Aktualisiert: 03.05.2021 - 21:05

Tragischer Unfall Frau in Badewanne gestorben – Handy war schuld

Handy und Laptop können beim Baden zur Gefahr werden. Eine Frau starb durch die Handybenutzung in der Wanne. So schützen Sie sich. (Symbolbild)

Foto: Getty Images/Fabio Principe / EyeEm

Handy und Laptop können beim Baden zur Gefahr werden. Eine Frau starb durch die Handybenutzung in der Wanne. So schützen Sie sich. (Symbolbild)

Das Handy kann im Badezimmer zur Gefahr werden. Einer Frau kostete es das Leben. Elektronische Geräte müssen im Bad mit Bedacht genutzt werden. DAS sollten Sie beachten.

In der Schweiz, genauer in Gossau, kam es vergangenen Donnerstagabend zu einem verheerenden Unfall. Eine junge Frau nahm daheim ein Bad und schaute währenddessen auf ihrem Handy eine Sendung – bis es zu dem tödlichen Vorfall kam, vor dem nur eindringlich zu warnen ist: In der Badewanne hat das Handy nichts zu suchen – wenn es gerade aufgeladen wird!

Frau stirbt in der Badewanne wegen ihres Handys

Sicher hat das jeder schon mal gemacht. Wir liegen in der schönen warmen Badewanne, haben uns ein Glas Sekt oder eine Tasse Tee bereitgestellt und wollen uns dazu mit einem Film oder ein paar Youtube-Clips via Handy entspannen. An sich ist das heutzutage auch kein allzu großes Problem mehr, sind die meisten Geräte doch halbwegs wasserdicht. Lebensgefährlich wird's aber, wenn nicht das Handy per Ladekabel an den Strom angeschlossen ist. Genau diesen Fehler machte die badende Frau aus der Schweiz, wie t-online.de berichtete. Ihr Akku war schwach, aber sie wollte beim Baden ein Video schauen. Also kam sie auf die fatale Idee, ihr Smartphone zu benutzen, während es per Stromkabel lud.

Dann fiel der 22-Jährigen nach Angaben der Kantonspolizei in St. Gallen das Mobiltelefon in die Badewanne. Achtung, so etwas kann natürlich mit nassen Fingern schnell passieren. Bei kabelloser Benutzung ist das teure Gerät einfach nur kaputt, aber in diesem Fall endete das kleine Missgeschick traurigerweise tödlich. Es kam zu einem Stromschlag. Die herbeigerufene Rettung konnte der verunglückten Frau nicht mehr helfen. Die Angehörigen der Toten erhielten Unterstützung von einen psychologischen Dienst.

Jegliche Elektronik von gefüllter Badewanne fernhalten

Auch wenn das eigentlich jeder weiß und man das schon im Kindesalter beigebracht bekommt, es kann vergessen werden oder manchmal ist einfach Unachtsamkeit im Spiel: Elektronische Geräte gehören nicht in die Nähe einer mit Wasser gefüllten Wanne oder eines gefüllten Waschbeckens. Es lässt sich nicht oft genug eindringlich davor warnen. In diesem Fall war es das Handy. Es können aber auch andere Gegenstände gefährlich werden, beispielsweise das elektrische Rasiergerät oder der Haartrockner. Der Fön sollte nicht schon mit dem Stecker eingesteckt auf dem Badewannenrand platziert werden, um sich nach dem Bad die Haare trocknen zu wollen.

Auf der sicheren Seite: Buch statt Handy oder Laptop beim Baden

Am besten meidet man solche Geräte im gesamten Badezimmer. Das Handy sollte lieber draußen bleiben. Denn selbst wenn es ohne an den Strom angeschlossen zu sein, ins Wasser rutscht, kann es, sofern es nicht wasserdicht ist, Schäden bekommen. Mit einem Buch entspannt es sich in der Wanne auch gut – wenn nicht sogar besser, weil nicht ständig piepsende Nachrichten die wohlige Ruhe unterbrechen – Entspannung pur. Muss es aber dennoch beispielsweise das Radio sein, das beim Badevergnügen einfach nicht fehlen darf, dann sollten Sie auf ein batteriebetriebenes Gerät ausweichen – am besten eines, das als Badezimmerradio gekennzeichnet ist und mit der hohen Luftfeuchtigkeit im Bad klarkommt.

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Auch der Laptop hat in der Nasszelle nichts zu suchen. Selbst wenn er auf einem kleinen Tisch oder einem Stuhl neben der Badewanne steht, kann es laut suedkurier.de unglücklich ausgehen. Tatsächlich kann es durch Benutzung des Laptops mit nassen Fingern zu einem Stromschlag kommen. Das ist vor allem der Fall, wenn das Gerät nicht richtig isoliert ist.

Gefahr im Bad durch andere Personen nicht unterschätzen

Wichtig ist auch, wie eurapon.de hinweist, dass auch andere Personen in der Zeit, in der Sie in der Badewanne sind, keine elektrischen Geräte im Bad verwenden. Liegt jemand gerade in der Wanne, kann es ebenso zu Unfällen kommen, wenn sich beispielsweise der Partner daneben die Haare fönt. Er muss nur einmal Stolpern und das folgenschwere Unglück nimmt seinen Lauf. Eine weitere Vorsichtsmaßnahme ist die, dass der Fön nur dann benutzt wird, wenn Wanne und Waschbecken trocken sind. Damit die Steckdosen im Bad vor Wasserspritzern geschützt sind, helfen Klappdeckel.

Kleinere Stromschläge lauern daheim auch, wenn man heimwerkt. Was man bei einem solchen und anderen Verletzungen von Heimwerkern tun kann, lesen Sie hier.

Gefahren lauern leider auch in der Küche. Es gab einmal diesen Fall hier, als eine eine Frau von der Küchenmaschine erwürgt wurde. Tragen Sie beim Kuchenbacken am besten niemals einen Schal.

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