14.04.2021 - 07:57

Beschluss des Senats In Berlin haben Geimpfte jetzt wieder mehr Freiheiten

Vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Personen haben in Berlin jetzt wieder mehr Freiheiten. Der Beschluss des Berliner Senats soll ab dem 18. April umgesetzt werden.

Foto: imago images/Jochen Tack

Vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Personen haben in Berlin jetzt wieder mehr Freiheiten. Der Beschluss des Berliner Senats soll ab dem 18. April umgesetzt werden.

Sollten geimpfte Personen mehr Freiheiten haben? Und wenn ja, welche? Berlin zeigt, wie ein Anfang aussehen könnte.

Es ist eine erbitterte Diskussion, die derzeit nicht nur in Deutschland geführt wird: Sollen Personen, die bereits gegen das Coronavirus geimpft wurden, wieder mehr Freiheiten haben? Wer schon geimpft wurde oder wessen Impfung bald ansteht, ist vielleicht dafür, wer hingegen noch unbestimmte Zeit auf seine Immunisierung warten muss, dagegen. Daran, was Solidarität am Anfang der Pandemie bedeutete, erinnern wir uns noch. Doch wie sieht solidarisches Verhalten in dieser fortgeschrittenen Phase der Pandemie aus? Das wird sich mit der Zeit herausstellen. Der Berliner Senat zeigt, wie ein Anfang aussehen könnte, und gewährt Geimpften in Berlin wieder mehr Freiheiten.

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Senat in Berlin beschließt mehr Freiheiten für Geimpfte

Laut einer Meldung auf der Website der Stadt Berlin hat der Senat beschlossen, Geimpften in der Hauptstadt wieder mehr Freiheiten einzuräumen. Das bedeutet nicht, dass diese jetzt nahtlos wieder an ihr Leben vor der Pandemie anknüpfen können. Doch Personen, die bereits vollständig gegen das Coronavirus immunisiert wurden, werden ab dem 18. April behandelt wie solche, die einen negativen Corona-Test vorweisen können. Das bedeutet: Sie dürfen wieder einkaufen, kosmetische Behandlungen in Anspruch nehmen oder ins Museum gehen, ohne sich zuvor um einen Corona-Schnelltest kümmern zu müssen.

Kompromiss statt volle Freiheit

Diverse Berliner Politiker hatten sich zuvor dafür ausgesprochen, geimpften Personen wieder mehr Freiheiten zu ermöglichen. Neben dem Berliner Bürgermeister Michael Müller und der Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (beide SPD) hatte sich auch Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Die Grünen) dafür eingesetzt. Im Gespräch mit dem Tagesspiegel hatte sie dafür plädiert, vollständig Geimpften ihre "vollen Freiheiten" zurückzugeben. Es sei nicht vertretbar, die Grundrechte geimpfter Menschen weiterhin einzuschränken.

Vom Gewähren der vollen Freiheiten ist der Beschluss des Berliner Senats noch weit entfernt. Nichtsdestotrotz ist es ein Kompromiss, mit dem sich vermutlich die meisten arrangieren können – zumindest vorerst.

Entscheidung des RKI schafft Grundvoraussetzung

Der Entscheidung des Berliner Senats war eine Mitteilung des Robert-Koch-Instituts vorausgegangen: Auch das RKI schätzt das Übertragungsrisiko des Coronavirus durch voll geimpfte Personen als gering ein. Das ebnet den Weg dafür, Geimpften wieder mehr Freiheiten zu gewähren – auch andere Länder haben diesen Weg bereits eingeschlagen: So freuen sich Geimpfte in den USA bereits seit Längerem wieder über Lockerungen. Impf-Champion Israel erlaubt die Einreise geimpfter Reisegruppen, und auch Kreuzfahrten für Geimpfte sind jetzt wieder möglich.

Mehr Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus gibt es auf unserer Themenseite.

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