Aktualisiert: 28.04.2021 - 12:01

Erleichterung im Alltag Covid-19 überstanden? Hier brauchen Sie ab jetzt keinen Schnelltest mehr!

Die Maske in hohem Bogen von sich schleudern? Nein, das dürfen auch Personen nicht, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben. Doch in Berlin müssen Genesene nun keinen negativen Corona-Test mehr vorweisen, um bestimmte Freiheiten in Anspruch zu nehmen.

Foto: imago images/robertkalb photographien

Die Maske in hohem Bogen von sich schleudern? Nein, das dürfen auch Personen nicht, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben. Doch in Berlin müssen Genesene nun keinen negativen Corona-Test mehr vorweisen, um bestimmte Freiheiten in Anspruch zu nehmen.

Wer eine Coronavirus-Infektion überstanden hat, gilt als immun – zumindest eine Zeit lang. Damit sind Schnelltests überflüssig…

Beim Impfgipfel von Bund und Ländern wurde beschlossen, dass Geimpfte und Getestete in Zukunft wie Personen behandelt werden sollen, die negativ auf das Coronavirus getestet wurden. Das bedeutet: Der Besuch von Geschäften oder anderen Einrichtungen, für die eigentlich ein negativer Corona-Test notwendig wäre, ist für sie auch ohne Schnelltest möglich. In Berlin galt diese Regelung für Geimpfte bereits seit Mitte April, Genesene waren bislang aber davon ausgeschlossen. Jetzt zieht der Senat nach und setzt den Beschluss der Bundesregierung um: Genesene müssen in Berlin jetzt ebenfalls keinen Corona-Test mehr vorweisen können.

Bundeskanzlerin Merkel nach Corona-Impfgipfel
Bundeskanzlerin Merkel nach Corona-Impfgipfel

Kein Corona-Test für Genesene: Berliner Senat schafft Testpflicht ab

Wie auf der Website der Hauptstadt zu lesen ist, hat der Berliner Senat am gestrigen Dienstag beschlossen, die Testpflicht für Genesene abzuschaffen. Das bedeutet, dass für Personen, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben, der Besuch von Geschäften und anderen Einrichtungen sowie die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen möglich ist, ohne dass sie sich zuvor um einen Corona-Schnelltest bemühen müssen.

Als genesen gelten all jene, deren Infektion mit dem Coronavirus länger als 28 Tage, aber nicht länger als sechs Monate zurückliegt. Man geht davon aus, dass die Immunität, die man durch eine Infektion entwickelt, mindestens 6 Monate andauert. Genesene müssen ihre Erkrankung mithilfe ihres PCR-Testnachweises, der das positive Ergebnis bescheinigt, nachweisen können. Positive Schnell- oder Selbsttests zählen also nicht – genau so wenig wie Überzeugungsversuche á la "Ich hab zwar keinen Nachweis, aber ich bin mir sicher, dass ich es hatte, ich war vor drei Monaten mal richtig krank…"

Noch mehr Freiheiten in Aussicht?

Für Geimpfte und Genesene gelten also die gleichen Regeln, allerdings fallen die wiedererlangten Freiheiten vorerst noch relativ zaghaft aus. Wer verreisen möchte, muss danach nicht mehr in Quarantäne, außerdem darf man wieder in den Baumarkt und zum Friseur – mit Termin natürlich. Eine Rückkehr zur Normalität ist das noch lange nicht. Dennoch ist denkbar, dass Geimpfte und Genesene sich bald über weitere Lockerungen freuen dürfen – Lockerungen, die für negativ Getestete nicht gelten. Kanzlerin Angela Merkel warnte im Vorfeld der Konferenz nämlich davor, Genesene, Geimpfte und Getestete gleichzustellen.

Ob weitere Lockerungen in Kraft treten werden, beispielsweise bezüglich des Zutritts von Kultur- und Freizeiteinrichtungen, bleibt abzuwarten. Zwar ist ein digitaler Corona-Immunitätsausweis in Arbeit, ein Entwurf des Bundesjustizministeriums, der umfassende Lockerungen für Geimpfte und Genesene vorsah, zog laut einem Bericht der Bild-Zeitung beim Impfgipfel aber Kritik nach sich. Fest steht zumindest schon, dass Maßnahmen wie das Tragen einer Maske sowie die Abstands- und Hygieneregeln auch von Geimpften und Genesenen weiterhin eingehalten werden müssen.

Die gute Nachricht: Ein weiterer Beschluss des Impfgipfels sieht vor, dass die Impfpriorisierung ab Juni aufgehoben wird. Dann kann jeder einen Termin für seine Impfung gegen das Coronavirus vereinbaren.

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