17.04.2021 - 13:00

Diskussion um Auslandsreisen Öl im Feuer der Mallorca-Debatte: Brasilianische Mutante auf Insel festgestellt!

Von der Redaktion

Gerade erst ging es mit dem Tourismus auf Mallorca wieder los, jetzt wurde bei einer Routinekontrolle in Palmas Krankenhaus Son Espases die brasilianische Variante des Coronavirus festgestellt.

Foto: Getty Images/ JAIME REINA

Gerade erst ging es mit dem Tourismus auf Mallorca wieder los, jetzt wurde bei einer Routinekontrolle in Palmas Krankenhaus Son Espases die brasilianische Variante des Coronavirus festgestellt.

An Urlaubsorten wie auf der Baleareninsel Mallorca kommen Touristen aus aller Welt zusammen. Somit steigt das Risiko der Verbreitung gefährlicher Virus-Mutanten.

Die Mallorca-Debatte hielt Deutschland während der letzten Wochen in Atem: Nachdem die ersten Hotels auf der Baleareninsel angekündigt hatten, wieder öffnen zu wollen, und Fluggesellschaften ihre Flüge aufstockten, konnte so mancher Deutscher der Sehnsucht nach dem Meer und einem milderen Klima nicht mehr länger widerstehen. Doch auch Touristen anderer Herkunft schätzen die Urlaubsdestination. Wenn aber viele Menschen aus verschiedenen Ländern während einer Pandemie zusammenkommen, birgt das immer auch Risiken: Gerade wurde die brasilianische Variante des Coronavirus auf Mallorca festgestellt.

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Auch, wenn Mallorca als Lieblingsinsel der Deutschen gilt, so zieht es doch nicht nur Deutsche dorthin. Auch Touristen aus Großbritannien und anderen europäischen Ländern reisen gerne nach Mallorca. Das ist gefährlich, denn Urlauber können zur Verbreitung gefährlicher Corona-Mutanten beitragen: Reisende aus verschiedenen Herkunftsländern treffen sich, infizieren sich über den Kontakt mit anderen Touristen oder Einheimischen mit einer Coronavirus-Variante, die in ihrem Heimatland noch nicht verbreitet ist und schleppen diese bei der Heimreise unbemerkt ein. Zwar gibt es Reisebeschränkungen wie die Test- und die Quarantänepflicht, doch das Restrisiko, dass eine Coronavirus-Infektion nicht erkannt wird, besteht immer.

Brasilianische Mutante P1 bei Routinekontrolle festgestellt

Auch Mallorca rückt durch diese Gefahr jetzt erneut in den Fokus der Aufmerksamkeit: Wie unter anderem das Ärzteblatt berichtete, wurde auf der Insel die brasilianische Coronavirus-Variante P1 festgestellt. Das bestätigte Antonio Oliver, Chef der Mikrobiologie von Palmas Krankenhaus Son Espases, bei einer Pressekonferenz. Man habe die Variante bei einer routinemäßigen Sequenzierung eines positiven PCR-Tests vom 29. März entdeckt. 49 Personen seien im Zusammenhang mit einem Infektionsherd getestet worden, 9 davon positiv. Nachdem bei einem dieser Testergebnisse jetzt die Variante P1 festgestellt wurde, sollen auch die anderen Proben auf diese analysiert werden.

Es bleibt zu hoffe, dass dieser Test der einzige ist, der die brasilianische Variante aufweist. Doch selbst dann besteht die Gefahr, dass die Variante bereits auf der Insel kursiert, sich Touristen unbemerkt damit infizieren und die Mutanten mit nach Hause nehmen.

Kleine Historie der Mallorca-Debatte gefällig? Anfang März gaben einige Hotels auf Mallorca bekannt, wieder öffnen zu wollen. Der Andrang war groß: Auch Eurowings stockte seine Mallorca-Flüge auf. Es entbrannte eine Diskussion über Reiseverbote, doch schnell stand fest: Urlaub im Ausland bleibt erlaubt. Tatsächlich sieht es momentan ganz so aus, als ob Reisen diesen Sommer trotz Corona-Pandemie wieder möglich sein wird. Die ersten Reedereien bieten bereits Kreuzfahrten für Geimpfte an.

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