21.04.2021 - 08:46

Nächstes Corona-Regelwirrwarr? Bei Ausgangssperre: Autofahren verboten – Roller erlaubt!

Während der Ausgangsperre muss das Auto nach 22 Uhr stehen bleiben, wenn man keinen wichtigen Grund zum Verlassen seines Hauses hat. Doch Rollerfahrer dürften scheinbar ungesühnt zu einer Spritztour aufbrechen.

Foto: Getty Images/Emanuel M Schwermer

Während der Ausgangsperre muss das Auto nach 22 Uhr stehen bleiben, wenn man keinen wichtigen Grund zum Verlassen seines Hauses hat. Doch Rollerfahrer dürften scheinbar ungesühnt zu einer Spritztour aufbrechen.

In Zeiten der Ausgangssperre muss das Auto stehen bleiben. Rollerbesitzer aber dürfen cruisen. Ist das fair? Und noch wichtiger: Ist das nachvollziehbar?

Heute soll die Corona-Notbremse im Bundestag beschlossen werden. Folglich könnte es dann gleich zu Beginn nächster Woche mit Ausgangsperren in allen Gebieten mit einer Inzidenz über 100 losgehen. Das bedeutet: Ohne triftigen Grund dürften wir unser Zuhause zwischen 22 und 5 Uhr nicht mehr verlassen. Die Ausnahme besagt aber, dass BürgerInnen für die körperliche Bewegung zwischen 22 und 24 Uhr noch auf die Straße dürfen. Rollerfahren soll bei der Ausgangssperre voraussichtlich auch erlaubt sein, aber das Auto muss stehen bleiben. Bahnt sich hier schon wieder ein unverständliches Regelchaos an?

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Wenn die Ausgangssperre kommt: Rollerfahren erlaubt – Autofahren nicht

Wenn die Ausgangsperre nächste Woche in Kraft treten sollte, könnte sich wieder ein Corona-Regelwirrwarr breit machen. Denn laut Bild-Informationen soll dann Autofahren zu den Sperrzeiten verboten sein, während das Rollerfahren bis Mitternacht noch erlaubt ist. Denn die SPD-Fraktions-Sprecherin Sabine Dittmar hatte bekanntgegeben, dass es so sein dürfte, dass "Fahrrad- bzw. Rollerfahren gleichermaßen" genehmigt sein wird. Diese dann neu eingeführte Regel dürfte so einige Autofahrer erzürnen, vor allem wird sie sicherlich Unverständnis hervorrufen.

Taxi statt Fahrt im eigenen PKW

Sich dieser Corona-Maßnahme zu widersetzen, wird aber keine gute Idee sein. Denn Rudolf Henke, CDU-Gesundheitspolitiker, ließ bereits verlauten, dass "Kontrollen von Autofahrern grundsätzlich denkbar" sein werden. Wer aber nicht ins eigene Auto steigt, sondern sich ein Taxi ruft, kann sich den Anordnungen zumindest bis zu einer Polizeikontrolle etwas entwinden. Denn der Taxifahrer darf nicht checken, ob sein Fahrgast fahrberechtigt ist.

Mehr zur Corona-Lage in Deutschland finden Sie auf unserer Themenseite. Dort lesen Sie unter anderem, dass zu wenig Bewegung das Corona-Sterberisiko erhöht.

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