15.04.2021 - 10:09

Rewe, Aldi, dm… Deutschland verhängt Ausgangssperre: Das sind die Folgen für den Handel!

Bis 23 Uhr Lebensmittel einkaufen? Gemäß der von der Bundesregierung beschlossenen Notbremse wird das in Zukunft nicht mehr möglich sein. Die Ausgangssperre ab 21 Uhr wird sich auch auf die Öffnungszeiten der Geschäfte auswirken.

Foto: imago images/Arnulf Hettrich

Bis 23 Uhr Lebensmittel einkaufen? Gemäß der von der Bundesregierung beschlossenen Notbremse wird das in Zukunft nicht mehr möglich sein. Die Ausgangssperre ab 21 Uhr wird sich auch auf die Öffnungszeiten der Geschäfte auswirken.

Deutschland zieht die Notbremse – inklusive Ausgangssperre. Das wirkt sich auch auf die Öffnungszeiten der Geschäfte aus.

Im Gegensatz zu den Geschäften des Einzelhandels waren Supermärkte, Drogeriemärkte und andere Geschäfte, die der Deckung des Grundbedarfs dienen, bisher nur in geringem Umfang von den Corona-Regeln betroffen. Das ändert sich jetzt. Am Dienstag hat die Bundesregierung beschlossen, eine bundesweit einheitliche Corona-Notbremse auf den Weg zu bringen: Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über 100, gelten strenge Maßnahmen, inklusive Ausgangssperre ab 21 Uhr. Diese wirkt sich natürlich auch auf die Öffnungszeiten der Geschäfte aus.

Notbremse: Wie die Ausgangssperre die Öffnungszeiten beeinflusst

Zugegeben, ausufernde Shopping-Touren haben in letzter Zeit wahrscheinlich ohnehin die wenigsten unternommen. Von der Angst, sich bei einer solchen mit dem Coronavirus zu infizieren mal abgesehen, ist der organisatorische Aufwand erheblich: Wer in Läden einkaufen möchte, die nicht der Deckung des Grundbedarfs dienen, muss einen tagesaktuellen, negativen Corona-Test vorweisen können. Auch weitere Maßnahmen zur Kontaktverfolgung wie beispielsweise die Luca-App gelten vielerorts.

Supermärkte, Drogeriemärkte und andere "unverzichtbare" Geschäfte kamen da bislang glimpflich davon: Von Maskenpflicht und Kundenbegrenzung abgesehen, herrschte dort überwiegend business as usual. Bis jetzt. Die Notbremse der Bundesregierung führt nicht nur dazu, dass der Einzelhandel und kulturelle Einrichtungen wieder schließen müssen, sie sieht auch eine Ausgangssperre ab 21 Uhr vor. Danach darf man sich nur noch aus wichtigen Gründen außerhalb der eigenen Wohnung aufhalten – Einkaufen zählt nicht dazu, auch nicht im Supermarkt.

Supermärkte dürfen geöffnet bleiben – aber…

Bedeutet das, dass Supermärkte und Co auch schon um 21 Uhr schließen müssen? Nun ja – nicht zwingend. Die Zeitung Come On erkundigte sich beim Märkischen Kreis danach, ob die Geschäfte dort nun ab 21 Uhr schließen müssten. Die Antwort lautete: Es sei jedem Geschäft selbst überlassen, zu entscheiden, ob es geöffnet bleibt oder schließt. Auch der Verkauf nach 21 Uhr sei prinzipiell erlaubt – Bürger dürften sich jedoch für diesen Zweck nicht aus der Wohnung begeben.

Das bedeutet vermutlich, dass auch Rewe, Aldi und Co in Zukunft ihre Türen ab 21 Uhr schließen werden, wenn nicht sogar noch früher. Denn: Wozu geöffnet haben, wenn es niemandem erlaubt ist, einzukaufen?

Mehr über die bundesweit einheitliche Corona-Notbremse lesen Sie hier.

Immer mehr Menschen sind Lockdown-müde. Doch derzeit sieht es düster aus, was die Alternativen zur Holzhammermethode angeht. Gerade erst warnte Virologe Christian Drosten vor der begrenzten Zuverlässigkeit von Schnelltests. Auch die digitale Kontaktverfolgung, in die man zu Beginn der Coronavirus-Pandemie so große Hoffnungen setzte, kommt in Deutschland nicht so richtig ins Rollen: Ikea machte gerade die Luca-App zur Pflicht – prompt folgte ein Shitstorm.

Immerhin: Es gibt auch gute Nachrichten. Das Asthmamittel Budesonid verhindert schwere Covid-Verläufe!

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