Aktualisiert: 10.04.2021 - 22:10

Der Schauspieler im Interview Hinnerk Schönemann: Dem Hühnerdieb hab ich's gezeigt!

Von Wibke Thiedmann

Naturbursche ausnahmsweise im Anzug: Hinnerk Schönemann

Foto: imago images/Eventpress

Naturbursche ausnahmsweise im Anzug: Hinnerk Schönemann

Ein bisschen eigenbrötlerisch, wortkarg und am liebsten ungestört: Der TV-Star hat einiges gemeinsam mit seiner Rolle als Dorfpolizist in "Nord bei Nordwest".

Der Schauspieler Hinnerk Schönemann wurde am 30. November 1974 in Rostock geboren. Sein TV-Debüt hatte er im Jahr 1998. Seit 2008 ist er ein fester Bestandteil der Krimi-Reihe "Marie Brand". Seit 2014 steht er außerdem für die Krimi-Reihe "Nord bei Nordwest" vor der Kamera. In seinem Privatleben ist Schönemann ein echter Naturbursche. Er lebt mit seiner Ehefrau auf seinem Bauernhof in Mecklenburg-Vorpommern. Er hat 3 Kinder: seine beiden Söhne Don Kid (4) und Dexter (7) und eine Tochter, die im Jahr 2020 geboren wurde.

Im Interview mit BILD der FRAU spricht Hinnerk Schönemann über sein Leben auf dem Bauernhof und seinen Erfolg in der ARD-Reihe "Nord bei Nordwest".

Hinnerk Schönemann im Interview: Er liebt das Grüne

BILD der FRAU: Lieber Herr Schönemann, kürzlich war zu lesen, dass Ihr Krimi "Nord bei Nordwest" der erfolgreichste in der ARD-Donnerstags-Reihe ist. Glückwunsch!

Hinnerk Schönemann: Vielen Dank, wir freuen uns sehr.

Was ist Ihr Geheimnis?

Ich glaube, es ist das ganze Ensemble, die schrägen Charaktere. Der Strand, das Meer, das Dünengras. Wir erzählen spannende Geschichten in der Umgebung, in der man gerne seinen Urlaub verbringen möchte. Vielleicht ist genau das die Magie.

Sie selbst leben auf dem Land in Mecklenburg. Merken Sie was davon, dass immer mehr Leute ins Grüne flüchten?

Gar nicht. Wir wohnen ja in einem Mini-Dorf mit gerade mal 50 Einwohnern. Wir haben hier keine Staus, keine Schlangen, keine Menschenansammlungen. Wenn man das unter den neuen Lebensumständen betrachtet, sind wir in permanenter Quarantäne. Bei uns ist’s weiter einsam. Genau so mag ich das.

Sie leben auf einem Bauernhof. Sind Sie Selbstversorger?

Schöne Idee, aber die Zeit hätten wir nicht, um unser eigenes Gemüse anzubauen. Wir fahren in den Supermarkt wie alle andere.

Trotzdem haben Sie viel zu tun auf Ihrem Hof …

Oh ja, Anfang 2020 hatten wir unser Haus endlich komplett umgebaut und fertig. Und trotzdem ist immer etwas da, was geputzt, repariert und erledigt werden muss. Ich habe es schon genossen, im vergangenen Jahr so viel Zeit zu Hause gewesen zu sein.

"Dann will der Körper auch wieder bewegt werden"

Nichtstun ist nicht Ihr Ding?

Mein Naturell sagt mir: morgens früh aufstehen und dann los. Ich muss immer was machen. Für den Lockdown hatten meine Frau und ich täglich Arbeitspläne. Nur auf dem Sofa liegen und Netflix gucken – das kann man eine Zeit lang machen, aber dann will der Körper auch wieder bewegt werden.

Sie haben drei Kinder mit drei verschiedenen Frauen. Großes Patchwork-Glück?

Alles läuft gut, mehr kann ich nicht darüber sagen. Die Kinder sollen sich frei bewegen und entwickeln können.

Vom Fuchs und den Hühnern

Gibt’s bei Ihnen auf dem Dorf eigentlich auch mal Verbrechen, so wie in Ihrem TV-Krimi-Schauplatz Schwanitz?

Es gibt natürlich wie überall gute Leute und richtig doofe Leute. Aber eigentlich leben wir alle sehr friedlich zusammen. Obwohl, wir hatten mal einen Hühnerdieb …

Oh, erzählen Sie mal!

Der Fuchs hat letztes Jahr beinahe alle meine Hühner geschnappt. Am Ende hatte ich nur noch vier! Da bin ich richtig wütend geworden, habe Gitter und einen Betonmischer bestellt, einen Untergrabungs-Schutz und eine riesengroße Voliere gebaut, die auch von oben mit einem Netz geschützt ist. Entstanden ist ein echtes Hühnerparadies. Das haben wir "Der Fuchs kann uns mal" genannt.

Und jetzt haben Sie auch wieder ordentlich Eier?

Würde man denken … Aber ich habe gerade mal zwei Eier am Tag, bei zwanzig Hühnern! Denen geht’s wahrscheinlich zu gut (lacht).

TV-TIPP: "Nord bei Nordwest: Im Namen des Vaters" ist in der Mediathek der ARD bis zum 18.07.2021 verfügbar.

"Marie Brand und die Leichen im Keller" kann bis zum 18.01.2022 in der ZDF-Mediathek geschaut werden.

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