Aktualisiert: 01.05.2021 - 22:02

Die Schauspielerin im Interview Stephanie Stumph: Mein Vater und ich – wir sind nicht zu bremsen

Von Wibke Thiedemann

Wolfgang und Stephanie Stumph sind ein wahres Power-Duo – ob vor oder hinter der Kamera.

Foto: IMAGO / Eventpress

Wolfgang und Stephanie Stumph sind ein wahres Power-Duo – ob vor oder hinter der Kamera.

Stephanie Stumph stand schon im Alter von 10 Jahren gemeinsam mit ihrem Vater Wolfgang Stumph vor der Kamera. Zum 75. Geburtstag von ihrem Vater kehrte das Power-Duo zurück ans Set der ZDF-Serie "Stubbe". Im Interview spricht die Schauspielerin nun über die besondere Verbindung, die sie zu ihrem Vater hat.

Stephanie Stumph wurde am 07. Juli 1984 in Dresden geboren. Ihre Karriere startete schon sehr früh: Von 1995 bis 2014 war sie an der Seite ihres Vaters Wolfgang Stumph in der Serie "Stubbe – von Fall zu Fall" im ZDF zu sehen. Seit 2014 ist sie außerdem Teil des Rateteams der ARD-Sendung "Kaum zu glauben". Seit 2015 kann man Stephanie Stumph in der Rolle der Kommissarin in "Der Alte" im ZDF sehen. Neben der Schauspielerei ist auch die Musik ihre Leidenschaft. 2017 feierte sie als Komponistin und Liedtexterin des Songs "Herzbeben" von Helene Fischer echte Charts-Erfolge.

Im Interview mit BILD der FRAU spricht Stephanie Stumph über die besondere Beziehung zu ihrem Vater und Schauspielkollegen Wolfgang Stumph.

BILD der FRAU: Liebe Stephanie, vor 27 Jahren standen Sie zum ersten Mal mit Ihrem Papa für "Stubbe" vor der Kamera. Gibt's da besonders schöne Erinnerungen?

Stephanie Stumph: So viele (lacht)! Ich weiß noch, wie Lutz Mackensy mal beim Dreh einer Friedhofs-Szene versehentlich ins Grab gefallen ist. Ich selbst habe mit Blutvergiftung gedreht und mit Gipsfuß. Vielleicht alles nicht schön, aber gelacht haben wir viel.

Vor sechs Jahren waren Sie zuletzt bei "Stubbe" dabei. Was haben Sie vermisst?

Meine Rolle! Die Christiane ist schon ein Teil von mir. Irgendwie ist sie über all die Jahre damals so was wie eine Freundin geworden. Ich habe aber auch immer dieses Gefühl gehabt: Christiane ist eigentlich viel besser als ich. Stärker, souveräner und schlauer, wenn es darum geht, mit Problemen umzugehen. Irgendwie ist sie meine bessere Hälfte.

Damals wie heute: Wolfgang und Stephanie Stumph im Jahr 1995 in der ZDF-Serie "Stubbe"

Hatten Sie auch mal genug und wollten nur noch Stephanie sein?

Nein, ich wollte eigentlich nur immer mehr. Ich wollte den Beruf noch mehr ausüben – und das habe ich ja auch geschafft. Inzwischen bin ich selbst Kommissarin beim ZDF in "Der Alte". Schon im siebten Jahr.

Wenn man mit Ihrem Vater spricht, merkt man, wie stolz er darauf ist, dass Sie Ihren eigenen Weg gehen, eine so erfolgreiche Frau sind.

Wie schön zu hören. Papa trägt uns Frauen auch wirklich auf Händen. Und er ist ein großer Verfechter von Gleichberechtigung. Für mich gibt’s deswegen diese klassischen Rollenbilder auch gar nicht. Ich bin bei der Arbeit die einzige Frau – ob beim "Alten" oder bei "Kaum zu glauben!". Ich habe das auch gern, ich arbeite gern mit Männern. Ich denke, von den Männern können wir Frauen uns noch viel abgucken – und die sich umgekehrt aber auch von uns (lacht).

Was sind die wichtigsten Lektionen, die Sie von Ihrem Papa gelernt haben?

Geduld und Diplomatie, würde ich sagen. Ich glaube, ich muss da auch noch ein bisschen üben, bin aber schon auf dem richtigen Weg. Und generell einen respektvollen Umgang mit Menschen. Bei ihm steht keiner über dem anderen, nur weil der eine vor und der andere hinter der Kamera ist. "Ich bin hier der/ die Größte" – gibt’s bei uns nicht

Stephanie Stumph ist, ähnlich wie Papa Wolfgang, für jeden Spaß zu haben, das beweist die Schauspielerin bei jeder Gelegenheit.

Was haben Sie Papa beigebracht? Computern?

Mein Vater ist technisch sehr affin, hat eigentlich immer die neuesten Updates auf dem Laptop, nur bei Fremdsprachen helfe ich ihm ab und zu mal. Oder wenn wir fernsehen, dann erkläre ich ihm, welche Influencer er alle nicht kennen muss. Manche Bildungslücke steht einem gut.

Süß, dass Sie zusammen gucken …

Klar. Ich habe meinem Vater jetzt auch Netflix eingerichtet – ganz uneigennützig (lächelt). Jeden Abend stundenlang Rommé spielen ist ja auf Dauer auch langweilig … Was aber wirklich schön ist: Durch Corona hatten wir noch mehr Zeit zusammen, waren oft spazieren und auch am Abend daheim zusammen.

Am 31. Januar wurde Ihr Vater 75 Jahre jung – was wünschten Sie ihm?

Gesundheit, das ist das Allerwichtigste! Und dass er seine Zeit so nutzen kann, wie er möchte. Dass er kreativ sein darf und nur Dinge tut, die ihm Spaß machen.

Müssen Sie ihn auch mal bremsen in seinem Schaffensdrang?

(Lacht.) Geht nicht. Denn ich bin ja genauso wie er. Außerdem finde ich es gut, wenn er so aktiv ist und sich für so viele Dinge begeistert. Von mir aus darf er so viel arbeiten, wie er möchte.

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Wenn Sie Ihre liebsten Stars und Sternchen ein wenig besser kennenlernen möchten, dann schauen Sie doch mal auf unserer Interviews-Themenseite vorbei.

Im Interview mit BILD der FRAU spricht Wolfgang Stumph über seine Erfolge als Schauspieler und seinen Ruhestand – und natürlich auch über seine Tochter Stephanie!

Wolfgang Stumph ist, wie seine Tochter gesagt hat, ein "wahrer Verfechter der Gleichberechtigung". Im Interview macht sich auch Moderatorin Frauke Ludowig für Frauen stark. Erfahren Sie alles zu ihrer neuen Kampagne gegen häusliche Gewalt!

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