20.04.2021 - 07:21

In Niedersachsen Impfwirrwarr geht weiter: Gesunde, junge Menschen zum Impfen eingeladen

Impfeinladungen sollten angesichts der derzeit noch knappen Impfdosen an die richtigen Personen gehen. Doch  in Niedersachsen kam es nun zu einem Fehler beim Versenden der Impfschreiben.

Foto: IMAGO / snapshot

Impfeinladungen sollten angesichts der derzeit noch knappen Impfdosen an die richtigen Personen gehen. Doch in Niedersachsen kam es nun zu einem Fehler beim Versenden der Impfschreiben.

Jung und gesund? Dann sollten Sie eigentlich gerade noch keine Impfeinladung erhalten. Doch aus DIESEM Grund kann es immer mal wieder dazu kommen, dass Menschen, die beim Impfen noch nicht an der Reihe sind, zur Covid-19-Impfung eingeladen werden.

Das Chaos beim Impfen, das sich schon mehrfach zeigte, hält an. Man muss dazu sagen, dass es aber auch keine leichte Aufgabe ist, über 80 Millionen Menschen im Land durchzuimpfen. Wenn dazu die Einladungen automatisiert verschickt werden, kann es natürlich hier und da zu einem Fehler kommen. Und genau ein solcher ist nun in Niedersachsen passiert. Plötzlich erhielten gesunde, junge Menschen eine Impfeinladung.

Impfung nach Covid-19?
Impfung nach Covid-19?

Niedersachsen: Impfschreiben gehen an völlig gesunde und junge Bürger

Sollte man sich freuen oder einfach nur wundern, wenn man als junger Mensch ohne Vorerkrankung eine Einladung für einen Impftermin im Briefkasten findet? Der eine wird sich über das Versehen sicherlich glücklich schätzen und versuchen, sich den Piks direkt zu holen. Bei dem anderen macht sich vielleicht eher die Verunsicherung breit, Fragen kommen auf: "Was habe ich denn eigentlich für eine Krankheit?"

So ging es sicherlich auch den jungen, gesunden Betroffenen, die im Land Niedersachsen auf einmal eine Impfeinladung in den Händen hielten, worüber bereits RTL berichtete. In der Region Hannover kam es zu diesem Patzer im Impfgeschehen.

Der Grund für das weitere Impfwirrwar liegt im automatisierten Verfahren

Zu erklären ist dieser Fehler laut Detlef Haffke von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) so: Der Brief stammt zwar vom Gesundheitsministerium, wie im Absender der Impfeinladung zu lesen ist, dieses sei aber dafür nicht verantwortlich. Die Krankenkassen verschicken die Impfeinladungen automatisch auf der Basis von gespeicherten Patientendaten. Dabei kann es dazu kommen, dass früher mal eine Diagnose gestellt worden ist, die dazu führte, dass der- oder diejenige nun einen Impftermin bekommt, obwohl er schon längst geheilt ist.

Das ist natürlich derzeit absolut ungünstig. Denn momentan sind Impfdosen immer noch nicht ausreichend vorhanden, um junge Gesunde zu impfen. Erst sind noch die Älteren und Vorerkrankten an der Reihe. Und für die Impfung dieser muss der aktuell noch knappe Impfstoff genutzt werden.

Mehr zur Corona-Lage und zum Impfgeschehen lesen Sie auf unserer Themenseite. Dort erfahren Sie auch, dass gefälschte Impfausweise im Internet verkauft werden.

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