Aktualisiert: 08.04.2021 - 20:45

Not macht erfinderisch Die Abenteuer des Papiertüten-Cowboys: So kreativ verbrachte ein Australier die Corona-Quarantäne!

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Corona-Quarantäne muss nicht langweilig sein. Der Australier David Marriott legte erstaunliche Kreativität an den Tag: Er verwandelte sich in seinem Hotelzimmer in einen Papiertüten-Cowboy. (Symbolbild)

Foto: Getty Images/ jeffstrauss

Corona-Quarantäne muss nicht langweilig sein. Der Australier David Marriott legte erstaunliche Kreativität an den Tag: Er verwandelte sich in seinem Hotelzimmer in einen Papiertüten-Cowboy. (Symbolbild)

Zwei Wochen Quarantäne im Hotel – geht man da nicht ein vor Langeweile? Nicht dieser Australier: Er verwandelte sich in einen Papiertüten-Cowboy!

David Marriott musste einen schlimmen Schicksalsschlag verkraften: Sein Vater starb an einer Infektion mit dem Coronavirus. Trotz der Pandemie und den damit verbundenen Reisebeschränkungen nahm der Australier die lange Reise nach Großbritannien auf sich, um der Beerdigung seines Vaters beiwohnen zu können. Nach der Zeremonie ging es zurück nach Australien – und ab ins Quarantäne-Hotel. Zwei Wochen lang durfte er dieses nicht verlassen. Doch was anderen an die Substanz gegangen wäre, führte bei David Marriott zu einem ungeahnten Kreativitätsschub: Während seiner Corona-Quarantäne verwandelte sich der Australier in einen Papiertüten-Cowboy!

Corona-Quarantäne: Gestatten, der Papiertüten-Cowboy aus Australien!

Vierzehn Tage lang durfte David Marriott keinen Fuß vor die Tür seines Zimmers im Rydges South Bank Hotel in Brisbane setzen. Sogar das Essen wurde ihm von Mitarbeitern des Hotels gebracht – in braunen Papiertüten. Andere hätten diese vermutlich einfach entsorgt, doch der Australier sah darin Potential zum kreativen Zeitvertreib: Er bastelte sich aus dem Verpackungsmüll ein originelles Cowboy-Kostüm – inklusive Revolver!

Wie David Marriott dem australischen Radiosender ABC erzählte, begann alles mit der Pappschüssel, in dem ihm eine Poke Bowl serviert worden war. Der Art Director, dessen Quarantäne-Ausrüstung aus einer kleinen Musikanlage und einem Bastel-Set bestand, fühlte sich dazu inspiriert, daraus einen Hut zu basteln – der erste Schritt der Verwandlung seines Hotelzimmers in eine Szene aus dem Wilden Westen war getan…

Der beste Freund des Cowboys

Doch damit war es nicht getan – denn was wäre Old Shatterhand ohne Hatatitla oder Lucky Luke ohne Jolly Jumper? Ein echter Cowboy braucht ein Pferd! Im Schrank fand David Marriott ein Bügelbrett. Er nahm es heraus, platzierte eine Schreibtischlampe darauf und wusste: Aus diesem Skelett würde sein treuer, vierbeiniger Freund entstehen. Und tatsächlich: Ein paar Mahlzeiten später war es so weit…

Gemeinsam speisten die beiden, widmeten sich danach der Zahnhygiene – und selbstredend kümmerte sich der Australier auch um die Hinterlassenschaften seines Kumpanen, den er Russell getauft hatte.

Kein Protagonist ohne Antagonist

Der Western-Held und sein Begleiter waren geboren. Aber ein Western ohne Gegenspieler wäre ein Western ohne Handlung und damit todlangweilig. "Jeder Cowboy braucht einen Erzfeind", so David Marriott gegenüber ABC. Gut, dass sich die unverdaulichen Überreste seiner Mahlzeiten nicht nur auf Papiertüten erstreckten…

Kurze Zeit später tauchte "cling film kid", auf Deutsch: Plastikfolien-Kid, auf, der Gegenspieler des Papiertüten-Cowboys. Prompt stahl er den guten, alten Russell.

Wie wird die Geschichte aus dem wilden Müll-Westen enden? Das ist noch unklar. Die Quarantäne von David Marriott begann am 30. März, es liegen also noch einige Tage vor ihm, die ausgefüllt werden müssen. Fest steht: Sein Einfallsreichtum ist noch nicht erschöpft – und der Papiertüten-Cowboy wird auf seinem Weg durch das karge Quarantäne-Land noch auf die ein oder andere Persönlichkeit treffen. Zum Beispiel auf Tinto.

Und wer weiß – vielleicht kreuzt ja auch die ein oder andere schusssichere Lady den Weg des Papiertüten-Cowboys und lehrt ihn das Fürchten? Eine Facebook-Nutzerin wunderte sich zumindest bereits, ob es in David Marriotts Produktion denn auch weibliche Charaktere gebe.

Von David Marriotts Einfallsreichtum und seinem künstlerischen Geschick könnten wir uns alle eine Scheibe abschneiden – nicht nur für den Fall, dass wir mal ins Gratis-Quarantäne-Hotel auf Mallorca müssen. Noch mehr Inspiration gefällig? Hier finden Sie 7 Ideen für den Zeitvertreib im Lockdown. Alternativ eignet sich diese Zeit auch perfekt, um sich mal Wellness zu Hause zu gönnen. Hier gibt es Tipps!

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