Aktualisiert: 06.04.2021 - 19:17

Seite an Seite Männer laufen links von der Frau! Aber warum eigentlich?

Von der Redaktion

Der Mann läuft links, die Frau rechts: Lange Zeit gehörte diese Ordnung zum guten Ton. Doch warum hat sich das so eingebürgert?

Foto: Getty Images/ Alistair Berg

Der Mann läuft links, die Frau rechts: Lange Zeit gehörte diese Ordnung zum guten Ton. Doch warum hat sich das so eingebürgert?

Links? Rechts? Den meisten Menschen ist es egal, auf welcher Seite sie laufen. Doch das war nicht immer so...

Mit dem Partner oder einem Freund Seite an Seite durch den Park oder am Fluss entlang flanieren: Dieses Vergnügen wird uns jetzt, wo uns die ersten warmen Tage bereits einen Vorgeschmack auf den kommenden Frühling gewährt haben, bald wieder möglich sein. Doch wie ist es eigentlich, wenn Sie gemeinsam spazieren gehen: Hat einer von Ihnen eine bevorzugte Seite? Tatsächlich war die Seite, auf der Mann und Frau zu laufen hatten, früher durch die allgemeinen Umgangsformen ganz genau geregelt. Lange galt: Der Mann läuft links von der Frau. Kennen Sie den Grund dafür?

Der Ursprung dieser Ordnung reicht weit zurück. Er ist in einer Zeit verortet, als die Frau noch als das im schlimmsten Fall schwache, positiver ausgedrückt als das schützenswerte Geschlecht galt. Der Mann hatte sich auf der linken Seite der Frau zu bewegen, da man davon ausging, dass er sie so einfacher vor den mannigfaltigen Bedrohungen schützen konnte, die einer Dame im Alltag so begegnen konnten.

Und eine Bedrohung für die Frau, das konnte so ziemlich alles sein. Zum Beispiel ein unerwarteter Überfall. Bei einem solchen oblag es dem Herrn der Schöpfung, rasch zu reagieren und den Degen oder das Schwert zu zücken. Diesen trug er für gewöhnlich auf der linken Seite des Körpers, so dass er mit der rechten Hand sicher danach greifen konnte. Wäre die Frau ebenfalls auf der linken Seite des Mannes gelustwandelt, hätte sie die Waffe möglicherweise verletzt.

Augen auf im Straßenverkehr

Zugegeben, das Schwert-/Degen-Szenario ist heutzutage ein wenig veraltet. Andere Gefahren, vor denen der Herr die Dame zu schützen hatte, sind es hingegen nicht: Das beste Beispiel dafür sind die Bedrohungen der Straße. Läuft man einer Fahrbahn entlang, bewegt man sich für gewöhnlich auf ihrer rechten Seite. Geht der Mann in diesem Szenario auf der linken Seite der Dame, schirmt er sie ab vor den Gefahren des Straßenverkehrs, seien es Dreckspritzer oder ein unerwartet ausscherendes Auto.

Übrigens: Mit dem Schutz der Dame war es zumeist nicht getan, der Herr sollte sie auch leiten. Da der rechte Arm als der stärkere Arm galt, konnte dieser, elegant um die Dame gelegt, diese sanft aber bestimmt in die vom Mann gewünschte Richtung führen.

Hier gilt die Regel heute noch!

Heute ist diese Regel natürlich veraltet – nicht nur, weil mittlerweile auch Linkshändigkeit gesellschaftlich akzeptiert ist. Auch die Anzahl der Degenangriffe ist heutzutage stark zurückgegangen – und wäre sie das nicht, würde sich Frau vermutlich ohnehin selbst bewaffnen, genauso wie sie sich heutzutage im Straßenverkehr selbst zu helfen weiß.

Nichtsdestotrotz schadet es nicht, diese Regel zu kennen – insbesondere, da sie nicht nur für Frauen gilt, sondern beispielsweise auch für Ehrengäste oder wichtige Partner im beruflichen Umfeld, gegenüber denen Sie Ihre Wertschätzung ausdrücken möchten. Empfangen Sie also auf der Arbeit bedeutenden Besuch, schadet es nicht, diesem den Ehrenplatz auf Ihrer rechten Seite zu gewähren.

Quellen: stil.de, tagesspiegel.de, t-online.de

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