemen sehen Sie in den Videos.

Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe